In diesem Playoff Duell der europäischen Liga, das wir analysieren, treffen zum zweiten Mal in Folge in der gleichen Runde dieses Wettbewerbs Rapid Wien und Aston Villa aufeinander. Im vergangenen Jahr waren die Österreicher besser, nachdem sie zu Hause einen 1:0-Sieg feierten, dann aber verloren sie 2:1 bei Villa und nur wegen dem Auswärtstor  haben sie die Gruppenphase der Europaliga überstanden. Als bei der diesjährigen Auslosung feststand, dass diese zwei Teams wieder mal aufeinandertreffen, waren die Engländer überglücklich, weil sie so schnell die Gelegenheit zur Rache für das letztjährige vorzeitige Ausscheiden aus der CL, gekriegt haben.

 

Ob ihnen ihre Rache gelingen wird, hängt viel von den Spielern der Österreicher ab, die in den vergangenen zwei Wochen ihre Spielform deutlich verbessert haben. Nach zwei Niederlagen von relativ schwächeren Gegnern in der nationalen Meisterschaft haben die Schützlinge des Trainers Pacult in zwei großen Derbys die Mannschaften von Salzburg und Sturm bezwungen. In der dritten Qualifikationsrunde der Europaliga haben sie dann viel leichter als erwartet den bulgarischen Beroe aus dem weiteren Rennen beseitigt. Für so gute Ergebnisse der Wiener ist sicherlich am meisten der junge kroatische Stürmer Jelavic verantwortlich, der in all diesen Spielen getroffen hat. Gerade er hat letztes Jahr alle beide Tore gegen Aston Villa im Playoff der Europaliga geschossen. In den vergangenen Wochen wurde viel Staub wegen diesem ausgezeichneten Spieler aufgrund der angekündigten Abreise nach Glasgow Rangers aufgewirbelt. Er sollte jedoch nach bisherigen Ankündigungen im Duell schon antreten, aber das wird wahrscheinlich sein letztes Spiel im Trikot von Rapid. Falls er in diesem Spiel nicht antreten sollte, sind die Chancen für ein günstiges Ergebnis Österreicher viel kleiner, weil sie im Moment keinen Spieler in ihren Reihen haben, der ihn angemessen in der Spitze des Angriffs ersetzen könnte. So würde die größte Last auf die Rücken von Mittelfeldspielern verlagert werden, wo wir den Deutschen  Hofmann, den Finnen Heikkinen und den Neuzugang Saurer vorfinden. Während dessen müsste die Verteidigung, angeführt vom Patocki  und dem neuen Sonnleitner ihre ausgezeichneten Partien aus den vergangenen zwei Wochen wiederholen, wenn sie ein positives Ergebnis in der Begegnung mit den Engländern erzielen wollen.

 

Während das österreichische Team auf den Auftritt von Jelavic hofft,  ist die Situation in der englischen Mannschaft auch nicht viel besser, vor allem nach dem plötzlichen Abgang ihres Trainers Martina O’Neill zum Beginn der Saison. Es ist allseits bekannt, wie wichtig dieser Fußballexperte für diesen Verein aus Birmingham in den vergangenen Saisons war. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit der Vereinsführung wegen des angekündigten Verkaufs von Milner und keinen  Zukauf von neuen Spielern während des Sommers, beschloss er, den Verein in der schwierigsten Zeit zu verlassen. So ist vorübergehend O’Neills Assistent, der Schotte MacDonald, an die Position des Trainers gesetzt worden. Er hat eine großartige Arbeit zum Beginn der Meisterschaft geleistet, als er mit seiner Mannschaft einen überzeugenden 3:0-Sieg gegen West Ham feierte. Dieses gute Ergebnis muss man sicherlich auch den Spieler von Villa zuschreiben, vor allem den Torschützen Downing, Petrov und Milner, wobei Carew, Ashley, Luke Young sowie der erfahrene Dunne ebenfalls eine sehr gute Partie abgelieferten. Die größte Entdeckung in dieser Begegnung war jedoch der junge Albrighton, von dem alle erwarten, dass er der richtige Ersatz für Milner wird. Milner sollte in der nächsten Woche zu Manchester City wechseln und deshalb dürfte er nicht einmal im Spiel gegen Rapid erscheinen. Außer ihm werden noch die verletzten Stürmer Cuellar und Collins ausfallen und das Engagement von Stürmer Agbonlahor ist auch fraglich.

 

Obwohl alle beiden Teams mir einigen Sorgenfalten in dieses Duell gehen, sind wir der Meinung, dass die objektiv qualitativ besseren Gäste in einem leichten Vorteil sind, zumal sie bereits bewiesen haben, dass sie der Trainerwechsel in ihren Bemühungen, ein brillantes und luftiges Spiel zu präsentieren, nicht gestört hat. Falls sie zumindest annähernd die Leistung vom Spiel gegen West Ham wiederholen, sollte sich der Gastgeber Sorgen machen, trotz der Tatsache, dass er vor seinen eigenen Fans spielt und keine Probleme mit den Verletzungen hat. Wenn wir die Motivation der Engländer berücksichtigen, dann sind wir in diesem Match viel mehr vom Triumph der Gäste überzeugt.

Tipp: Asian Handicap 0 Aston Villa MONEYBACK

Einsatzhöhe: 4/10

Quote: 1,65 bei interwetten (alles bis 1,60 kann problemlos gespielt werden)

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