Für die Nationalmannschaft aus Irland ist dies erst die zweite Teilnahme an einer Europameisterschaft, sodass sie sicherlich die große Unterstützung ihrer treuen Fans erwarten kann. Allerdings können sie auf das Weiterkommen in einer so starken Gruppe kaum hoffen, aber vielleicht ist gerade die Leistung aus dem Jahre 1988, als sie bei der EM, die in Deutschland stattgefunden hat, in der schwierigsten Gruppe mit den späteren Finalisten Sowjetunion und Niederlande, sowie England gespielt haben, die beste Warnung für alle ihre Gegner, da sie damals nur einen Punkt vom Weiterkommen entfernt gewesen sind. Die diesjährige EM sicherten sie sich erst nach den Playoffs, wo sie Estland problemlos bezwungen haben, während sie in der Qualifikation sechs Siege, drei Remis und nur eine einzige Niederlage verbucht haben. Die Qualifikation haben sie auf dem zweiten Platz beendet und zwar hinter Russland und vor Slowakei und Armenien.

Trainer: Viele sind der Meinung, dass die Hauptkraft der irischen Nationalmannschaft gerade in der großen Erfahrung des italienischen Trainers Giovanni Trapattoni liegt. Der 73-Jährige ist gleichzeitig der älteste Trainer dieser Europameisterschaft. Nach einer durchschnittlichen Fußballkarriere als Spieler hat der populäre Italiener im Jahre 1972 begonnen, als Trainer zu arbeiten. Er hat fast alle italienischen Top-Vereine geleitet. Im Jahre 1985 hat er mit Juventus Turin den Pokal der Landesmeister gewonnen. Darüber hinaus hat er noch FC Bayern München, Benfica Lissabon, VfB Stuttgart und Salzburg geleitet. Was seine Karriere als Nationaltrainer angeht, hat er am Anfang dieses Jahrtausends zunächst die Nationalmannschaft Italiens geleitet, während er die irische Nationalmannschaft vor genau vier Jahren übernommen hat. In diesem Zeitraum von vier Jahren hat er 21 Siege, 15 Remis und nur 8 Niederlagen verbucht.

Spielsystem und Spielerkader: Die Haupteigenschaften dieser Mannschaft sind die Hartnäckigkeit und das enorme Verantwortungsbewusstsein, das vor allem der Abwehr geschenkt wird, sodass man davon ausgehen kann, dass die Iren auch in der bevorstehenden EM  ziemlich defensiv agieren werden. Aber wenn man ein wenig nachdenkt und überlegt, dass wir hier eine Mannschaft von der Insel haben, die dazu noch von einem Italiener geleitet wird, dann ist klar, dass sehr viel Wert auf die Defensive gelegt wird. Die Iren befinden sich in einer Gruppe mit Spanien, Italien und Kroatien, was die Situation nicht unbedingt erleichtert. All dies lässt uns vermuten, dass Trapattoni mit seiner Lieblingsformation 4-5-1 spielen wird. Der erfahrene Robbie Keane, der mit 53 erzielten Treffern der beste irische Torschütze aller Zeiten ist, soll als die einzige Spitze agieren, während neben ihm nur noch die schnellen Flügelspieler McGeady und Duff etwas offensivere Aufgaben bekommen werden. Im defensiven Mittelfeld werden sogar drei Spieler agieren, während die Abwehr vielleicht der empfindlichste Teil der Mannschaft ist, weil die beiden besten Abwehrspieler O´Shea und Dunn sowie der erfahrene Torwart Given schon länger mit unangenehmen Verletzungen zu kämpfen haben. Deshalb kann es leicht passieren, dass sie in einigen Spielen durch O´Dea, St. Ledger und Westwood ersetzt werden. Man sollte noch erwähnen, dass man vom 23-Jährigen Mittelfeldspieler McClean sehr viel erwarten wird. Dieser Spieler hat nämlich im Trikot von Sunderland sehr gute Partien abgeliefert. Die verletzten Foley und Fahey sind auch nicht dabei, sowie der talentierte Mittelfeldspieler McCarthy, der wegen den Problemen persönlicher Natur nicht dabei ist.

Voraussichtliche Aufstellung: Given – Kelly, Dunne, O`Shea, Ward – Whelan, Gibson, Andrews – McGeady, Duff – Keane

Prognose: Gleich nach der Auslosung war es selbst Iren klar, dass sie in dieser Gruppe die klare Außenseiterrolle tragen werden, aber das bedeutet nicht, dass sie vorzeitig abgeschrieben werden sollten, vor allem in den Begegnungen mit Italien und Kroatien. Natürlich wird sehr viel vom ersten EM-Spiel, das gegen Kroatien gespielt wird, abhängen, weil sie nach einer eventuellen Niederlage ihre Koffer langsam packen können, während sie mit einem Remis oder Sieg im Rennen um die zweite Runde wären. Wir sind aber realistisch und sind deshalb der Meinung, dass die Iren die Gruppenphase auf dem letzten Platz beenden werden und zwar im besten Falle mit einem oder höchstens zwei ergatterten Punkten.

IRLAND – interessante Wetten

Kommt ins Viertelfinale: 5,00 bei bet365

Gruppensieger: 15,00 bei bet365

Kommt ins Finale: 41,00 bei bet365

Titelgewinn: 121,00 bei youwin

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