Die Portugiesen sind in den letzten Jahren zu einem der regelmäßigen Teilnehmer der EM geworden und sie haben bei den letzten vier Europameisterschaften bedeutungsvolle Rollen gehabt. Sie haben lange auf den ersten Auftritt gewartet, der erst 1984 kam und seit der Europameisterschaft 1996 sind sie immer dabei gewesen und was noch wichtiger ist, sie schaffen immer die Gruppenphase zu überstehen. Zwei Viertelfinalspiele, ein Halbfinalspiel und ein Finalspiel bei der Meisterschaft 2004, als sie die Gastgeber gewesen sind. Dies ist ihr größter Erfolg gewesen, obwohl sie diese Finalteilnahme selber nicht so sehen, da sie als Gegner die Griechen hatten, die die idealen Gegner gewesen sind, um den Titel zu holen. Die Portugiesen haben in der Verlängerung verloren und vor vier Jahren sahen sie es im Viertelfinale gegen Deutschland sehr gut aus, aber sie haben trotzdem eine 2:3-Niederlage kassiert. Auf dem Weg nach Polen und Ukraine mussten sich die Portugiesen in den Qualifikationen ziemlich anstrengen und wieder mussten sie Ausscheidungsspiele spielen, zu denen sie Dänemark geschickt hat. Aber die Portugiesen haben sich in den Ausscheidungsspielen gegen die unangenehme Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina bewiesen und zwar vor allem im Rückspiel, als sie 6:2 gewonnen haben. Jetzt sind sie ziemlich motiviert und freuen sich auf die starken Gruppengegner.

Trainer: die Portugiesen haben den jüngsten Trainer der EM, wenn das überhaupt wichtig ist. Paul Benot ist gerademal 42 Jahre alt und seine Spielkariere hat er vor genau zehn Jahren beendet. Er hat für ein paar Vereine in seinem Land, sowie Spanien gespielt, während er als Trainer nicht so sehr erfahren ist. Er hat nur Sporting Lissabon trainiert und gewisse Titel auch geholt, aber keinen einzigen Meistertitel. Als Trainer der portugiesischen Nationalmannschaft wurde er nach der letzten Weltmeisterschaft angeheuert, also vor weniger als zwei Jahren. Er hat bis jetzt gute Leistungen mit der portugiesischen Nationalauswahl an den Tag gelegt, da er seitdem nur zwei Spiele verloren hat. Bento sollte eigentlich zu dieser neuen Generation von Trainern gehören, zusammen mit Guardiola oder Di Mateo, aber er hat es bis jetzt nicht ganz dieses Prädikat verdient. Vielleicht gelingt ihm der Aufstieg in diese Gesellschaft nach dieser Europameisterschaft.

Spielsystem und Spielkader: wenn man Portugal erwähnt, dann denkt man irgendwie gleich an einen schönen und offensiven Fußball mit vielen attraktiven Angriffen. Aber die Wirklichkeit sieht nicht so aus und die Bestätigung sind zwei Freundschaftsspiele gegen Polen und Mazedonien, die torlos gespielt wurden. Sie haben zwar einen der besten Spieler der Welt in ihren Reihen, Cristiano Ronaldo. Er ist immer dazu bereit das Spiel mit irgendeiner Soloaktion zu entscheiden, aber auch für ihn wäre es viel leichter, wenn er neben sich einen klassischen Stürmer hätte. Ronaldo muss sogar diese Rolle sehr oft übernehmen und auch in den Qualifikationen ist er der erfolgreichste Torschütze seines Nationalteams gewesen, was uns beweist, dass er in der Lage ist, viele Tore zu erzielen, aber man muss schon sagen, dass er in seinem Verein Real Madrid viel mehr Unterstützung seiner Mitspieler erhält. In der Nationalmannschaft von Portugal wird dieser klassische Stürmer entweder Helder Postiga oder der erfahrene Hugo Almeida sein. Also kann man ruhig sagen, dass diese Position am schwächsten besetzt ist. Es ist gewiss, dass die Portugiesen mit drei defensiven Mittelfeldspielern spielen werden, die mehr außen wirken werden und zwar sind das Nani und Ronaldo. Das Mittelfeld werden Meireles, Veloso und Moutinho abdecken und man kann schon sagen, dass die Portugiesen in diesem Bereich sehr stark sind, genauso wie in der Abwehrreihe, die von Pepe angeführt wird. Dieses Mal sind Carvalho und Bosingwa nicht dabei und somit geht sicherlich Pereira nach rechts außen und der zweite Innenverteidiger wird Bruno Alves. Alles wird aber von Ronaldo abhängen, der eine hervorragende Saison hinter sich hat und sein Können auch mit der Nationalmannschaft unter Beweis stellen möchte.

Voraussichtliche Aufstellung: Eduardo – Joao Pereira, Pepe, Bruno Alves, Coentrao – Veloso, Meireles, Moutinho – Nani, C.Ronaldo – Hugo Almeida

Vorhersage: der Wunsch dieser Mannschaft ist, die Serie von Auftritten, in denen die Gruppenphase überstanden wurde, fortzusetzen und in so einer Konkurrenz wäre dies sicherlich ein großer Erfolg. Wenn die Portugiesen dies schaffen sollten, dann werden sie im weiteren Turnierverlauf sehr gefährlich werden, denn die Gruppe auf die sie im Viertelfinale treffen würden, bringt ihnen viele leichte Gegner. Deutschland und die Niederlande sind eine große Herausforderung für die Portugiesen, obwohl sie es auch mit Dänemark nicht gerade leicht haben werden. Es ist schwer Portugal abzuschreiben, aber genauso zu einem sicheren Viertelfinalisten zu erklären. Die Portugiesen werden irgendwo an der Grenze zum Weiterkommen ins Viertelfinale abschneiden.

PORTUGAL – interessante Wetten

Kommt ins Viertelfinale: 2,30 bei titanbet

Gruppensieger: 5,00 bei bet365

Kommt ins Finale: 9,50 bei bwin

Titelgewinn: 21,00 bei Ladbrokes

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