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Ja, wir wissen selbst, dass dieser Titel selbst für uns nicht gerade die feine englische Art ist, aber nachdem wir hier nun unzählige Überschriften durchgegangen waren und immer der Meinung waren, der Titel würde nicht passen mussten wir am Ende trotz aller offenen Unfreundlichkeit die Wahrheit nehmen. Da schauen wir heute in unser Email-Fach und sehen die Zuschrift eines unserer Leser mit einem Link zu einem in der aktuellen Computerbild veröffentlichten Artikel. Die große und natürlich reißerische Überschrift ist „Poker-Anbieter im Internet locken mit illegalen Spielen um Echtgeld“. Da haben doch glatt die „Experten“ der Computerbild (die Bezeichnung Experte haben wir mal frei von der Computerbild-Redaktion übernommen) Pokersoftware testen wollen und als Ergebnis festgehalten, dass alle Anbieter die Note mangelhaft bekommen sollten, da sie die Spielgeld-Seiten dazu nutzen um Kunden für Echtgeld-Spiele anzuwerben. Hmmmmmm, so viel geistige Potenz muss selbst von uns gestückelt besprochen werden:
1. Wozu das Ganze? Da ist also eine Computerzeitschrift, die Pokersoftware testen möchte um selbst auf den bösen Pokerzug einzusteigen, denn aktuelle Themen bringen ja schließlich Geld in die Kasse. Wie steigert man jedoch die Auflage um ein Vielfaches? Natürlich, man nimmt sich raus trotz absolut falscher Behauptungen, das Volk doch nur beschützen zu wollen, indem man natürlich nur zum Schutz des Lesers als Pseudo-Moralapostel alle Anbieter mit einem „mangelhaft“ bestraft. Zu dem moralischen Bereich kommen wir jedoch später, da wir immer noch voller Bewunderung für die „Experten“ sind und daher nicht durcheinander kommen möchten. Die Grundfrage bleibt nun was die Computerbild über sechs Seiten in ihrem Heft genau getestet hat, denn die angeblich Kompetenz liegt im Bereich Computer, so dass hier lediglich die Software beurteilt werden könnte, also rein ihre Qualität und mit Sicherheit nicht der moralische Aspekt, da wir noch nie Kritik an Microsoft gelesen haben, in der die Computerbild die beinah Monopolstellung und den nutzen dieser bei der Preisgestaltung kritisiert. Viel mehr bewirbt die Computerbild dieses Produkt indirekt, indem sie unendlich viele Anleitung für die Bedienung der Microsoft-Produkte schreibt. 2. Der Wahrheitsgehalt des Artikels Mit der Wahrheit hatten es die zahlreichen BILD-Formate ja nie so sehr und man muss auch der Computerbild eines lassen: sie weiß wie man Traditionen aufrecht erhält. Nur zwei Beispiele, da auch unsere zeit begrenzt ist: „Auf den ersten Blick sind die Pokerrunden rechtlich in Ordnung. Doch die Anbieter werben auf ihren Internetseiten und per E-Mail regelmäßig für ihre Echtgeld-Spiele. Viele haben das Spiel um echtes Geld in ihre Software eingebaut, für die Spieler ist es nur wenige Mausklicks entfernt.“ Das ist nur ein Beweis dafür, dass die „Experten“ der Redaktion den Artikel scheinbar ohne einen test geschrieben haben, denn eine Verlinkung zur Echtgeld-Site wäre rechtlich eben NICHT zulässig und wird daher nicht betrieben. Auch bei den Software-Versionen der Pokeranbieter, die man auf den Spielgeld-Seiten bekommt, kann man nicht einzahlen, da solche Funktionen gänzlich gesperrt sind. Zweites Beispiel: „Das Kundenkonto lässt sich problemlos etwa per Überweisung oder Kreditkarte mit echtem Geld aufladen. So verdienen die Anbieter.“ Auch hier haben die „Experten“ wohl lieber ihre Freizeit am Redaktions-Kaffeeautomaten verbracht anstatt sich mit dem Thema zu befassen, denn die Spieler müssen Kopien der Personalausweise zusenden und auch die Karten verifizieren, so das hier keineswegs eine „Einzahlung aus Versehen“ möglich ist, denn eben dieser Eindruck soll geweckt werden. Eben so ist es falsch, dass die Anbieter auch nur einen Cent bei einer Aufladung des Kontos verdienen, denn dies ist völlig kostenlos. Lediglich beim aktiven Spiel verdienen die Anbieter Geld. 3. Der moralische Aspekt Da sich alle BILD-Redaktionen (unwichtig ob es sich um Sport, die normale BILD oder eben die Computerbild handelt) gerne volksnah zeigen und sich als die Hüter der Moral sehen wie in diesem sinnlosen Artikel, haben wir uns mal auf die Suche gemacht und geschaut wie volksnah die Bildredaktionen wirklich sind und sind als erstes natürlich zur Sportbild. Dies ist ein Screenshot von der Sportbild.de „Liveplaner“-Seite, auf der natürlich insbesondere die Computerbild beworben wird:  Und was sehen unsere Augen da? Die Sportbild hat sich einen lukrativen Werbepartner aus der Sportwetten-Branche ausgesucht und lässt sich die Bannerplatzierung teuer bezahlen. Doch auch Sportwetten sind, wenn man die gleiche Position einnimmt wie die Computerbild, außerhalb der staatlichen Angebotes illegal. Und natürlich hat auch dieser Anbieter eine Pokerabteilung. Natürlich ist dies nicht die einzige Werbung für „illegales“ Glücksspiel, denn wir haben auch den Liveticker zum Ligapokal angeschaut und entdeckten dort folgendes:  Dies findet man dann unter dem Menüpunkt Ergebnisse und in diesem Falle ist es kein kleiner Banner, sondern viel mehr eine Überschüttung des Besuchers, da der Werbebanner ein Drittel der Seite einnimmt. Natürlich hat auch dieser „illegale“ Anbieter eine Pokerabteilung, die hier beworben wird. Manchmal ist eben geistiger Tiefflug und Doppelmoral doch passend in der Überschrift. Diese Seite zu Favoriten hinzufügen!
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