Ja, auch wir vom Sportwetten-Magazin.com klopfen uns gelegentlich mal auf die Schulter, wenn wir im Recht sind und unsere Aussagen bereits seit Monaten wiederholen, die dann später von Wissenschaftlern bestätigt werden. In diesem Fall war es Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Friedrich Schneider von der Universität Linz in Österreich, der in einer Studie eindeutig sagt, dass ein Monopol vor allem die illegalen Angebote fördert und so normale Spieler in eine absolute Rechtsunsicherheit gedrängt werden. Eine weitere Schlussfolgerung ist, dass sich Spieler trotz eines Monopols nicht einfach mit Gewalt in ein staatliches Oddset-Angebot drängeln lassen werden. Auch dies haben wir bereits vor Monaten behauptet, da die Politik ganz offensichtlich ihre eigenen Bürger für unmündig erklären will und mit einem „wir wissen was für Sie das Beste ist“ in ein absolut miserables und unzeitgemäßes Angebot drängen will und dabei nicht einsehen möchte, dass die Bürger keinesfalls unmündig sind, sondern selbst schon lange begriffen haben, dass es nicht um ihr Wohl, sondern viel mehr um die Einnahmensicherungen des Staates geht.

Diese Studie wäre nicht einmal von Nöten, wenn wir Politiker hätten, die die Realität und den Alltag der Bürger kennen würden. Wir können uns noch sehr gut an die Schicksale einiger Menschen in unserer Umgebung erinnern, die sich schon früher nicht auf das staatliche Angebot einlassen wollten, sondern in Hinterzimmern von Cafes bei recht seltsam dreinblickenden „Buchmachern“ ihre Wetten abschlossen. Bis heute kennen wir kaum Fälle in denen solche „Geschäftsbeziehungen“ gut ausgingen. Doch interessant ist hierbei, dass wir in der zeit der geöffneten privaten Wettbüros von solchen Fällen kaum etwas hörten, denn der Bedarf an illegalen und unsicheren Angeboten verschwand mit dem guten Angebot privater Anbieter. Behalten wir nun dieses wirtschaftlich und gesellschaftlich absolut unnütze Monopol werden wir in die Zeit zurückversetzt, in der Halbkriminelle mit Wucherzinsen und unseriösen Angeboten an ein kleines Vermögen kommen, während ein normaler Spieler völlig schutzlos durch die Gegend irrend nach einem Angebot sucht, bei dem er sich nicht von einem veralteten Angebot des Staates betrogen fühlt.

Die Frage bleibt eine einfache, doch die Politik war bis jetzt nicht gewillt uns eine Antwort zu geben: Ist der Staat dazu da um die eigenen Einnahmen zu maximieren oder gilt noch das alte Ideal „dem Wohle des Volkes dienen“? Dabei ist die Antwort für uns eine einfache, denn der Staat darf nicht Kassierer im privaten Vergnügen der Bürger sein, doch er ist die einzige Instanz, die in der Lage ist dieses „Vergnügen“ so zu beschützen und zu kontrollieren, dass der Bürger ohne Angst oder Sorgen an solch einem Angebot teilnehmen kann. Dies funktioniert in Las Vegas ohne Probleme und auch in vielen anderen Staaten. Wir haben inzwischen die meisten Monopole gekippt und in allen Fällen wurde das Angebot für den Verbraucher besser, kostengünstiger und vor allem vielfältiger. Dies wäre im Bereich der Sportwette nicht anders, wenn der Staat endlich nur seine Kontrollfunktion übernehmen würde.