ImageDie Duelle der asiatischen Teams, die nach einer
Sonderregelung der UEFA an europäischen Wettbewerben teilnehmen dürfen, sind
für die meisten unserer Leser eine große Unbekannte. Aus genau diesem Grund
analysieren wir dieses Spiel, weil es eine Herausforderung darstellt und um den
Lesern die Lage im Osten ein wenig genauer zu schildern.

Der mehrfache kasachische Meister Aktobe dominiert die Liga
seit drei Jahren in diesem zentralasiatischen Land, in dem es seit ein paar Jahren
mit Fußball aufwärts geht, was natürlich dem größeren Geldfluss zu verdanken
ist. Dies bestätigt auch die Aufstellung von Aktobe, in der es einige bekannte
russische Spieler gibt. Der Sturm von Aktobe wird von den Neuzugängen aus
Serbien Peric und aus Kamerun Essomba angeführt. Ansonsten hat das Team einen
weiteren Kameruner, einen Senegalesen und drei kasachische Nationalspieler,
unter denen der bekannteste Mann der Kapitän Smakov ist.

 

Smakov agiert als der unangefochtene Abwehrchef des Teams.
Gerade er sicherte dem Team die dritte Runde, weil er zwei Tore in der zweiten
Runde gegen den georgischen Verein Olimpi Rustavi schoss. Aktobe ist ansonsten
regelmäßig bei den europäischen Wettbewerben dabei, in der letzten Saison
scheiterten sie am israelischen Verein Maccabi Haifa und in der Europaliga in der
vierten Vorrunde an Werder Bremen.

 

Der aktuelle Vizemeister Israels Hapoel kommt mit sehr guter
Laune in die dritte Runde. Der Grund dafür ist die unerwartete Dominanz in der
zweiten Runde, wo sie den bosnischen Meister Zeljeznicar mit einer Leichtigkeit
bezwungen haben. Beim Hinspiel im eigenen Stadion schossen sie innerhalb 30
Minuten den bosnischen Meister mit einem klaren 5:0 ab. Im Rückspiel gewannen
sie auch, aber mit einem mageren 1:0, wobei das zweite Ergebnis verständlich
ist, weil man das erste Spiel sehr souverän gewann. Der Trainer Guttmann hat
einige israelische Nationalspieler in seinem Team, wie die Angreifer Shechter,
Zahavi und Al Lala, dazu noch die erfahrenen Badir und Ben Dayan. Im Tor der Israelis
steht der sehr gute nigerianische Torwart Enyeama. Außer den ein paar
Nationalspieler Israels haben sie noch den Brasilianer Douglas, den Serben
Vucicevic und den Kroaten Vrucina. Rein auf dem Papier ist Hapoel zu Recht der
klare Favorit in diesem Duell. Unabhängig von dieser klaren Favoritenrolle wird
der Trainer sicherlich um einiges defensiver spielen lassen, als sonst, weil
man im Rückspiel im eigenen Stadion das Weiterkommen sichern kann. Die Atmosphäre
bei Hapoel ist immer sehr hitzig und viele Vereine sind bei ihnen in Tel Aviv
klanglos untergegangen. Auch in der letzten Saison, wo sie nur in der
Europaliga mitgespielt haben, haben sie alle Spiele im eigenen Stadion gewonnen
und die Gruppenphase der Europaliga locker geschafft. Erst in der nächsten
Runde kam das Aus und zwar gegen den russischen Vertreter Rubin Kazan.   

 

Wenn man bedenkt, dass die Kasachen in der letztjährigen
Qualifikation zur CL ebenfalls gegen einen israelischen Verein gespielt haben
und im Hinspiel nur ein müdes torloses Remis geholt haben, dann ist denkbar,
dass man sie ähnlich gegen Hapoel erlebt. Andererseits gibt keinen einzigen
Grund, wieso Hapoel sehr offensiv spielen sollte, weil sie sich ihrer
Heimstärke, die sie im Rückspiel ausspielen können, sehr bewusst sind. Alle
Vorzeichen stehen Richtung eines müden und lahmen Spiels, in dem es nicht sehr
viele Tore geben wird.  

Tipp: unter 2,5
Tore
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Einsatzhöhe: 4/10

Quote: 1,60 bei
expekt (alles bis 1,55 kann problemlos gespielt werden)

Noch keine 100 Euro genommen? Dann wird es Zeit!