Was die Gruppe der potenziellen Absteiger angeht, haben wir fünf Vereine in dieser Gruppe. Wahrscheinlich befinden sich in dieser Gruppe nicht nur die beiden direkten Absteiger unter den fünf Vereinen, sondern der Relegationskandidat ebenfalls. Die einzelnen Spielerkader der fünf abstiegsgefährdeten Vereine sind nun mal am schwächsten und logischerweise ist das Budget dieser Vereine am kleinsten. Unter ihnen finden wir die beiden Aufsteiger Fortuna und Greuther, die sicherlich keine leichte Saison vor sich haben. Desweiteren ist der letztjährige Aufsteiger aus Augsburg dabei und dazu noch Mainz 05 und 1.FC Nürnberg.

 

Augsburg

Spielsystem und Trainer: der kleine Verein aus Augsburg hat es geschafft in der Königsklasse des deutschen Fußballs zu überleben und dies kann man in Augsburg als den großen Erfolg feiern. Trotz des geschafften Klassenerhalts wurde der Trainer gewechselt. Statt Luhukay kommt Markus Weinzierl, der von Regensburg geholt wurde. Er kommt von einem Aufsteiger, der jedoch von der dritten Liga in die zwei Liga aufgestiegen ist. Die Aufgabe bei Augsburg ist weitaus schwieriger als bei Regensburg und wir fragen uns die ganze Zeit, ob er der Aufgabe gewachsen ist. Sein neues Team hat in der letzten Saison relativ torineffizient gespielt, aber die Augsburger haben nicht allzu viele Gegentreffer kassiert, somit ein guter Tabellenplatz doch drin gewesen ist. Der Heimvorteil ist in der letzten Saison sehr wichtig gewesen, aber trotzdem wurden ganze 7 Heimremis gespielt. Insgesamt haben die Augsburger 14 Remis gespielt, womit sie die Rekordhalter der letztjährigen Saison sind. Weinzierl muss gerade dieses Manko ändern und er muss seinen neuen Schützlingen eine riskantere Spielweise beibringen, bei der man aggressiver auf drei Punkte spielt.

Transfers: die Augsburger haben gar nicht mal schlecht getradet, vor allem wenn man bedenkt, dass der Verein nicht allzu viel Geld zur Verfügung hat. Insgesamt gesehen kann man sagen, dass Augsburg ein wenig stärker als in der letzten Saison sein sollte, wobei am Saisonanfang ein schnelles Einspielen passieren sollte. Die meisten Weggänge hat das Mittelfeld erfahren, in dem Stammspieler Bellinghausen, Brinkmann und Ndjeng nicht mehr dabei sind. Außerdem ist Angreifer Nando Rafael gegangen. Hosagai und Gogia haben ebenfalls den Verein verlassen, da sie nur ausgeliehen waren. Dafür wurde der ausgeliehene Moravek endgültig von Schalke abgekauft. Auf Leihbasis sind zwei Angriffsspieler gekommen und zwar Sio vom VfL und Muson aus Hoffenheim. Die echten Neuzugänge sind eigentlich der erprobte tschechische Nationalspieler Petrzela, Ex-Bayern-Spieler Ottl und Innenverteidiger Klavan, der vom AZ Alkmaar geholt wurde.

Prognose: wir haben zwar die Augsburger in die Gruppe der Abstiegsgefährdeten einsortiert, aber mit diesem Spielerkader sollte man konkurrenzfähig sein. Das Team ist um ein Jahr bundesligaerfahrener, einige neue Spieler wurden geholt, sodass der Angriff besser sein sollte. Das Mittelfeld ist vielleicht ein wenig schwächer, aber wenn die Abwehr eine ähnlich gute Saison wie die Letzte spielt, dann sollte der Klassenerhalt klappen, aber mehr als das ist einfach nicht drin.

Quote für den direkten Abstieg: 2,50 bei bwin


Fortuna Düsseldorf

Spielsystem und Trainer: der Traditionsverein aus Düsseldorf ist endlich mal in der Gesellschaft der besten deutschen Vereine. Der Aufstieg wurde mit viel Mühe geschafft, da man über die Relegation gehen musste. Trainer Norbert Meier wurde nicht gewechselt, somit er sein fünftes Jahr bei der Fortuna arbeiten wird. Das bedeutet, dass das Spielsystem der Düsseldorfer gleich bleiben wird. Das heißt aber nicht, dass sie nicht viele Sachen verbessern müssen. Wenn sie so spielen wie in der letzten Hinrunde, dann bleiben sie locker in der ersten Liga, aber wenn sie so spielen, wie in der Rückrunde, dann steigen sie auf jedem Fall ab. Wenn sie immer zuhause spielen dürften, dann würden sie ebenfalls den Erstligastatus locker halten, aber die Gastauftritte sind definitiv ein sehr großes Manko der Fortuna. In der letzten Saison haben sie viele Remis gespielt, aber dafür war die Toreffizienz sehr gut. Man darf jedoch nicht vergessen, dass sich all die aufgezählten Eigenschaften auf die zweite Liga beziehen, somit sie fast irrelevant sind, da die erste Liga völlig anders ist.

Transfers: in Düsseldorf gab es viele Transfers in der Sommerpause. Sowohl die Weggänge als auch die Neuzugänge waren so zahlreich, dass wir nicht Alle aufzählen werden, sondern nur die Wichtigsten. Der Weggang des Torwarts Ratajczak ist sicherlich schmerzhaft, aber die beiden Spitzen Rösler und Broker sind auch weg und dazu noch der Ersatzangreifer Jovanovic ebenfalls, was auch nicht leicht ist. Abwehrchef Lukimy und der wichtige Mittelfeldspieler Beister sind auch nicht mehr da, was wiederrum neue Lücken eröffnet. Bei den Neuzugängen ist auf jeden Fall der ukrainische Angreifer Voronin der bekannteste neue Spieler der Düsseldorfer, der vom Dynamo Moskau ausgeliehen wurde. Für die Abwehr wurden Grieche Malezas und Bruno Soares vom MSV geholt, was an sich zwei gute Neuzugänge sind. Auf der Torwartposition hat man sich mit Giefer vom Bayer verstärkt. Fürs Mittelfeld wurde Bellinghausen von Augsburg geholt und ein weiterer Augsburger ist für den Angriff geholt worden und zwar Rafael Nando. Außer Nando kam noch Reisinger vom SC Freiburg. Alles in allem kann man die Weggänge mit den neuen Spielern kompensieren, aber erst sollten die Neuzugänge richtig integriert werden.

Prognose: die Fortuna ist zwar stärker als in der letzten Saison, aber nicht in dem Ausmaß, den man für die erste Liga bräuchte, da die Konkurrenz unglaublich stark ist. Die Neuankömmlinge werden der Fortuna zusätzliche Qualität verleihen, aber trotzdem ist die Fortuna die Mannschaft mit dem kleinsten Mannschaftswert der Bundesliga, was sicherlich kein gutes Zeichen ist. Der Verlust der torgefährlichen Angreifer ist nicht einfach zu kompensieren und andererseits reicht der Heimvorteil alleine nicht aus um den Erstligastatus zu bestätigen. Der harte Abstiegskampf kann eigentlich nicht vermieden werden, somit die Saison für die Fortuna alles andere als leicht wird.

Quote für den direkten Abstieg: 2,35 bei bwin


Greuther Fürth

Spielsystem und Trainer: die Fürther sind ein weiterer Aufsteiger, wobei man sagen muss, dass sie mit einer gewissen Leichtigkeit und Dominanz den Aufstieg geschafft haben. Der erste Tabellenplatz in der letzten Zweitligasaison wurde problemlos geholt. Sie haben während der Aufstiegssaison gerade mal vier Niederlagen kassiert, was sehr wenig ist. Die wenigsten Gegentore und eines der toreffizientesten Angriffe der Liga ist eine weitere Statistik, die erwähnt werden sollte. All das sagt uns aus, dass sie kaum was ändern sollten. Der Trainer wurde auch nicht geändert, somit Buskens weiterhin der Cheftrainer ist. Die Spielweise muss natürlich ein wenig auf die höhere Liga angepasst werden, aber alles sieht auf den ersten Blick relativ gut aus. All das bedeutet aber nichts, da die erste Liga völlig anders ist. Die Heimdominanz der letzten Saison kann man auf keinem Fall wiederholen, weil kaum vorstellbar ist, dass ein Verein wie Greuther eine Serie von 14 Heimspielen ohne Niederlage in der ersten Liga zustande bringen kann.

Transfers: bei den getätigten Transfers fangen die Probleme der Fürther an. Der fantastische Angreifer Occean wurde verkauft und gerade er trägt den Hauptverdienst für den Aufstieg. Der rechte Außenspieler Schrock und Mittelfeldspieler Schahin sind ebenfalls nicht mehr im Verein. Auf den ersten Blick sind die Weggänge nicht zahlreich, was auch stimmt, aber 17 Tore und 9 Torvorlagen von Occean sind fast nicht zu kompensieren. Der senegalesische Angreifer Djibiy Fall von Lokeren hat als der wichtigste Neuzugang die undankbare Aufgabe bekommen, Occean zu ersetzen. Er wird zwar mehr Unterstützung aus dem Mittelfeld bekommen, weil der dänische Nationalspieler Nordsjaelland und Ex-Mainzer Stieber geholt wurden, aber ob das reicht, bleibt abzuwarten. Wenn man dazu noch erwähnt, dass Petsos fürs defensive Mittelfeld und Sobiech für die Innenverteidigung geholt wurden, dann erscheint Fürth stärker als in der letzten Saison, aber die neuen Spieler müssen sich erst aufeinander einspielen.

Prognose: die theoretische Annahme, dass die Fürther stärker als in der letzten Saison sind, bedeutet nicht, dass sie eine ruhige Saison vor sich haben. Man darf nicht vergessen, dass dies die allererste Erstligasaison der Fürther ist. Viele sind der Meinung, dass der kleine Verein aus Fürth dieser völlig neuen Aufgabe nicht gewachsen ist. Viele Jahre haben sie ganz oben in der zweiten Liga gespielt, aber erst jetzt gelang der Aufstieg. Jetzt sind sie endlich mal da, wo sie schon lange kommen wollten, aber mehr als der harte Abstiegskampf ist nicht drin. Wir sehen die Fürther als den Hauptabstiegskandidaten, was aber nicht heißen soll, dass sie gar keine Chance haben.

Quote für den direkten Abstieg: 2,50 bei bwin


1.FC Nürnberg

Spielsystem und Trainer: die Nürnberger sollten zuerst an ihrer Beständigkeit arbeiten, da sie in der letzten Saison sehr wechselhaft gespielt haben. Kurz vor dem Ende der letzten Saison ging noch alles gut und sie beendeten die Saison in der Tabellenmitte, was an sich als sehr gut bezeichnet werden kann, wenn man bedenkt, dass sie im Laufe der Saison sehr oft unten gewesen sind. Sie haben erstaunlicherweise gleich gut auswärts und zuhause gespielt, was nicht schlecht ist, aber zuhause muss man noch zulegen. Trainer Dieter Hecking wurde behalten, was gut ist, da sie bei den Transfers eher verloren als gewonnen haben, somit ein Trainer, der das Team kennt, das Ganze ordnen sollte. Die Toreffizienz muss verbessert werden und aus gerade diesem Grund wurden vorwiegend Offensivspieler geholt.

Transfers: wie wir gerade erwähnt haben, es wurden fast nur Offensivspieler geholt, aber dafür sind einige Angreifer verkauft worden. Damit denken wir vor allem an Eigler und Bunjaku. Der offensive Mittelfeldspieler Didavi ist ebenfalls weg, da er zu seinem Stammverein zurückgekehrt ist. Didavis Weggang zu kompensieren wird gar nicht mal leicht. Gegangen sind noch Mittelfeldspieler Hegeler und Verteidiger Wollscheid und Maroh. Also insgesamt kann man sagen, dass die Weggänge zahlreich und dazu noch schwerwiegend gewesen sind. Eigler wird von Polter aus Wolfsburg ersetzt und Didavi vom Japaner Kiyotake. Fürs Mittelfeld kam Stuttgarter Gebhart und für die Abwehr Brasilianer Marcos Antonio. Alles in allem ist Nürnberg eher geschwächt worden.

Prognose: auf die Franken wartet wieder eine wechselhafte Saison, die von vielen Höhen und vor allem Tiefen begleitet wird. Der Abstiegskampf kann diesmal nicht umgegangen werden, aber man kann nicht sagen, dass Nürnberg eines der schwächsten Bundesligavereine ist, aber mehr als der Abstiegskampf ist nicht drin.

Quote für den direkten Abstieg: 8,00 bei bwin


Mainz 05

Spielsystem und Trainer: die letzten beiden Saisons hat Mainz sehr gut angefangen und gerade der sehr gute Saisonauftakt hat alles gerettet. Vor zwei Jahren kam Mainz sogar bis zu den internationalen Tabellenplätzen, aber in der letzten Saison war die Wiederholung dieser unglaublich guten Leistung nicht möglich. Zu einem Saisonzeitpunkt fielen sie sehr tief, aber im zweiten Teil der Saison kamen die Erholung und vor allem die Entfernung von der Abstiegszone. Trainer Tuchel ist sehr wichtig für den Verein, weil er das Team in und auswendig kennt. Ihm wird natürlich die Arbeit erleichtert, wenn er gute Neuzugänge bekommt, wie zuletzt den Angreifer Zidane, aber in dieser Sommerpause hat der Verein nicht gut getradet und deshalb ist er auch in der Gruppe der potenziellen Absteiger zu finden.

Transfers: jetzt ist aber Zidane nicht mehr da und das bedeutet einen großen Verlust. Um die Sache noch schlimmer zu machen ist Angreifer Allagui ebenfalls gegangen und Gavranovic ist nach Schalke zurückgegeben worden. Also drei Angreifer weniger und dazu noch die Weggänge von Fathi, Stieber und Gopko, also sechs wichtige Spieler sind nicht mehr dabei. Der Angriff wurde zwar mit dem Rückkehrer Sliskovic erfrischt, aber der wichtigste und gleichzeitig der teuerste Neuzugang ist Mittelfeldspieler Chinedu Ede von Union Berlin. Für die linke Außenseite wurde noch Junior Diaz von Brügge geholt, aber insgesamt reichen die Neuzugänge noch nicht aus um sagen zu können, dass Nürnberg nicht schwächer als in der letzten Saison ist.

Prognose: man kann zwar nicht sagen, dass die Franken keine qualitativ guten Spieler haben, aber der Fall nach unten sollte weitergehen und das bedeutet den Abstiegskampf. Der traditionell gute Saisonauftakt kann schwer wiederholt werden, weil die Ansetzungen am Saisonanfang sehr schwer sind. Wenn der Fall zu stark ausfällt, wird man sicherlich in der Winterpause ein paar zusätzliche Kräfte holen, aber Mainz ist prädestiniert eine abstiegsgefährdete Saison zu spielen.

Quote für den direkten Abstieg: 8,00 bei bwin

 

[pageview url=”http://www.fussball-statistiken.com/page.php?sport=soccer&language_id=de&page=competition&view=summary&id=9″ title=”Bundesliga 2012/13″]