Ganze 18 schiedsrichter werden nach dem rechten sehen

UEFA-Chef der Schiedsrichterkommission, der Italiener Pierluigi Collina hat schon am Ende des letzten Jahres die Schiedsrichter für die 15. Europameisterschaft in Frankreich ernannt. Insgesamt 18 Schiedsrichter werden die 51 Begegnungen dieser EM leiten, während jeder von ihnen jeweils vier Schiedsrichterassistenten aus ihrem Land zur Verfügung haben wird.

Das sind: Martin Atkinson (England), Pavel Královec (Tschechische Republik), Felix Brych (Deutschland), Björn Kuipers (Niederlande) Cüneyt Çakır (Türkei), Szymon Marciniak (Polen), Mark Clattenburg (England), Milorad Mažić (Serbien), William Collum (Schottland), Svein Moen (Norwegen), Jonas Eriksson (Schweden), Nicola Rizzoli (Italien), Ovidiu Hategan (Rumänien), Damir Skomina (Slowenien), Sergei Karasew (Russland), Clément Turpin (Frankreich), Viktor Kassai (Ungarn) i Carlos Velasco Carballo (Spanien).

Seit der letzten Meisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine, als das Finalspiel zwischen Spanien und Italien (4:0) der Portugiese Pedro Proenca geführt hat, haben sich ein paar Schiedsrichter zurückgezogen, während nur sechs von ihnen immer noch aktiv dabei sein. Das sind der Slowene Skomina, der Türke Ҫakir, der Schwede Eriksson, der Italiener Rizzoli, der Ungarn Kasai und der Spanier Carballo. Die Nationalteams der Länder von Skomina, Kuipers, Mažić, Moen und Collum sind dieses Mal in Frankreich nicht dabei, während nur England als Teilnehmer zwei Schiedsrichter aus dem eigenen Land haben wird, und zwar Atkinson und Clattenburg.

Der Schwede Eriksson wird kurz vor dem EM-Anfang, und zwar am 18. Mai in Basel das große Finale der Euroliga führen, in dem Liverpool und Sevilla aufeinandertreffen werden. Clattenburg dagegen ist der Schiedsrichter beim Finale der Champions League am 28. Mai, in dem die spanischen Stadtrivalen aus Madrid, Real und Atletico aufeinandertreffen. Collina hat großes Vertrauen zu Eriksson, Clattenburg und auch Ҫakir, also sollten diese drei Referees auch in der Endphase der EM die Oberhand haben, während einer von ihnen das Finalspiel führen könnte.

Collina hat vor Kurzem ausgesagt, dass die UEFA einen neuen Plan entwickelt hat, um so zu versuchen, die Simulationen der Spieler zu vermeiden, was dann im Endeffekt zu wenigen Fehlern der Schiedsrichter führen sollte. Zum ersten Mal werden die Schiedsrichter unmittelbar vor dem Anfang des Spiels ausführliche Berichte über Spieler bekommen, die für ihre Affinität zu Simulationen bekannt sind. Darüber hinaus treffen sie sich vor dem Spiel auch mit den Agenten der UEFA, die sie auf mögliche Betrüger aufmerksam machen werden.