Das neue wettbewerbssystem

Diese Europameisterschaft in Frankreich wird eigentlich auch eine Art Experiment sein, da zum ersten Mal anstatt 16 ganze 24 Nationalteams auftreten werden. Die Teams sind in sechs Gruppen mit je vier Mannschaften unterteilt.

Gruppe A: Frankreich, Rumänien, Albanien und Schweiz

Gruppe B: England, Russland, Wales und Slowakei

Gruppe C: Deutschland, Ukraine, Polen und Nordirland

Gruppe D: Spanien, Tschechien, Türkei und Kroatien

Gruppe E: Belgien, Italien, Irland und Schweden

Gruppe F: Portugal, Island, Österreich und Ungarn

Nach dem Gruppenwettbewerb, der vom 10. bis zum 22. Juni stattfinden wird, ziehen aus jeder Gruppe die zwei besten Nationalmannschaften sowie die vier besten drittplatzierten Teams ins Achtelfinale ein. Dieses System wurde von 1986 bis 1994 bei der Weltmeisterschaft angewandt und wird für viel mehr Spiele als früher sorgen.

Bei diesem Spielformat werden nämlich 51 Duelle anstatt den bisherigen 31 Duellen gespielt und es wird sehr interessant sein, zu sehen, wie sich das Ganze auch auf die Qualität auswirken wird. Wenn es um den Titel geht, hatten Spanien und Deutschland bis jetzt den größten Erfolg, da sie jeweils drei EM-Titel gewonnen haben. Die aktuellen Gastgeber Frankreich haben zweimal gewonnen und die ehemalige SSSSR sowie die Tschechoslowakei jeweils einmal, genau wie Italien, die Niederlande, Dänemark und Griechenland.

Frankreich war das letzte Mal 1984 der EM-Gastgeber, als dieses Land auch gewonnen hat. Dabei war Michel Platini mit neun erzielten Toren der beste Torschütze der Meisterschaft und er hält den Rekord der erzielten Tore beim EM-Endturnier immer noch.