Island – Frankreich, 20.01.13 – Handball WM

Das zweite Achtelfinale der Handball-WM, das wir analysieren, ist qualitativ hochwertig, aber man sollte schon erwähnen, dass eines der beiden Team der klare Favorit ist und zwar Frankreich. Die Franzosen haben zwar in der letzten Runde der Gruppenphase enttäuscht, aber Island hat auch nicht gerade brilliert. Die Isländer haben bisher drei Siege und zwei Niederlagen erspielt und die Franzosen haben vier Siege geholt. Ansonsten sollte man noch erwähnen, dass die beiden Nationalteams sehr oft aufeinandergetroffen sind. Im letzten Jahr trafen sie zwei Mal aufeinander. Island gewann bei den OI in London und bei der EM in Serbien endete die Partie mit einem Remis. Die beiden Spiele sollten uns nicht täuschen, weil Frankreich in richtig wichtigen Spielen immer besser gewesen ist, wie bei der WM2011 oder im OI-Finale in Peking. Beginn: 20.01.2013 – 20:15

Von den Isländern haben wir in der Gruppenphase wenige richtig gute Spiele gesehen. Jetzt kam noch das Pech hinzu, Frankreich als den Achtelfinalgegner zu bekommen. Wenn sie ihr Spiel nicht deutlich verbessern, dann bleibt eine der Medaillen nur ein Traum. Der Turnierauftakt brachte den Isländern eine Niederlage gegen Russland und da wurde es sofort klar, dass Spielerausfälle kein allzu kleines Problem darstellen. Die Spiele gegen die beiden Außenseiter Chile und Katar werden wir nicht mal zur Rate ziehen, sondern die anderen zwei Spiele gegen Dänemark und Mazedonien analysieren. Gegen Mazedonien haben die Isländer sehr gut gespielt. Der Sieg gegen Mazedonien kam durch die gute Abwehr und den hervorragenden Torwart Gustavsson zustande. Auf der anderen Seite kamen bei der klaren Niederlage gegen Dänemark all die schlechten Eigenschaften der Isländer zum Vorschein. Der Europameister aus Dänemark hat sie regelrecht auseinandergenommen. Vor allem die gerade gelobte Abwehr hat völlig versagt, da sie 36 Gegentore zugelassen hat. Gegen die Dänen haben nur zwei Spieler gut gespielt und zwar Flügelspieler Sigurdsson und Kreisläufer Kristjansson. Insgesamt gesehen muss man einfach sagen, dass die gesamte Außenreihe schlecht spielt, gleichzeitig verbrauchen sie viel zu viele Bälle, vor allem der Superstar Palmarsson hat stark enttäuscht. Um die Franzosen zu bezwingen, müssen sie viel besser spielen.

Voraussichtliche Aufstellung Island: Gustavsson, Sigurdsson, Palmarsson, Gudjonsson, Halgrimson, Olafsson, Kristjansson

Obwohl es auf den ersten Blick so aussah, als ob die Franzosen übermächtig sind, ist dies nicht der Fall. Sie spielen zwar souverän, aber das Problem, das aufgetaucht ist, ist, dass sie ihre Gegner öfters nicht ernst nehmen. Gerade diese Einstellung hat sie in der ersten Runde der Gruppenphase fast des Sieges gekostet, weil Tunesien dran an einer großen Überraschung gewesen ist. Anschließend gegen Montenegro, Brasilien und Argentinien haben sie die Arbeit sehr gut erledigt, aber dann kam der erste richtige Test und zwar das Spiel gegen Deutschland. Gegen die deutsche Nationalmannschaft kam auch die erste Pleite, die hauptsächlich der französischen Abwehr zuzuschreiben ist. Die Deutschen haben nämlich 32 Tore erzielen können, was für das französische Handballnationalteam zu viel ist. Der Angriff hat aber gut funktioniert, was uns auf folgende Gedanken bringt. Wenn es ein Team schafft, 30 oder mehr Tore gegen Frankreich zu erzielen, dann bezwingt dieses Team die Franzosen. Eine gute Nachricht ist die steigende Spielform von Karabatic, aber der gesamte Angriff kann an sich gelobt werden. Trotzdem darf man nicht vergessen, dass die Franzosen ihre Spiele mit der Abwehr gewinnen und wenn sie halbwegs auf der Höhe der Aufgabe ist, dann gewinnen sie ihre Spiele.

Voraussichtliche Aufstellung Frankreich: Omeyer, Guigou, Narcisse, Karabatić, Barachet, Abalo, Sorhaindo

Die Franzosen sind ein wenig erschüttert, aber das Gute ist, dass die Pleite in der Gruppenphase gekommen ist und nicht in der KO-Phase. Sie haben sicherlich aus der Deutschland-Niederlage ihre Lehren daraus gezogen, sodass man davon ausgehen kann, dass Torwart Omeyer nicht mehr so lasch spielen wird und dass die gesamte Abwehr viel besser spielen wird. Gerade die beiden Verbesserungen dürften auf jeden Fall für die schwachen Isländer reichen, die mit ihrer schwachen Außenreihe keine Chance haben sollten.

Tipp: Frankreich -3,5

Einsatzhöhe: 4/10

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