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Keine Sorge liebe Leser, wir werden jetzt keine Seiten lange Abhandlung über den Sinn und Unsinn des Irakkrieges hier präsentieren, wir bleiben lieber bei den bewährten Themen. In diesem Fall geht es um zwei verschiedene Themen, die eine starke Präsenz in den Medien hatten. Zum einem geht es um den „Unlawful Internet Gambling Enforcement Act“, der das Anbieten von Onlineglücksspiel in den USA für ausländische Unternehmen unmöglich machen soll und zum anderen um das Unternehmen Airbus. Sie fragen sich nun sicherlich was diese Themen miteinander zu tun haben und die Frage ist berechtigt, denn auf den ersten Blick sind keine Zusammenhänge zu erkennen.
Doch bei näherem Hinsehen offenbart sich hier die ganze Doppelmoral der Staaten wenn es um ihre Einnahmen durch das Glücksspiel geht. Insbesondere die USA, die als erste CEOs von Glücksspielanbietern verhaftete und nun mit dem „Unlawful Internet Gambling Enforcement Act“ mit aller Härte gegen die Konkurrenz aus dem Ausland vorgeht, zeigt ihre Doppelmoral vergleicht man ihr Vorgehen bei der Konkurrenzfrage zwischen Airbus und Boeing und ihrem Vorgehen gegen ausländische Glücksspielanbieter. Im falle von Airbus erwartet die USA, dass die WTO einschreitet und Darlehen bzw. Subventionen seitens der EU verhindert und mit aller Härte gegen Airbus vorgeht. Um dies zu erreichen will es die USA auch auf einen Prozess ankommen lassen. Geht es jedoch um Nachteile für die USA durch eine WTO Entscheidung, dann ignoriert die Bush-Regierung sogar Aufforderungen seitens der WTO, sich zu einem Urteil zu äußern. Das gar Urteil umsetzen kommt für die USA nicht mal in Frage. So urteilte die WTO, dass die Einschränkungen der US-Regierungen in der Glücksspielbranche gegen internationale Verträge verstoßen würden, damit gemeint sind insbesondere die bestehenden Verträge zwischen Antigua und der USA, die eine Dienstleistungsfreiheit zwischen diesen Staaten garantieren. Der Beschluss, dass die USA einlenken muss steht bereits seit über einem Jahr, jedoch wurde dieser bislang nicht nur ignoriert, die USA verschärfte nun sogar die Gesetzgebung und kämpft mit allen Mitteln gegen die Anbieter, die unter anderem in Antigua ihren Sitz haben. Unter diesen Voraussetzungen sollte auch die EU konsequent vorgehen und bei einem negativen Urteil seitens der WTO, einfach alle Vorgaben ignorieren, denn schließlich muss Europa aus den transatlantischen Beziehungen lernen und scheinbar ist die erste Lektion nur die Urteile zu akzeptieren und nur dann die WTO zu respektieren, wenn es zum eigenen Vorteil ist. Davon ab bleiben die neuen Gesetze der USA, die insbesondere den Zahlungsverkehr zwischen Kunde und Glücksspielanbieter verbieten, in ihrer eigentlichen Effektivität sehr umstritten, denn inzwischen sind Kreditkarten und Banktransfer nur einige der Zahlungsmethode, die im Online-Gambling-Sektor geläufig sind. Onlinepayment-Systeme wie Neteller, Moneybookers oder PayPal sind nur schwer zu kontrollieren und nicht grundsätzlich zu verbieten, da sie auch im normalen Einkauf benutzt werden. Wahrscheinlich scheint es, dass man hier nur eine weitere Regierung hat, die das Internetzeitalter am liebsten ungeschehen machen würde um sich ihre Einnahmen zu sichern. Diese Seite zu Favoriten hinzufügen!
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