Man kann schon klar behaupten, dass es mit den Tschechen bergab geht, und zwar obwohl sie keine EM seit der Staatsgründung verpasst haben. Das Problem ist, dass sie bei ihrer ersten Meisterschaft des alten Kontinents auch ihr bestes Ergebnis erzielt haben. Das ist im Jahre 1996 in England passiert. Sie sind damals die große Sensation gewesen und Spieler wie Poborski, Nedved oder Koller sind in den Vordergrund getreten. Die Tschechen wurden im Finale von Deutschland bezwungen, aber man hat erwartet, dass sie lange an der Spitze mitspielen werden. Danach haben sie noch bei der EM2004 ins Halbfinale geschafft und anschließend hat langsam auch der Generationswechsel angefangen. Beim letzten EURO wurden sie schon in der Gruppenphase eliminiert. Die Tschechen mussten sich ziemlich anstrengen um die Teilnahme bei dieser EM zu schaffen und erst in den Ausscheidungsspielen wurde der EM-Platz gesichert und zwar nachdem Montenegro zwei Mal bezwungen wurde.

Trainer: diese Nationalmannschaft wird vom 47-jährigen Michal Bilek angeführt, von dem man nicht gerade behaupten kann, dass er eine große Bereicherung darstellt, zumindest was die Erfahrung angeht. In seiner bisherigen Kariere hat er nur Vereine aus dem eigenen Land angeführt und er ist nicht gerade berühmt geworden, außer als er der Trainer von Sparta gewesen ist, mit der er einen Meistertitel geholt hat. Die Nationalmannschaft hat Bilek im Jahre 2009 übernommen und zwar zum Zeitpunkt als der Generationswechsel am stärksten gewesen ist. Die Mannschaft hat damals in kurzer Zeit drei Trainer gewechselt, bis Bilek kam. Ansonsten ist Bilek in der Öffentlichkeit nicht gerade beliebt und viele wollten ihn absetzen, aber da er schon die EM-Teilnahme geholt hat, hat er auch die Chance für eine mögliche Überraschung bekommen.

Spielsystem und Spielkader: die Tschechen spielen ab und zu auch einen sehr schönen Fußball, aber ihr Problem ist, dass sie keine tollen Einzelspieler mehr haben und auch die, die noch da sind, sind nicht gerade in den besten Jahren. Deswegen wird Tschechien bei meisten EM-Spielen sicherlich in einer untergeordneten Position sein und wird das eigene Spiel auf Konterangriffe basieren. Dafür spricht auch die übliche Spielformation von Tschechien und zwar sind das nur ein klassischer Stürmer und ein etwas offensiveres Mittelfeld. Die Tschechen werden sich viel mehr auf die Abwehr verlassen müssen, die vom fantastischen Torwart Peter Cech angeführt wird. Auch im Mittelfeld haben sie einen erprobten Spitzenspieler und zwar Tomas Rosicky, während der Angriff von Milan Baros angeführt wird. Von den übrigen Spielern sollte man noch Plasil, Kadlec und Jiracek erwähnen, die eine gewisse Erfahrung bei starken Spielen mitbringen. Von den Spielern, deren Zeit erst kommen wird und die in dieser Meisterschaft eine Überraschung darstellen könnten, sind da zwei junge Stürmer und zwar Vaclav Pilar, sowie Tomas Necid. Die anderen Spieler sind nur durchschnittlich und das ist auch das Hauptproblem der Tschechen.

Voraussichtliche Aufstellung: Cech – Selassie, Hubnik, Sivok, Kadlec – Jiracek, Hubshman – Plasil, Rosicky, Petrzela – Baros

Prognose: man könnte behaupten, dass die Tschechen während der Auslosung Glück hatten und die schwächste Gruppe bekommen haben, aber das beduetet nicht, dass sie auch eine leichte Aufgabe haben. Von den Gegnern abgesehen, ist es schwer zu sagen, ob Tschechien einen der ersten zwei Gruppenplätze holen kann. Die Russen sind sicherlich besser, Polen ist der Gastgeber und der Spielstiel der Griechen passt den Tschechen überhaupt nicht. Deswegen werden die Tschechen wahrscheinlich Gruppenletzter oder im besten Fall Gruppendritter, aber nur wenn sie einen Sieg oder ein Remis holen sollten. Das Viertelfinale wird nur ein Traum bleiben.

TSCHECHIEN – interessante Wetten

Kommt ins Viertelfinale: 2,25 bei bet365

Gruppensieger: 5,00 bei bet365

Kommt ins Finale: 34,00 bei bwin

Titelgewinn: 96,00 bei youwin

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