handball-emDiesen Sonntag fängt die Handballeuropameisterschaft an, die in Serbien gespielt wird. Wir werden in den nächsten zwei Wochen, so lange dauert der Wettbewerb, für Sie viele Spiele analysieren. Wir fangen mit dem Spiel an, mit dem der Gastgeber die EM eröffnen wird und zwar gegen die, in den letzten Jahren immer guten Polen. Beide Mannschaften haben große Erwartungen in dieser Meisterschaft, besonders Serbien, die darauf hofft dass sie es auf heimischem Terrain bis zur Medaille schaffen kann. Sie werden es gleich am Anfang nicht leicht haben, obwohl Polen wegen den Verletzungen von ein paar Stammspielern geschwächt ist. Diese zwei Nationalmannschaften haben sich bei den letzten zwei Weltmeisterschaften getroffen und beide Male hat Polen gefeiert, einmal überzeugend mit 35:32 und einmal minimal mit 27:26. Beginn: 15.01.2012. – 18:15

Was Serbien betrifft werden viele sagen, jetzt oder nie. Sie sind eine sehr talentierte Generation, für die große Erfolge vorhergesagt wurden, aber sie haben bis jetzt gar nichts vollbracht und von den großen Wettbewerben, zu denen sie sich regelmäßig platziert haben, sind sie immer enttäuscht zurückgekehrt. Die letzte Medaille haben sie bei der EM im Jahr 1996 gewonnen, aber damals ist es nicht nur Serbien gewesen, sondern auch Montenegro, was ein sehr großer Unterschied ist. Später sind es schlechte Platzierungen gewesen, mit dem schlechtesten 13. Platz bei der letzten EM in Österreich. Auch die letzte WM ist nicht viel besser gewesen und jetzt liegt alles bei dieser EM, bei der sie die Gastgeber sind. Die besten Positionen im Team sind die der Guards, die von den Spielern Momir Ilic und Marko Vujin besetzt werden. Bei ihnen liegt auch die ganze Hoffnung von Serbien und sehr gut sind sie auch auf der Position des Kreisläufers mit Stojkovic, Beljanski und Toskic. Der Torwart und die Flügelspieler sind ungewiss, während eine alte Wunde die Position des Spielmachers ist, wo Susem spielen sollte oder vielleicht sogar auch Ilic. Interessant ist dass sich Trainer Veselin Vukovic entschieden hat Rnic und Nenadic von der Liste auszulassen, zu Gunsten der besseren Abwehrspieler Manojlovic und Cutura. Was die Vorbereitungsspiele betrifft, sind sie nicht so sehr maßgebend, da Vukovic die Aufstellung ziemlich kombiniert hat. Sie haben zweimal Tschechien, sowie einmal Mazedonien besiegt, während Rumänien sie überrascht hat.

Voraussichtliche Aufstellung Serbien: Stanić, Marković, Ilić, Šešum, Vujin, Prodanović, Beljanski Werbung2012

Polen befindet sich schon seit Jahren an der Spitze des Welt- und Europahandballs, aber keinen Wettbewerb haben sie bis jetzt mit größeren Problemen antreten müssen. Wenn man sich alle Nationalmannschaften ansieht, haben die Polen, vielleicht neben den Norwegern, das große Pech was die Verletzungen betrifft. Einer nach dem anderen sind Spitzenspieler abgefallen, die schon seit Jahren Stammspieler dieser tollen Mannschaft sind. Als erster ist es Torwart Szmal gewesen und das ist ein großes Handicap. Nicht weniger schlimm ist die Verletzung des rechten Außenspielers Marcino Lijewski, obwohl diese Positionen sein Burder Krzysztof decken kann. Das dritte Handicap ist die Verletzung des Aufbauspielers Rosinski und das ist kurz vor dem Anfang des Wettbewerbs passiert. In diese Kategorie ist noch Tomczak reingefallen, aber das ist auch das kleinste Handicap. Aber trotzdem ist diese Mannschaft voll von tollen Spielern, die überhaupt nicht schlechter sind, als die erwähnten Verletzten, aber der Wettbewerb ist lang und anstrengend, was eine lange Bank verlangt. Dazu sind ein paar von den Spielern wie Jurecki, Tkaczyk oder Bielecki schon am Ende ihrer Karriere und die Erschöpfung wird ein großes Problem darstellen. Gleich am Start ist kein Grund für die Erschöpfung da und deswegen sind sie immer noch gefährlich. Das haben auch die letzten Vorbereitungsspiele in Dänemark gezeigt. Mit Island haben sie unentschieden gespielt, gegen den Gastgeber Dänemark wurden sie minimal besiegt, während sie Slowenien minimal besiegt haben. Also drei ungewisse Spiele gegen sehr starke Gegner geben Hoffnung. Neben den erwähnten Krzystof Lijewski, könnte die größte Hoffnung der Spielmacher Jaszka sein, der eine tolle Saison bei den Füchsen aus Berlin spielt.

Voraussichtliche Aufstellung Polen: Wyszomirski, Tluczynski, Tkaczyk, Jaszka, K.Lijewski, M.Jurecki, B.Jurecki

Der Anfang jedes großen Wettbewerbs ist sehr undankbar zum vorhersagen. Alles was wir geschrieben haben, kündigt große Probleme für Polen an und sie werden sicher passieren, aber vielleicht doch nicht gleich am Anfang. Anderseits ist für Serbien gerade der Anfang von großer Bedeutung, obwohl sie unter Druck voller Tribünen der Halle „Pionir“ in Belgrad stehen werden. Alles kündigt ein ungewisses Spiel an und in dem Fall könnten auch die Schiedsrichter dem Gastgeber ein wenig „nachhelfen“.

Tipp: Sieg Serbien

Einsatzhöhe: 4/10

Quote: 1,75 bei Sportingbet (alles bis 1,65 kann problemlos gespielt werden)

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