„EURO 2016“ für die breiten Massen!?

Hinter uns liegt die vorletzte EM-Qualifikationsrunde. Die Europameisterschaft findet nächstes Jahr in Frankreich statt und zum ersten Mal in der Geschichte werden 24 Nationalteams des alten Kontinents auftreten. Für diese vielleicht ein wenig kontroverse Entscheidung ist hauptsächlich der derzeitige Vorsitzende der UEFAverantwortlich, der Franzose Michel Platini. Er hat die Entscheidung durch die Tatsache gerechtfertigt, dass endlich mal auch die „kleinen“ Nationalteams die Chance bekommen sollten, bei einem großen Wettbewerb mitzumachen. Nach der momentanen Gruppenplatzierung wird das auch passieren.

Große Anzahl an Debütanten

Es ist nämlich bereits jetzt sicher, dass wir in einem Jahr in Frankreich die Nationalmannschaften von Island und Wales sehen werden, während Albanien und Nordirland auch kurz davor sind, die EM-Teilnahme zu schaffen. Durch die Relegationsspiele werden dann sicherlich noch ein paar weitere Nationalteams ihre Debütauftritte bei einem großen Wettbewerb schaffen. Was die „großen“ europäischen Teams angeht, wird es für die Niederlande, Kroatien und Dänemark ziemlich eng werden, während der ehemalige Europameister Griechenland jetzt schon raus ist. Darüber hinaus haben auch Deutschland, Spanien, Italien und Belgien erst in den letzten Runden richtig Gas gegeben und mit mehreren Siegen in Folge die ersten zwei Tabellenplätze gesichert.

SpainDie Fußballqualität ist gesunken

Der Grund für diese, milde gesagt, unerwarteten Ereignisse ist natürlich die erwähnte Entscheidung von Platini, wodurch er sicher Sympathien in den „kleinen“ Ländern ernten und gleichzeitig bei den „Großen“ auf Widerstand treffen wird. Man ist nämlich jetzt schon der Meinung, dass bei den aktuellen Qualifikationen die eigentliche Qualität des Fußballs deutlich gesunken ist. Da sich die richtig starken Nationalmannschaften jetzt viele Patzer erlauben dürfen, haben auch die jeweiligen Nationaltrainer angefangen, ihren größten Stars durch die Finger zu schauen, um sie für die viel wichtigeren Vereinsauftritte zu schonen, denn dort verdienen sie das große Geld.

Enorme Gewinne der Buchmacher und der UEFA

Darüber hinaus darf man hier auch die immer wachsenden Gewinne der Buchmacher nicht vergessen. Wenn die Favoriten patzen, verdienen nämlich die Buchmacher am meisten und bei den aktuellen EM-Qualifikationen 2016 war das sehr oft der Fall. Man kommt also zum Entschluss, dass Platinis Entscheidung wenig mit der Fußballförderung in ganz Europa zu tun hat, sondern eher mit dem Optimieren bzw. Steigern der UEFA-Gewinne, da die Bookies die allerliebsten Werbepartner der UEFA sind.