Parallelwelten ohne Ergebnisse

ImageSo könnte die letzte Woche bezeichnet werden, denn einmal mehr war es gerade nicht Bürger, der im Mittelpunkt stand, sondern die Lobbyarbeit der Monopolgegner und Monopolbefürworter. Während das neuste europäische Urteil von den Monopolisten als voller Sieg gefeiert und dargestellt wird, bezeichnen die Monopolgegner dieses als einen weiteren Schritt in Richtung einer Marktliberalisierung.

Die wichtige Frage was das Ergebnis des Urteils ist, wird natürlich von keiner Seite gänzlich wiedergegeben, denn auf europäischer Ebene wurde durchaus die Legitimität von Monopolen erklärt, jedoch mit einer konsequenten Ausrichtung gegen die Spielsucht und eben dies sei insbesondere in Deutschland nicht der Fall, was man am zweiten blauen Brief der europäischen Kommission deutlich erkennen kann. Insbesondere wird auch von den europäischen Gerichten eine gewisse Verhältnismäßigkeit im Kampf gegen die privaten Anbieter verlangt und auch diese ist mit dem Entwurf des neuen Glücksspielstaatsvertrages nicht gegeben, da beispielsweise eine Sperrung von Internetseiten als unverhältnismäßig angesehen wird.

Zusammenfassend muss in aller Deutlichkeit gesagt werden, dass die neuen Urteile und auch die Meinung der europäischen Kommission in Richtung einer Liberalisierung zeigen, jedoch diese nicht eindeutig gefordert wird. Betrachtet man jedoch die Bedingungen für ein Monopol, kann leicht festgestellt werden, dass ein Monopol bereits in seiner Umsetzung scheitern würde, da ohne eine Sperrung von Internetseiten oder die Kontrolle des Bankentransfers keine Möglichkeit besteht die privaten Anbieter vom Markt auszusperren bzw. dies nur im Filialbereich möglich ist.

Am Ende können beide Seiten kritisiert werden, denn anstatt Diskussionsbereitschaft für neue Wege zu zeigen sind sowohl die Monopolgegner als auch die Befürworter ausschließlich mit Medienarbeit beschäftigt und machen sich damit selbst zu fast nutzlosen Lobbyisten, die am Ende des Tages zwar die Medien beeinflusst haben, jedoch für den Spieler (um den es angeblich geht) kein Ergebnis vorweisen können. Wir sind uns sicher, dass es durchaus einen Mittelweg gibt, der alle zufrieden stellen würde, wir diesen jedoch niemals erreichen werden, da beide Seiten diesen Kampf bis zum bitteren Ende führen werden. An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass dies kein Kampf gut gegen böse ist wie es von beiden Seiten dargestellt wird, sondern viel mehr kämpfen hier zwei geldgierige Parteien um Macht und Einnahmen und diesen Kampf tragen sie auf dem Rücken der normalen Spieler aus. Am Ende muss für jeden persönlich eine rein objektive Meinung stehen, die auf Vernunft und einem gesunden Egoismus beruht und eben an dieser Stelle erscheint uns aus Spielersicht eine Liberalisierung als die einzig vernünftige Lösung, die neue Arbeitsplätze schafft, dem Spieler selbst bessere Bedingungen durch höhere Quoten und eine größere Auswahl bringt. Nur dies sollte der Grund für eine Befürwortung eines liberalen Marktes sein, denn auch Bwin und andere große Unternehmen kämpfen hier nicht für den Spieler, sondern nur für sich selbst. Der Rest ist nur eine Parallelwelt ohne Ergebnisse.