Für die Italiener ist dies die achte Teilnahme an einer Europameisterschaft. Ihren einzigen Titel haben sie bei der EURO 1968 geholt, bei der sie die Gastgeber gewesen sind. Das beste Ergebnis in der jüngsten Geschichte war das gewonnene Silber aus dem Jahre 2000 als sie im Finale von Frankreich bezwungen wurden. Bei der Europameisterschaft in Österreich und Schweiz vor vier Jahren haben sie das Viertelfinale erreicht, aber nach Elfmeterschießen wurden sie vom späteren Europameister Spanien eliminiert. Bei der letzten EM-Qualifikation haben die Italiener im Rahmen der Gruppenphase sogar 26 von möglichen 30 Punkten ergattert. Sie haben also acht Siege und nur zwei Remis verbucht und zwar in der Ferne gegen Nordirland und Serbien.

Trainer: Von der Bank werden sie vom 54-Jährigen Prandelli, der eine durchschnittliche Fußballkarriere hatte, geleitet. Seine Fußballkarriere beendete er 1990 bei Juventus. Danach hat Prandelli die Junioren von Atalanta trainiert. Sieben Jahre später hat er Lecce übernommen. Er trainierte noch einige italienische Vereine, aber am längsten blieb er in Florenz (2005 – 2010). Nach einem sehr enttäuschenden Auftritt der Italiener bei der WM in Südafrika bekam er die Chance als Nationaltrainer. Die Europameisterschaft in Polen und Ukraine ist sein erster großer Wettbewerb. In seiner Karriere hat er im Vereinsfußball keine einzige Trophäe gewonnen, während er mit der Nationalmannschaft 11 Siege, 4 Remis und 5 Niederlagen vorzuweisen hat.

Spielsystem und Spielerkader: Obwohl die Italiener in der Qualifikation perfekt gespielt haben, wurden in den letzten Freundschaftsspielen große Schwächen bemerkbar, sodass Trainer Prandelli angekündigt hat, dass wir bei der EM viel offensivere Partien der Italiener zu sehen bekommen werden. Das bestätigt auch die Liste von 23 eingeladenen Spielern, auf der sich sogar sechs klassische Stürmer befinden.  Prandelli war zu diesem Schritt einigermaßen gezwungen, weil vor ein paar Tagen das Problem der manipulierten Spiele in Italien wieder aktuell wurde. Deshalb wurden Nationalspieler Buffon, Maggio, Bonucci und Criscito zu einem Vorgespräch zur Polizei eingeladen. Anscheinend war Criscito an den Manipulationen am meisten beteiligt, sodass Trainer Prandelli schließlich beschlossen hat, auf diesen Spieler zu verzichten, während andere drei Spieler ihre Chance bekommen werden. Die Frage ist nur, wie negativ sich all dies auf ihre Leistungen auswirken wird. Der erfahrene Torwart Buffon wird weiterhin die erste Wahl des Trainers Prandelli bleiben und zwar genauso wie bei den meisten Qualifikationsspielen, während die Probleme in der Abwehr mit einer offensiven Spielweise kompensiert werden sollen. Das bedeutet, dass das Mittelfeld angeführt von den erfahrenen Pirlo und De Rossi sehr viel Zeit in der gegnerischen Hälfte verbringen soll. Allerdings ist ein offensives Spiel im ersten Duell gegen Spanien kaum zu erwarten, aber in Duellen gegen Kroatien und Irland haben sie keine Zeit zum Abwarten, wenn sie sich für die nächste Runde qualifizieren wollen, sodass neben Balotelli und Cassano, die als erste Wahl für den Angriff angekündigt wurden, auch der erfahrene Di Natale eine solide Einsatzzeit bekommen sollte.

Voraussichtliche Aufstellung: Buffon – Maggio, Bonucci, Chiellini, Balzaretti – De Rossi, Pirlo, Marchisio – Montolivo – Balotelli, Cassano

Prognose: Wir haben bereits gesagt, dass die italienische Abwehr durch den Ausfall von Criscito geschwächt ist und die jüngsten Informationen im Falle der Spielmanipulationen könnten zu einem Debakel der italienischen Nationalmannschaft bei der EM beitragen. Sie haben bereits früher mit solchen Vorwürfen zu tun gehabt, aber damals hatten sie hochwertigere Spieler zur Verfügung, während von dieser ziemlich ausgeglichenen und durchschnittlichen Mannschaft niemand in Italien ein spektakuläres Ergebnis erwartet. Der Einzug ins Viertelfinale ist realistisch, während das Halbfinale die maximale Reichweite der Italiener darstellt. Sie müssen aber in der Gruppenphase entweder Irland oder Kroatien bezwingen, wenn der Plan aufgehen sollte.

ITALIEN – interessante Wetten

Kommt ins Viertelfinale: 1,57 bei bet365

Gruppensieger: 4,20 bei bet365

Kommt ins Finale: 6,50 bei bwin

Titelgewinn: 18,00 bei youwin

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