Was die Bundesligatabellenmitte angeht, denken wir dabei an die Teams die auf keinen Fall in die gefährliche Zone reinrutschen dürften, wiederum aber keine Kraft und Qualität besitzen, um am Kampf um die Champions League sowie die Europaliga teilzunehmen. Manche der Vereine aus dieser Gruppe können es aber am Ende doch in einen dieser Wettbewerbe schaffen. Hier haben wir einen Aufsteiger reingesteckt und zwar Hertha BSC, da wird denken, dass die Mannschaft sich nicht erlauben wird abzusteigen, dann 1899 Hoffenheim, der den Klassenerhalt in der letzten Saison erst in den Ausscheidungsspielen geschafft hat und jetzt besser spielen sollte. Dabei ist auch Eintracht Frankfurt, eine der angenehmen Überraschungen in der letzten Saison, sowie Hannover 96, Werder Bremen und Borussia M´gladbach, Mannschaften die bestimmte Qualität besitzen und in der oberen Tabellenhälfte sein sollten, aber doch der Mitte etwas näher als der Tabellenspitze.

Hertha BSC:

herthaSpielsystem und Trainer: was das Spielsystem von Hertha angeht, sollte die Mannschaft aufhören so zu spielen wie in den letzten paar Saisons, da sie ständig aus der Ersten in die Zweite Liga und umgekehrt gewandert ist. Vor drei Jahren ist sie abgestiegen, dann schnell wieder aufgestiegen, dann wieder in die Zweite Liga abgestiegen und in der letzten Saison hat Hertha als Zweitligist sehr gut gespielt. Demensprechend hat die Mannschaft mit zwei Auswärtsniederlagen den ersten Tabellenplatz geholt. Sie hat die meisten Tore erzielt und die wenigsten Gegentore kassiert, aber das ist in so einer schwachen Konkurrenz doch zu wenig. Der Trainer wird auch weiterhin Jos Luhukay sein und das Team aus Berlin wird versuchen offensiv zu agieren und am Saisonanfang, wenn das Programm etwas leichter ist, versuchen so viele Punkte wie möglich zu erzielen, um sich so von der gefährlichen Zone zu entfernen.

Transfers: so wie es üblich ist, verlassen einen Aufsteiger sehr wenige Spieler oder nur die Spieler, die nicht regelmäßig in der Startelf gewesen sind, wechseln den Verein. So war es auch bei Hertha. Morales, Djuricin, Bastians und Radjabali-Fardi haben Berlin verlassen und das sollte sich im Spiel von Hertha nicht merkbar machen. Andererseits sind die Verstärkungen viel wertvoller. Auf der Position des Innenverteidigers ist jetzt Langkamp aus Augsburg, links außen ist van den Bergh von Fortuna und im Mittelfeld sind Hosogai von Leverkusen und Baumjohann von K´lautern gekommen. Hertha hat definitiv gute Geschäfte gemacht.

Vorhersage: genau aufgrund der Tatsache, dass die Berliner einige Verstärkungen für die Abwehr und das Mittelfeld geholt haben, wobei der Angriff sowieso sehr gut gewesen ist, haben wir uns dazu entschieden, die Berliner in die Gruppe der Tabellenmitte einzuordnen. Wir erwarten nämlich nicht, dass sie um den Klassenerhalt kämpfen. Sie könnten uns sogar sehr positiv überraschen.

Quote für den direkten Abstieg: 6,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top6: 7,00 bei bwin

1899 Hoffenheim:

HoffenheimSpielsystem und Trainer: bei Hoffenheim sind wir uns nicht sicher gewesen, ob die Mannschaft vielleicht zu den Abstiegskandidaten gehören sollte. Man kann nämlich nicht die letzte Saison vergessen, in der dieses Team sehr schlecht gespielt hat und es vielleicht auch verdient hat abzusteigen. Aber die Hoffenheimer konnten mit viel Glück die Relegation erreichen und den Klassenerhalt schaffen. Sie haben die meisten Gegentore in der Liga kassiert, sind auswärts sehr schlecht gewesen und sind ihren Fans definitiv etwas schuldig. Trainer bleibt Markus Gisdol, der die Mannschaft im April übernommen hat und sie in der Saisonschlussphase retten konnte. Seine erste Aufgabe ist, die vielen kassierten Gegentore zu verhindern und auswärts etwas mutiger zu spielen. Dafür wurden auch viele Veränderungen im Spielerkader gemacht.

Transfers: Hoffenheim hat vielleicht die meistens Transfers getätigt. Viele Spieler haben den Verein verlassen und viele sind dazugekommen. Es wurde sogar eine totale Veränderung des Teams vorgenommen und deswegen ist es gut, dass das Spielprogramm am Anfang etwas leichter ist. Usami, de Camargo, Muson, Joselu, Chris, Gomes, Ochs und noch ein paar andere Spieler sind gegangen. Die meisten von ihnen sind aber nur ausgeliehen gewesen. Die bekannteste Verstärkung ist der französische Stürmer Modeste, der von Bordeaux gekommen ist. Man sollte noch den Norweger Elyounoussi und Akpogumu von Karlsruhe erwähnen. Braafheid ist nach der abgelaufenen Ausleihe bei Twente wieder zurückgekommen.

Vorhersage: es wird wieder nicht leicht sein und die Mannschaft könnte abstiegsgefährdet sein, aber es sollte doch nicht so schlecht wie in der letzten Saison laufen. Die Spieler haben ihre Lektionen gelernt und es wurden ein paar gute Spieler geholt, was sie näher der Tabellenmitte bringen könnte.

Quote für den direkten Abstieg: 10,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top6: 8,00 bei bwin

Eintracht Frankfurt:

Eintracht-FrankfurtSpielsystem und Trainer: die Frankfurter würden am liebsten nichts ändern in der Mannschaft und die letzten Saison wiederholen. Sie haben in der Aufsteigersaison den sechsten EL-Tabellenplatz geholt, also konnte es wirklich nicht besser werden. Sie haben die Saison besonders gut gestartet und auch das Saisonende war gut. Dass sie beständig gespielt haben, bestätigt die Tatsache, dass sie zur keinem Zeitpunkt schlechter als den sechsten Tabellenplatz platziert waren. Sie hatten eine negative Serie, in der sie fünf Runden keinen Treffer erzielt haben und das möchten sie jetzt vermeiden. Auf der Trainerbank ist immer noch Armin Weh und er wird die Startformation mit einem klassischen Stürmer sowie drei offensiven Mittelfeldspielern nicht ändern.

Transfers: auf den ersten Blick ist Eintracht stärker als in der letzten Saison, obwohl ein paar von den Stammspielern gegangen sind, wie Occean. Dann ist noch Stürmer Matmour gegangen, genau wie Innenverteidiger Amedick und Demidov, sowie der legendäre Torwart Nikolov. Der Angriff wurde durch Rosenthal von Freiburg und Mittelfeld durch Flum von Freiburg verstärkt. Noch eine Angriffsvariante ist Joselu von Hoffenheim und im Mittelfeld Schrock und Bakalorz. Was die Abwehr angeht ist die beste Verstärkung Russ von Wolfsburg.

Vorhersage: es gibt keinen Grund warum diese Saison viel schlechter als die Vergangene werden sollte. Eintracht wird zwar schwer wieder den sechsten Tabellenplatz holen, da die EL-Verpflichtungen die Mannschaft zusätzlich belasten werden, aber die Tabellenmitte ist zu erwarten. Die Frankfurter müssen am Saisonanfang aufpassen, weil sie eine Reihe von schweren Spielen haben.

Quote für den direkten Abstieg: 16,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top6: 4,00 bei bwin

Hannover 96:

Hannover-96Spielsystem und Trainer: Hannover ist das beste Beispiel für ein Team das in die „goldene Mitte“ gehört, in der die Mannschaft auch den größten Teil der letzten Saison verbracht hat. Am Ende landeten die 96er auf dem neunten Tabellenplatz.  Aber sie lassen langsam nach, da sie in den letzten zwei Saisons die EL-Teilnahme geschafft haben, diese Saison aber nicht. Vielleicht ist es auch besser so, da die EL-Spiele viel Kraft in Anspruch nehmen, weswegen es dann Probleme mit den Verletzungen gibt. Sie haben viel besser zuhause gespielt und die Spiele sind immer torreich gewesen, wobei sie aber sicher gerne weniger Gegentore kassieren würden, da sie die drittschlechteste Abwehr der Liga hatten. Mirko Slomka ist auch weiterhin auf der Trainerbank, also wird es keine Veränderungen im Spielsystem geben.

Transfers: die 96er haben keinen einzigen Offensivspieler gekauft und das bestätig nur, dass sie mit dem Angriff zufrieden sind, und zwar obwohl Abdellaoui weg ist. Auch der erfahrene Mittelfeldspieler Pinto ist nicht mehr dabei, genau wie Chaded und Eggimann. Der größte Verlust ist Mittelfeldspieler Rausch, der nach Stuttgart gegangen ist. Sie werden ihn mit Bittencourt von Dortmund sowie Priba von Fürth ersetzen. Die Abwehr solle jetzt stärker sein, weil sie an dieser Stelle Salif Sane von Nancy haben, obwohl man nicht vergessen darf, dass Djourou nach Arsenal zurückgegangen ist.

Vorhersage: wir haben ja schon gesagt, dass Hoffenheim eine durchschnittliche Mannschaft ist, die problemlos in der Tabellenmitte spielen kann und dazu noch immer wieder für positive Überraschungen sorgen kann, sowie um die EL-Teilnahme kämpfen kann. Die Tabellenmitte mit der Tendenz nach oben ist also die Prognose.

Quote für den direkten Abstieg: 26,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top6: 4,50 bei bwin

Werder Bremen:

Werder-BremenSpielsystem und Trainer: Thomas Schaaff sitzt nicht mehr auf der Trainerbank von Werder. Er wurde von Robin Dutt ersetzt und jetzt könnte das zu einem neuen Team führen, was in Anbetracht der letzten Saison vielleicht gar nicht so schlecht sein wird, da die Hanseaten in der letzten Saison völlig versagt haben und sie die unangenehmste Überraschung auf dem 14. Tabellenplatz gewesen sind. Sie konnten nur einmal zwei Siege in Folge holen und hatten die zweitschlechteste Abwehr der Liga. Fast wären sie sogar abgestiegen und deswegen ist es Zeit für Veränderungen, um zumindest wieder in die oberen Tabellenhälfte zu kommen.

Transfers: die Bremer haben den Trainer gewechselt, aber interessanterweise  hat der Spielerkader keine allzu viele Veränderungen erlitten, was man eigentlich nach einer schlechten Saison erwartet hat. Der größte Transfer war der Einkauf des halbdefensiven Mittelfeldspielers Makiadi von Freiburg, der in der schwachen Abwehr aushelfen sollte, in die wiederrum Innenverteidiger Caldirol von Inter gekommen ist. Stürmer Petersen von Bayern wurde auch gekauft. Sie sind dafür im Nachteil aufgrund des Weggangs des Innenverteidigers Sokratis und Mittelfeldspielers de Bruyne, der nach Chelsea zurückgekehrt ist.

Vorhersage: wenn man die Aufstellung berücksichtigt, dann ist es unwahrscheinlich, dass Werder in der kommenden Saison so schlecht sein wird, aber die Mannschaft hat seit Jahren viele Probleme mit den Verletzungen. In der neuen Saison wird Werder auf keinen Fall so schlecht und sollte zumindest in die Tabellenmitte schaffen.

Quote für den direkten Abstieg: 8,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top6: 5,00 bei bwin

Borussia M´gladbach:

Borussia-mgladSpielsystem und Trainer: nach der Saison in der die Mannschaft brilliert hat und Tabellenvierter gewesen ist, sind die M´gladbacher in der letzten Saison wieder zum Durchschnitt zurückgekehrt. Sie landeten nämlich auf dem achten Tabellenplatz, was ungefähr auch eine objektive Platzierung für diese Mannschaft ist. Sie sind ständig irgendwo in der Tabellenmitte gewesen mit einem soliden Auftritt in der Europaliga. Das größte Problem ist die Torineffizienz gewesen und zwar nur in der Bundesliga. In Europa haben sie viele Tore erzielt und auch viele Gegentore kassiert. Trainer Lucien Favre wird auch das vierte Jahr auf der Bank von Borussia sein, also sollte man ein ähnliches Spiel erwarten. Das wichtigste ist nämlich nicht zu verlieren. Deswegen hat die Manschaft in der letzten Saison oft unentschieden gespielt, aber interessanterweise gab es in den letzten neun Runden keine Remis.

Transfers: auch in M´gladbach gab es in diesem Sommer nicht so viele Transfers, aber der Einkauf von Spielern hat den Verkauf übertroffen. Somit ist das Team noch stärker geworden. Stürmer Hanke ist weg. Er hat in der letzten Saison aber kaum gespielt. Auch Cigercij und Ring sind nicht mehr dabei. Es wurden zwei wertvolle Verstärkungen geholt und zwar für die Offensive. Der Brasilianer Raffael von Dynamo Kiew und Max Kruse von Freiburg sollten definitiv für neue Offensivakzente sorgen.

Vorhersage: Borussia M´gladbach ist stärker als in der letzten Saison und wird dazu noch keine EL-Verpflichtungen haben. Somit kann die Mannschaft eine noch bessere Platzierung schaffen, obwohl es keine drastischen Verbesserungen geben wird. Die Konkurrenz ist nämlich auch stark und deswegen sehen wir Borussia nur in der Tabellenmitte, aber schon mit der Ausrichtung nach oben.

Quote für den direkten Abstieg: 36,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top6: 36,00 bei bwin