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Gruppe B: GER, CRO, POL, AUT PDF Drucken E-Mail

Diese Gruppe hat auf den ersten Blick einen klaren Favoriten, aber wenn man sich die letzten zwei Spiele des vermeintlichen Favoriten Deutschland angeschaut hat, dann ist dies eher unverständlich. Die deutsche Nationalelf sollte zwar problemlos in das Viertelfinale einziehen, aber ob sie unbedingt der Gruppensieger werden, bleibt abzuwarten.

 

ImageSpielplan der Gruppe B 

So   8.06.08 18:00  Österreich - Kroatien

So   8.06.08 20:45  Deutschland - Polen

Do 12.06.08 18:00  Kroatien - Deutschland

Do 12.06.08 20:45  Österreich - Polen

Mo 16.06.08 20:45  Österreich - Deutschland

                  20:45  Polen - Kroatien

 

 

Deutschland:

Gemeldete Spieler:

Torwart

Adler, René (23) 15.01.1985, Enke, Robert (12) 24.08.1977, Lehmann, Jens (1) 10.11.1969

Abwehr

Friedrich, Arne (3) 29.05.1979, Fritz, Clemens (4) 07.12.1980, Jansen, Marcell (2) 04.11.1985, Lahm, Philipp (16) 11.11.1983, Mertesacker, Per (17) 29.09.1984, Metzelder, Christoph (21) 05.11.1980, Westermann, Heiko (5) 14.08.1983

Mittelfeld

Ballack, Michael (13) 26.09.1976, Borowski, Tim (18) 02.05.1980, Frings, Torsten (8) 22.11.1976, Hitzlsperger, Thomas (15) 05.04.1982, Odonkor, David (19) 21.02.1984

Rolfes, Simon (6) 21.01.1982, Schweinsteiger, Bastian (7) 01.08.1984, Trochowski, Piotr (14) 22.03.1984

Sturm

Gomez, Mario (9) 10.07.1985, Klose, Miroslav (11) 09.06.1978, Kuranyi, Kevin (22) 02.03.1982, Neuville, Oliver (10) 01.05.1973, Podolski, Lukas (20) 04.06.1985

Trainer

Löw, Joachim 03.02.1960

 

Die deutsche Nationalelf hat eine eher dankbare Gruppe erwischt. Sowohl gegen die Polen als auch gegen die Österreicher sieht die Bilanz sehr gut aus, nur die Kroaten könnten den deutschen Gruppensieg verhindern, das direkte Duell ist am zweiten Gruppenspieltag. Das Spiel der Deutschen hängt hauptsächlich von zwei Komponenten, einerseits von der Form des Kapitäns Ballack und andererseits von der Anfälligkeit der Viererkette, die noch gar nicht gut funktionierte, zumindest wenn es echte Gegner gab, ein gegentorloses Spiel gegen die schwachen Schweizer(4:0) oder Österreicher(3:0) ist noch gar keine Aussage über die Güte der Abwehr. Die deutsche Nationalelf spielt mit einem 4-4-2, wobei alle Mittelfeldspieler auf allen Positionen im Mittelfeld spielen können, d.h. es gibt zwar eine Einteilung, aber auch die zwei defensiven Frings und Ballack rücken immer wieder nach vorne.

Der Weg zur EURO2008: war sehr leicht, es ging nur darum, ob Tschechien oder Deutschland den Gruppensieg holt. Die Bilanz: 8-3-1 mit 35:7 Tordifferenz.

FAZIT: die Deutschen schaffen die Gruppenphase ziemlich problemlos, anschließend sollte auch das Halbfinale klappen. Ab da wird es um Einiges schwieriger, aber der Einzug ins Finale sollte gelingen.

 

 

Kroatien:

Gemeldete Spieler:

Torwart

Galinovic, Mario (12) 15.11.1976, Pletikosa, Stipe (1) 08.01.1979, Runje, Vedran (23) 10.02.1976

Abwehr

Corluka, Vedran (5) 05.02.1986, Knezevic, Dario (15) 20.04.1982, Kovac, Robert (4) 06.04.1974, Simic, Dario (2) 12.11.1975, Simunic, Josip (3) 18.02.1978, Vejic, Hrvoje (6) 08.06.1977

Mittelfeld

Kovac, Niko (10) 15.10.1971, Kranjcar, Niko (19) 13.08.1984, Leko, Jerko (16) 09.04.1980, Modric, Luka (14) 09.09.1985, Pokrivac, Nikola (13) 26.11.1985, Pranjic, Danijel (22) 02.12.1981, Rakitic, Ivan (7) 10.03.1988, Srna, Dario (11) 01.05.1982, Vukojevic, Ognjen (8) 20.12.1983

Sturm

Budan, Igor (20) 22.04.1980, Kalinic, Nikola (9) 05.01.1988, Klasnic, Ivan (17) 29.01.1980, Olic, Ivica (18) 14.09.1979, Petric, Mladen (21) 01.01.1981

Trainer

Bilic, Slaven 11.09.1968

 

Die Kroaten haben, so wie die Deutschen, eine dankbare Gruppe zugelost bekommen. Sie werden mit den Deutschen um den Gruppensieg spielen, ein Weiterkommen sollte eigentlich relativ gut klappen. Das einzige Problem was sie haben, ist der Ausfall des Topstürmers Eduardo, der sich im Februar verletzte. Trotz dieses Ausfalls gibt es einen anderen Spieler, der vielleicht diesen Ausfall mit seiner Genialität wegmachen kann. Der neue Hoffnungsträger heißt Modric und spielt im kreativen Mittelfeld. Manch ein Experte sagt ihm den europaweiten Durchbruch bei genau dieser EM. Sie spielen ziemlich offensiv mit einem klassischen 4-4-2 mit Raute.

Der Weg zur EURO2008: war ziemlich leicht, sie wurden sogar der Gruppensieger vor den Engländern und den Russen. Die Bilanz der Qualifikation: 9-2-1 mit 28:8 Tordifferenz.

FAZIT: die Kroaten sollte problemlos den Einzug in das Viertelfinale schaffen, ab da hängt es vom Gegner ab, wie weit sie kommen. Wenn sie im Viertelfinale auf Portugal treffen sollten, dann wären sie raus, aber alle anderen Gegner der Gruppe A wären eher machbare Gegner.

 

 

Polen:

Gemeldete Spieler:

Torwart

Boruc, Artur (1) 20.02.1980, Fabianski, Lukasz (22) 18.04.1985, Kuszczak, Tomasz (12) 20.03.1982

Abwehr

Bak, Jacek (6) 24.03.1973, Golanski, Pawel (4) 12.10.1982, Jop, Mariusz (2) 03.08.1978, Kokoszka, Adam (23) 06.10.1986, Wasilewski, Marcin (13) 09.06.1980, Wawrzyniak, Jakub (3) 07.07.1983, Zewlakow, Michal (14) 22.04.1976

Mittelfeld

Blaszczykowski, Jakub (16) 14.12.1985, Dudka, Dariusz (5) 09.12.1983, Gargula, Lukasz (10) 25.02.1981, Krzynowek, Jacek (8) 15.05.1976, Lewandowski, Mariusz (18) 18.05.1979, Murawski, Rafal (19) 09.10.1981, Pazdan, Michal (15) 21.09.1987, Roger Guerreiro (20) 25.05.1982

Sturm

Lobodzinski, Wojciech (17) 20.10.1982, Saganowski, Marek (11) 31.10.1978, Smolarek, Euzebiusz (7) 09.01.1981, Zahorski, Tomasz (21) 22.11.1984, Zurawski, Maciej (9) 12.09.1976

Trainer

Beenhakker, Leo 02.08.1942

 

Die Polen haben auf den ersten Blick eine relativ gute Gruppe bekommen. Sowohl gegen die Österreicher als auch gegen die Kroaten haben sie eigentlich gute Karten, nur gegen Deutschland haben sie gar keine Chance, zumindest bis jetzt in der Vergangenheit. Der absolute Topstar der Mannschaft ist der Torwart Boruc, der bei Celtic spielt. Außerdem sind die Mittelfeldspieler Krzynowek und Blaszczykowski sehr wichtig. Das größte Problem der Polen ist der fehlende Mittelfeldstratege, also ein wahrer Spielmacher. Die Polen müssen aufgrund fehlender Superkönner auf die Geschlossenheit in der Abwehr setzen und auf ein paar effektvolle Konter hoffen. Sie spielen allgemein sehr defensiv und zwar mit einem 4-4-2, wobei das Mittelfeld als die zweite Abwehrreihe agiert.

Der Weg zur EURO2008: war am Anfang sehr schwierig, dann platzte nach zwei Spielen aber der Knoten und danach wurden sechs Spiele in Folge gewonnen, darunter sogar Portugal geschlagen. Die Bilanz der Qualifikation: 8-2-2 mit 24:12 Tordifferenz.

FAZIT: die Polen können zwar in die nächste Runde einziehen, aber die Chancen stehen eher schlecht. Sollte ihnen jedoch der Viertelfinaleinzug gelingen, dürfte da der Schluss sein, egal wer als Gegner kommt.  

 

 

Österreich:

Gemeldete Spieler:

Torwart

Macho, Jürgen (21) 24.08.1977, Manninger, Alexander (1) 04.06.1977, Özcan, Ramazan (23) 28.06.1984

Abwehr

Garics, György (14) 08.03.1984, Gercaliu, Ronald (12) 12.02.1986, Hiden, Martin (17) 11.03.1973, Katzer, Markus (13) 11.12.1979, Patocka, Jürgen (16) 30.07.1977, Pogatetz, Emanuel (4) 16.01.1983, Prödl, Sebastian (15) 21.06.1987, Stranzl, Martin (3) 16.06.1980

Mittelfeld

Aufhauser, René (6) 21.06.1976, Fuchs, Christian (5) 07.04.1986, Ivanschitz, Andreas (10) 15.10.1983, Korkmaz, Ümit (11) 17.09.1985, Leitgeb, Christoph (8) 14.04.1985, Säumel, Jürgen (19) 08.09.1984, Standfest, Joachim (2) 30.05.1980, Vastic, Ivica (7) 29.09.1969

Sturm

Harnik, Martin (20) 10.06.1987, Hoffer, Erwin (22) 14.04.1987, Kienast, Roman (18) 29.03.1984, Linz, Roland (9) 09.08.1981

Trainer

Hickersberger, Josef 27.04.1948

 

Die Österreicher haben eine relativ schwere Gruppe erwischt, aber aufgrund der absoluten Außenseiterrolle wäre ja jede Gruppe schwer geworden. Was soll man großartig erzählen, außer dass sie nur durch ein Wunder die Gruppenphase überstehen können. Der einzig erwähnenswerte Spieler wäre der Stürmer Roland Linz, der bei Braga in Portugal spielt. Das Problem ist aber die taktische Ausrichtung, die eigentlich einen Konterstürmer und nicht einen Strafraumstürmer gebrauchen könnte, also ein wagemutiges Experiment, das wir uns unbedingt anschauen werden. Ihr Spielsystem sieht ein 4-2-3-1 vor, wobei diese zwei Sechser direkt vor der Abwehr abräumen und gar nicht nach vorne rücken sollen.

Der Wer zur EURO2008: war leicht, weil die Schweizer der Gastgeber sind, also automatisch qualifiziert. Dies ist eher vom Nachteil, weil man zwei Jahre lang nur Testspiele spielen kann. Das ist auch die erste EM-Teilnahme Österreichs.

FAZIT: die Gastgeber aus Österreich werden leider nicht in die nächste Runde einziehen können, weil sie einfach zu schwach sind.

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