Auch in dieser Gruppe haben wir fünf Vereine einsortiert und zwar die Vereine, die wahrscheinlich dem Abstiegskampf aus dem Weg gehen werden, die aber nicht genügend Qualität besitzen um in den Kampf um die internationalen Tabellenplätze einzugreifen. Natürlich ist die Tabellenmitte ein sehr weit gedehnter Begriff, somit es durchaus passieren kann, dass eines der fünf Teams nach unten Richtung Gefahrenzone abrutscht, aber auch nach oben Richtung internationaler Tabellenplätze vorprescht. Objektiv gesehen ist aber so ein Szenario unwahrscheinlich. In der Gruppe der Durchschnittsvereine haben wir erst mal zwei Vereine, die in der letzten Saison eben in dieser grauen Tabellenmitte gespielt haben und zwar 1899 Hoffenheim und SC Freiburg, dann ein Team, das in der letzten Saison stark enttäuscht hat und zwar Hamburger SV, dann ein Team, das letzte Saison positiv überrascht hat, Hannover 96 und zuletzt den Aufsteiger Eintracht Frankfurt.

 

Eintracht Frankfurt

Spielsystem und Trainer: normalerweise erwarten wir von den Aufsteigern, dass sie nur um den Klassenerhalt kämpfen, aber bei der Eintracht aus Frankfurt haben wir uns für die Tabellenmitte entschieden und zwar aus verschiedenen Gründen. Der Verein ist damals sehr unglücklich abgestiegen und dieser Sofortaufstieg ist nur die Bestätigung, dass die Frankfurter genügend Qualität für die erste Liga besitzen. In der letzten Zweitligasaison waren sie die meiste Zeit relativ dominant, sie haben die meisten Tore erzielt und zwar unabhängig davon, ob sie zuhause oder auswärts gespielt haben. Man muss also zugeben, dass Trainer Armin Veh eine gute Arbeit geleistet hat und deshalb wundert uns nicht, dass er seinen Job in Frankfurt weiterhin ausüben darf. Wir erwarten, dass seine Schützlinge mit der gleichen Aggressivität und Offensivbereitschaft ihre Spiele gestalten, da sie keinen Grund zum Verstecken haben.

Transfers: in Frankfurt war das Sommerbasar viel im Betrieb, somit das Team in der kommenden Saison ziemlich anders aussehen wird. Der Weggang des Angreifers Idrissou ist sicherlich der größte Verlust, aber für einen sehr guten Angreifer, der verkauft wurde, wurden gleich drei ähnlich gute Angreifer geholt und zwar Occean von Fürth, Hoffer von Neapel und Kouemaha von Brügge, wobei Hoffer und Kouemaha eigentlich Rückkehrer sind, da sie ausgeliehen gewesen sind. Im Mittelfeld wurden Lehmann, Korkmaz und Tzavellas abgegeben und dafür wurden Inu vom VfL, Aigner von den 60ern und Lanig von Köln gekauft. Aus der Abwehr hat sich Schildenfeld verabschiedet, aber dafür kamen Anderson aus M´gladbach, Demidov von Real Sociedad, Celozzi von VfB und Zambrano von St. Pauli. Wenn man dazu noch Torwart Trapp aus Kaiserslautern und den linken Außenspieler Oczipka von Bayer hinzuzählt, dann ist klar, dass die Frankfurter spürbar besser als in der letzten Saison aufgestellt sind.

Prognose: die erwähnten Transfers haben uns dazu bewegt, die Frankfurter nicht in die Absteigergruppe einzustufen, aber direkt am Saisonanfang sollten man auch keine Wunder erwarten. Sie selber wären mit der Tabellenmitte sehr zufrieden und anhand der Transfers sollte das relativ leicht zu erreichen sein. Auf der anderen Seite ist ein Tabellenplatz in der Tabellenmitte sicherlich sehr gut, da sogar ein einziges Jahr in der Zweitklassigkeit viele Spuren hinterlassen kann.

Quote für den direkten Abstieg: 5,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top4: 51,00 bei bwin

 

1899 Hoffenheim

Spielsystem und Trainer: wenn man sich die vergangene Saison der Hoffenheimer anschaut, dann muss man einfach sagen, dass sie einfach sehr durchschnittlich gewesen sind. Die Heimspiele müssen auf jeden Fall verbessert werden, da sie im eigenen Stadion sogar neun Mal unentschieden gespielt haben. Auswärts haben sie sogar zwei Siege mehr auf dem Konto und auswärts haben sie insgesamt sehr selten unentschieden gespielt. Trainer Stanislawski wurde im Laufe der letzten Saison entlassen und für ihn wurde Markus Babbel geholt, der seine Arbeit jetzt fortsetzen darf. Babbel wird aber viel mehr unter Druck stehen, da der Verein viele Transfers getätigt hat und unbedingt den nächsten Schritt machen möchte.

Transfers: nach Meinung vieler Experten ist Hoffenheim das Team, das sich in der Sommerpause am meisten verändert hat. Der offensive Mittelfeldspieler Sigurdsson wurde für viel Geld an Tottenham verkauft und mit diesem Geld war man auf der großen Einkaufstour. Außer Sigurdsson wurden noch Angreifer Mlapa und Musoni, Torwart Stark und der linke Außenspieler Raitala verkauft. All die Weggänge haben sie nicht nur kompensiert, sondern richtig gute Neuzugänge geholt, die das Team stärker machen sollten. Für den Angriff wurden Schweizer Derdiyok, Spanier Joselu und Völland von Bayern geholt. Sigurdsson sollte vom Japaner Usami ersetzt werden, der ebenfalls von Bayern kommt und für die Abwehr wurden Chris vom VfL und Delpierre vom VfB geholt. Der sehr starke Torwart Starke wird vom noch besseren Tim Wiese ersetzt. Alles in allem gab es viel Umsatz bei Hoffenheim.

Prognose: viel Geld bedeutet nicht unbedingt viel Qualität, somit wir die Hoffenheimer trotzdem irgendwo in der Tabellenmitte angesiedelt haben, aber definitiv in der oberen Tabellenhälfte. Sie könnten uns positiv überraschen, aber ein internationaler Tabellenplatz ist immer noch sehr schwer zu erreichen, weil der Verein immer noch nicht unter den großen Vereinen anzusiedeln wäre.

Quote für den direkten Abstieg: 18,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top4: 7,00 bei youwin

 

SC Freiburg

Spielsystem und Trainer: in der letzten Hinrunde waren sowohl das Spielsystem als auch der Trainer nicht gut, dann wurde aber Trainer gewechselt und seit der Einstellung von Christian Streich hat sich alles zum Positiven gewendet. Vor dem Anfang der letzten Rückrunde blieb Freiburg ohne den besten Spieler Demba Cisse und der Verein war zu diesem Saisonzeitpunkt das Schlusslicht der Liga, aber die Rückrunde hat Streich so gut gemeistert, sodass am Ende nicht mal ein Gedanke an den Klassenerhalt verschwendet werden musste. Damit ist klar, dass Streich weiterhin beim SC arbeiten wird und dass er kaum was ändern wird. Nur die Abwehr sollte er ein wenig stabiler machen.

Transfers: in Freiburg gab es nicht viele Sommerwechsel, was an sich gut ist, weil Trainer Streich mit fast demselben Team arbeiten kann. Er muss zwar ohne Angreifer Reisinger, Innenverteidiger Barth und den rechten Außenspieler Hinkel auskommen, aber diese drei Weggänge sind nicht allzu schlimm, da sie direkt mit ein paar Neuzugängen kompensiert wurden. Die Neuen sind der offensive Mittelfeldspieler Kruse von St. Pauli, der rechte Außenspieler Hedenstad und zwei Flügelspieler, Calvente vom Betis und Terrazzino vom KSC.

Prognose: die Art und Weise, wie die letzte Rückrunde gespielt wurde, gibt den Freiburgern viel neues Selbstvertrauen und auf der anderen Seite hat sich das Team kaum verändert, was positiv ist. Die kommende Saison kann man viel entspannter angehen, weil man nicht so sehr unter Druck steht, wie am Anfang der letzten Rückrunde. Aus diesen Gründen denken wir, dass der SC dem Abstiegskampf aus dem Wege gehen wird und irgendwo in der Tabellenmitte angesiedelt wird. Mehr als das ist aber nicht drin.

Quote für den direkten Abstieg: 5,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top4: 101,00 bei bwin

 

Hannover 96

Spielsystem und Trainer: da wir die 96er in diese Gruppe einsortiert haben, bedeutet es, dass wir bei ihnen einen leichten Fall nach unten erleben werden. Eigentlich gibt es nicht viele Gründe für diese Vermutung, aber die anderen Vereine, die oben mitspielen, sind einfach stärker geworden und auf der anderen Seite haben die 96er keinen Überraschungseffekt auf ihrer Seite. Man muss aber schon zugeben, dass die Heimdominanz der Niedersachsen hervorragend gewesen ist, da sie kein einziges Heimspiel verloren haben. Auf der anderen Seite waren die Auswärtsauftritte mehr als schlecht. Die Saison wurde auf dem siebten Platz beendet und die guten internationalen Auftritte darf man auch nicht vergessen. Trainer Mirko Slomka darf natürlich seine Arbeit fortsetzen, somit wir nicht allzu viel Änderung im Spielsystem der 96er erwarten.

Transfers: in dieser Rubrik kann Alles mit jeweils vier Transfers in beide Richtungen beschrieben werden. Die Qualität der Weggänge und der Neuzugänge ist sogar sehr ähnlich. Für den Innenverteidiger Pogatetz kam Brasilianer Felipe vom belgischen Standard, für den Offensivspieler Stoppelkampp kam Ungare Huszti vom russischen Zenit, für den rechten Mittelfeldspieler Carlitos kam Japaner Kasai und zuletzt für Lala kam Schweizer Nikci. Also insgesamt wurde an Qualität zwar nicht gewonnen, aber auch nicht eingebüßt.

Prognose: bei den 96ern darf man die kommende Doppelbelastung aus der Europaliga nicht vergessen, aber in der letzten Saison haben die zusätzlichen Pflichtspiele keine Spuren hinterlassen. Die Dominanz im eigenen Stadion, die in der letzten Saison unglaublich gewesen ist, kann man definitiv nicht wiederholen, somit das Team sicherlich weniger Heimpunkte holen wird, was zu einer gewissen Verunsicherung führen könnte. Die Gastauftritte müssen schnellstens verbessert werden, da sie ein enormes Problem gewesen sind. Vielleicht kann man wieder auf dem siebten Tabellenplatz landen, aber wir erwarten Hannover eher irgendwo ein, zwei Tabellenplätze darunter.

Quote für den direkten Abstieg: 26,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top4: 5,50 bei youwin

 

Hamburger SV

Spielsystem und Trainer: hinter dem HSV liegt eine weitere sehr enttäuschende Saison, die am Ende gut geendet ist, da sogar der Klassenerhalt in Frage kam. Die Trainer wurden sehr oft gewechselt, aber am Ende hat sich Thorsten Fink durchgesetzt, da er geschafft hat, dem Team ein wenig Beständigkeit einzuflößen. Die letzte Saison wurde sehr schlecht angefangen, dann kam später noch eine sehr schlechte Serie hinzu, somit die letzte Saison sehr schnell vergessen werden sollte. Vor den eigenen Fans wurde sehr schlecht gespielt, aber dafür waren die Hanseaten auswärts gar nicht mal schlecht. Es gab auch viel Disziplinlosigkeit im Team, was man jetzt mit Verkäufen einiger verbrauchter Spieler lösen will.

Transfers: in der letzten Saison verließ man sich in der Offensive auf das Angreifer-Duo Guerrero-Petric, aber jetzt haben beide Spieler die Möglichkeit bekommen den Verein zu verlassen und genau das haben beide Spieler getan. Außer den beiden Offensivspielern sind noch der Mittelfeldspieler Jarolim, Tore, Tavares, Castelen und Bertram gegangen. Die größte Verstärkung ist sicherlich Torwart Adler aus Leverkusen, während das stark gebeutelte Mittelfeld mit Milan Badelj von Dinamo Zagreb und dem Rückkehrer Beister aufgewertet wird. Die Weggänge zweier erfahrener Angreifer wird man mit dem Letten Rudnev aus Lech kompensieren. Und zuletzt wurde die Abwehr mit dem erfahrenen Österreicher Scharner vom WBA verstärkt.

Prognose: es ist schwer zu behaupten, dass sich beim HSV irgendwas stark verbessert hat, aber jetzt ist das Team jünger und es hat kaum echte große Stars, was für die Stimmung in der Spielerkabine gar nicht mal schlecht ist. Wenn eine Verbesserung kommen sollte, dann wird sie sicherlich nicht allzu stark ausfallen. Wir erwarten die Hanseaten irgendwo in der Tabellenmitte, aber keinesfalls auf den internationalen Tabellenplätzen.

Quote für den direkten Abstieg: 10,00 bei bwin

Quote für einen Platz unter den Top4: 9,00 bei bwin

 

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