Wenn man das Wort Griechenland hört, erinnert man sich gleich an die EM2004 in Portugal. Das ist die goldene Zeit des griechischen Fußballs gewesen und damals haben die Griechen eine der größten Sensationen des europäischen Fußballs kreiert, indem sie als der klarste Außerseiter der Europameister geworden sind. Vor dieser EM haben die Griechen nur noch im Jahre 1980 bei einer EM mitgemacht und nach dem sensationellen Auftritt in Portugal, ging es dann nur bergab. Die Griechen haben aber trotzdem die EM-Teilnahme in Österreich und Schweiz geschafft, wo sie dann völlig versagt und drei Niederlagen in der Gruppephase kassiert haben. Sie haben eine sehr leichte Qualifikationsgruppe für die Teilnahme bei dieser EM gehabt und das haben sie auch maximal ausgenutzt. Sie haben als Gruppenerster vor Kroaten, die sie im entscheidenden Spiel bezwungen haben, die Reise nach Polen und Ukraine erkämpft.

Trainer: Als ob die Griechen immer noch über Portugal und diese erfolgreichen Tagen träumen würden, denn im Sommer 2010 haben sie den Portugiesen Fernando Santos als Trainer aufgestellt. Santos ist 57 Jahre alt und in seiner Trainerkariere hat er viele Vereine trainiert, aber alle Vereine sind aus seinem Geburtsland Portugal und aus Griechenland gewesen. Der letzte Verein ist AEK gewesen, von wo er auch auf die Trainerbank der Nationalmannschaft gekommen ist. Es war gleich klar, dass keine leichte Aufgabe auf Santos wartet, da er Otto Rehhagel ersetzt hat, der nach dem 2004-Titelgewinn in Griechenland mit einer Gottheit gleich gesetzt wird und jetzt kann nur ein ähnlicher Erfolg wie der Meistertitel gut genug sein. Für Santos ist dies der erste Auftritt bei einer EM und man sollte erwähnen, dass er mit seiner Ankunft keine Revolution im Kader der Griechen ausgerufen hat, sondern mit dem gleichen Spielstiel weitergemacht hat, der die Griechen zum Titel geführt hat.

Spielsystem und Spielkader: schon bei der Trainervorstellung haben wir gesagt, was für ein Spielsystem die Griechen bevorzugen und das ist ja auch kein Geheimnis. Schon seit ein paar Jahren spielt Griechenland einen sehr defensiven Fußball, der überhaupt niemanden begeistern kann, aber mit diesem Spielstil haben die Griechen vor acht Jahren den Titel geholt. Rehhagel hat immer wieder gesagt, dass das Ziel die Mittel rechtfertigt und Santos hat schnell begriffen, dass Griechenland eigentlich keine Spieler für einen anderen Spielstil hat und somit ist er beim Altbewährten geblieben. Auf den ersten Blick ist das nicht so sehr defensiv, da die Spielformation 4-5-1 ist, die von vielen Nationalmannschaften gespielt wird, aber bei den Griechen sind von fünf Mittelfeldspielern mindestens drei oder sogar vier defensiv orientiert und das macht diese Mannschaft auch so besonders interessant. In so einer Aufstellung sind die Standards die stärkste Waffe und da sind die Griechen wirklich torgefährlich. Sie könnten auch bei den Konterangriffen zu einer Bedrohung werden und zwar über den schnellen Salpingidis oder den unangenehmen Samaras. Was die Mittelfeldspieler angeht, ist da nur der junge Star Ninis, der viele Probleme mit den Verletzungen hatte und es ist somit fraglich, in was für einer Spielform er sein wird. Die Abwehr ist mit zwei Bundesligaspielern die stärkste Waffe dieser Mannschaft und zwar sind das Innenverteidiger Sokratis und Papadopoulos. Ein großes Problem könnte bei einigen Spielern ihr fortgeschrittenes Alter darstellen.

Voraussichtliche Aufstellung: Tzorvas – Torossidis, Papadopoulos, Sokratis, Holebas – Maniatis, Fotakis, Katsouranis – Salpingidis, Samaras – Gekas

Prognose: schon viele haben mit den Vorhersagen über die Möglichkeiten der Griechen Fehler gemacht und somit sollte man auch dieses Mal sehr vorsichtig sein. Gegen Tschechien können sie es objektiv gesehen aufnehmen und da sind die Griechen sogar im Vorteil, aber gegen die Russen werden sie es sehr schwer haben. Deswegen haben auch die Griechen das Eröffnungsspiel gegen den Gastgeber Polen als entscheidend bezeichnet. Von diesem Spiel wird viel abhängen und das Ziel ist unbesiegt zu bleiben, was dann zusammen mit dem Sieg gegen die Tschechen ausreichen sollte. Aber das ist leichter gesagt als getan. Wir sind der Meinung, dass Griechenland das Viertelfinale nicht  ereichen wird. Im Team gibt es sehr viele erschöpfte Spieler, die keine drei Spiele in so einer kurzen Zeitspanne aushalten können.

GRIECHENLAND – interessante Wetten

Kommt ins Viertelfinale: 2,50 bei bet365

Gruppensieger: 5,50 bei bwin

Kommt ins Finale: 34,00 bei bwin

Titelgewinn: 116,00 bei youwin

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