Für die Nationalauswahl Englands ist dies die achte Teilnahme an einer Europameisterschaft. Die beste Platzierung haben sie bei ihrem ersten Auftritt erzielt und zwar im Jahre 1968 als sie in Italien den dritten Platz geholt haben. Danach haben sie 12 Jahre nicht teilgenommen, aber seither sind sie der regelmäßige EM-Teilnehmer. Sehr oft sind sie im Viertelfinale rausgeflogen und zwar bis zur letzten EM, für die sie sich wieder nicht qualifiziert haben. In der Qualifikation für die EURO 2012 haben sie mit 18 gewonnenen Punkten den ersten Gruppenplatz erreicht. Sie waren vor allem in der Ferne überzeugend. Es gelang nämlich nur Montenegro ein Remis zu erzielen und zwar durch den Treffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Bei den Testspielen nach der EM-Qualifikation haben sie bewiesen, dass sie ein äußerst unangenehmer Gegner für alle drei Nationalteams in der Gruppe sein werden.

Trainer: Die Engländer werden bei dieser EM vom 64-Jährigen Roy Hodgson, der sonst eine bescheidene Karriere als Fußballer hatte, geleitet, aber als Trainer wurde er weltweit bekannt. Er begann 1976 als Trainer zu arbeiten und am Anfang hat er sehr viele schwedische Vereine geleitet. Danach kam er in die Schweiz, wo er nach Xamax auch die Leitung der Schweizer Nationalmannschaft übernahm. Bei der WM in USA 1994 hat er mit den Schweizern geschafft, die erste Runde zu überstehen. In der darauffolgenden Zeit hat er einige renommierte Clubs in ganz Europa geleitet, aber später kehrte er wieder zu seinem alten Job als Nationaltrainer zurück. Er leitete die Nationalmannschaft der Vereinigten Arabischen Emiraten und Finnland. Die letzten drei Jahre verbrachte er in der englischen Premier League, in der er Fulham, Liverpool und WBA geführt hat. Vor einem Monat hat er nach dem plötzlichen Abgang von Fabio Capello endlich die Chance bekommen die englische Nationalmannschaft zu leiten.

Spielsystem und Spielerkader: Gerade diese sehr kurze Phase der Anpassung zwischen dem Trainer und den Spielern könnte das größte Handicap für die Engländer darstellen. Deshalb haben sie in ihrem Land keine allzu großen Erwartungen für die bevorstehende Europameisterschaft. Als alle gedacht haben, dass sie mit Capello weit kommen werden, trat er zurück, sodass Hodgson jetzt einige neue Varianten ausprobieren muss und zwar mit einem extrem limitierten Team.  Keine der Nationalmannschaften ist nämlich mit so vielen Ausfall-Problemen konfrontiert wie die Engländer. Aufgrund der Verletzungen ist es schon länger klar gewesen, dass die Defensivspieler Dawson, Walker und Smalling, die Mittelfeldspieler Wilshere und der Stürmer Benk ausfallen werden, während das gleiche Schicksal vor einigen Tagen sichere Starter Berry und Lampard getroffen hat. Wenn man dazu noch hinzufügt, dass Ferdinand, Richards, Carrick und Lennon aufgrund gewisser Problemen nicht eingeladen wurden, dann ist es klar, warum man kein Vertrauen in diese Mannschaft hat. Das größte Problem für Hodgson liegt vielleicht in der Tatsache, dass er in den ersten beiden Duellen mit dem suspendierten Rooney nicht rechnen kann. Seinen Platz wird der junge Carroll, hinter dem eine recht turbulente Saison bei Liverpool liegt, einnehmen. Die Englänger werden in ihrer Lieblingsformation 4-2-3-1 spielen und sehr viel wird von der Stimmung der schnellen Walcott und Young abhängen. Die Führung des Mittelfeldes wird nach der Verletzung von Lampard der neue Kapitän Gerrard übernehmen.

Voraussichtliche Aufstellung: Hart – Johnson, Lescott, Terry, Cole – Milner (Jones), Parker – Walcott, Gerrard, Young – Carroll (Rooney)

Prognose: Diese Nationalmannschaft ist sehr schwierig zum prognostizieren, da sie wirklich große Probleme mit den Ausfällen hat. Trotzdem haben die Engländer immer noch ein respektables Team mit einigen sehr guten Einzelspielern, die in jedem Moment das Spiel entscheiden können. Gerade deshalb kann es leicht passieren, dass sie mit dem eventuellen Einzug in die zweite Runde noch selbstbewusster werden, sodass es in diesem Fall möglich wäre, dass sie sogar ins Halbfinale einziehen, aber genauso wäre es nicht überraschend, wenn sie bereits nach der Gruppenphase ihre Koffer packen würden.

ENGLAND – interessante Wetten

Kommt ins Viertelfinale: 1,57 bei bet365

Gruppensieger: 2,75 bei bet365

Kommt ins Finale: 6,00 bei bwin

Titelgewinn: 16,00 bei youwin

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