Vorbericht Tennis in Rom: Fernando Verdasco - Novak Djokovic 30.04.2010 Drucken E-Mail

ImageHier haben wir ein klassisches Duell der Top10 der Weltrangliste. Auf der einen Seite haben wir den Spanier Verdasco, der bis zum Viertelfinale Garcia-Lopez und Bolelli bezwungen hat. Er verlor bei beiden Spielen keinen einzigen Satz und spielte bisher ziemlich souverän. Der Gegner von ihm ist der Serbe Djokovic, der bis zum Viertelfinale auch nur zwei Matches spielen musste. Er bezwang in den Runden zuvor Bellucci und Chardy und verlor ebenfalls noch keinen Satz in diesem Turnier.

Von der Spielform her, müssten wir eigentlich einen von den beiden Spielern im Finale antreffen, weil die andere Seite der Tableaus eher unterbesetzt ist.

Als erstes kommen wir zum Spanier, der sich zum richtigen Zeitpunkt in tolle Spielform reingespielt hat. In den Wochen zuvor spielte er zwei Sandplatzturniere hintereinander und kam jeweils ins Finale. In Barcelona letzte Woche gewann er das Turnier und schlug auf dem Weg zum Titel diverse Topspieler, wie Söderling oder Ferrer. In der Woche vor Barcelona kam er auch ins Finale beim Monte Carlo Masters, aber da wartete Nadal auf ihn und Nadal fegte ihn vom Platz weg. Viel interessanter sind die Gegner der Vorrunden, worunter auch Djokovic war. Momentan muss man mit dem zweiten Spanier rechnen und ihn sogar unter die Topfavoriten auf Roland Garros Titel setzen.

Der Gegner Djokovic ist kein klassischer Sandplatzspieler, er ist eher der Allrounder, so ähnlich wie Federer, aber noch nicht auf dem Niveau vom Schweizer. Auch der Serbe ist in einer guten Spielform, aber noch nicht auf dem Maximum seiner Kräfte. In dieser Saison lieferte er einige Ergebnisse, die dies bestätigen. In Miami flog er gegen den kleinen Belgier Rochus raus und in Indian Wells gegen den Riesen Ljubicic. Beide Spieler sind normalerweise weit unter seinem Niveau, aber sie sind halt nicht leicht zu spielen. Bei hm sieht man in letzter Zeit, dass er immer wieder die Nerven in den Linien-Rallyes verliert und versucht schnellere Punkte zu machen. Das Problem dabei ist dass er noch nicht die notwendige Sicherheit bei den Winnerschlägen hat und dementsprechend auch viele unforced errors macht. Sowas ist gegen einen Sandplatzspezialisten wie Verdasco mehr als tödlich, weil Verdasco sehr schwer zu bezwingen ist. Man muss gegen Verdasco, wenn er in guter Form ist, einen richtigen Winner raushauen, damit man gegen ihn Punkt machen kann. Genau diese Winner sind noch nicht präzise genug bei Djokovic.

Im direkten Vergleich steht die Statistik auf der Seite von Djokovic, er führt 5:3. Das letzte Spiel der beiden Spieler war eben wie schon erwähnt in Monte Carlo auf Sand und dieses Duell gewann Verdasco glatt in zwei Sätzen. Ansonsten spielten die Beiden weitere drei Spiele auf Sand. Letztjährige Begegnung in Mone Carlo gewann Djokovic, 2007 in Roland Garros hieß der Gewinner ebenfalls Djokovic und 2006 in Hamburg war der Spanier erfolgreich.    

Interessante Quoten: Sieg Verdasco zu einer 2,54 bei 10bet (hier ist Verdasco auf dem zu spielenden Untergrund einfach mehr zuhause als Djokovic, der zwar seine Spielform langsam wieder findet, aber sie reicht noch nicht um solche Spieler auf Sand zu schlagen.)

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