ImageDie Serie zieht nach den ersten zwei Spielen in Los Angeles
nun nach Phoenix und es wird sehr spannend zu beobachten ob die Lakers ihre
Serie ähnlich dominant gestalten können wie die Boston Celtics ihre. Phoenix
schien jedenfalls ziemlich machtlos in den ersten zwei Spielen und die Lakers
kontrollierten das Spiel, so dass man nur dann aufs Gas drückte wenn es auch
wirklich notwendig wurde.

Heute steht auf dem Platz einer der meist unterschätzten
Spieler dieser Saison und dies ist, man mag es kaum glauben, Kobe Bryant. Die
gesamte NBA schien mitteilen zu wollen, dass es so langsam über seine besten
Zeiten hinaus ist, aber Bryant ist einfach erwachsen geworden und hat eben so
wie Jordan damals, sein Spiel angepasst und schreitet nur dann ein, wenn es
notwendig ist.

Kommen wir jedoch zunächst zu den Suns, die mit Sicherheit
erleichtern sein werden, dass Barbosa nach seiner Kopfverletzung in Spiel 2
wieder ganz fit ist und spielen wird. Ansonsten dürfte sich die Strategie des
Teams nicht wirklich ändern. Sie sind eines der besten Offensivteams der Liga
und sie sind das mit Abstand beste Team von der Dreierlinie. Beides werden wir
auch in diesem Spiel zu sehen bekommen, angeführt von einem wie immer extrem
starken Steve Nash, der trotz seines inzwischen recht hohen Alters weiterhin
der beste Aufbauspieler der NBA ist, wobei hier Rondo immer „näher kommt".

Ein anderer extrem unterschätzter Spieler ist der alte Mann
Grant Hill (ja, an dieser Stelle sei angemerkt, dass der Chefredakteur ein
inzwischen sehr verblasstes T-Shirt dieses Spielers besitzt). Er war auf dem
Weg der neue Megastar der NBA zu werden bevor ihn Verletzungen fast ganz aus
der NBA warfen. Inzwischen kommt er immer näher an die 40, aber man sieht bis
heute welche Fähigkeiten er besitzt und gegen die Spurs war er der
entscheidende Faktor, da er der beste Verteidiger und Arbeiter im Team ist
(hier wäre jetzt eine 10-seitige Abhandlung notwendig um seinen Einfluss auf
das Spiel zu erklären). Das Problem der Suns bleibt die schlichte Tatsache,
dass ihre beste Fünf zu klein und physisch zu schwach ist um die Lakers zu
besiegen.

Bryant erzielte in Spiel 2 zwar keine 40 Punkte, aber dafür
konnte er 13 Assists verbuchen bei 21 Punkten. Natürlich springt er nicht so
wie zu seinen besten Zeiten, aber dies tat Jordan irgendwann auch nicht mehr,
sondern verbesserte immer weiter seinen Sprungwurf und sein Low-Post-Spiel.
Genau dies hat auch Kobe nach der letzten Saison getan, indem er „Unterricht"
bei einem der besten Center aller Zeiten, Hakeem Olajuwon, nahm. Damit gewinnt
Kobes Spiel an Vielfalt und er kann gegen körperlich unterlegen Gegner aufposten.

Der Grund wieso Kobe in dieser Serie vielleicht nicht sehr
viel punkten muss ist einer, der aus drei Teilen besteht und zwar aus den drei
großen Spielern der Lakers: Gasol, Odom und Bynum. Da sich die Center der Suns
auf Gasol und Bynum konzentrieren müssen (vor allem da ihnen Bynum physisch
überlegen ist), hat Odom freie Fahrt. Alternativ dazu kann einer der anderen
zwei Großen glänzen. Hinzu kommt die Überlegenheit unter dem Korb durch die
physische Stärke der Lakers. Als letzter Faktor kommt ein scheinbar endlich
erwachter Artest dazu, der sich gegen die Suns sehr gut präsentieren konnte. In
dieser Verfassung MUSS man die Lakers favorisieren.

Tipp: Los Angeles
Lakers +2,5
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Einsatzhöhe: 3/10

Quote: 1,91 bei ladbrokes
(alles bis 1,85 kann problemlos gespielt werden)

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