handball-emNach der ersten Runde in Gruppe „B“ ist nichts mehr im Einklang mit den Erwartungen und gerade diese beiden Nationalmannschaften haben positiv bzw. negativ überrascht. Tschechien feierte nämlich einen 27:24-Sieg über das favorisierte Deutschland, während Schweden nur ein 26:26-Remis gegen Mazedonien, eine der schwächsten Mannschaften in dieser EM, eingefahren hat. Dieses Match ist natürlich sehr wichtig für beide Mannschaften, allerdings können die Tschechen viel entspannter in dieses Duell gehen. In der jüngsten Vergangenheit trafen diese beiden Nationalauswahlen nicht sehr oft aufeinander. Im Super Cup 2007. feierte Schweden einen minimalen 30:29-Sieg. Beginn: 17.01.2012 – 20:15

Über Tschechien wird nach dem ersten Tag des Wettbewerbes am meisten gesprochen und zwar mit dem guten Grund. Die haben nämlich Deutschland besiegt, was kaum jemand erwartet hat, obwohl diejenigen, die Handball verfolgen, vorhergesagt haben dass die Tschechen wohl in der Lage sind, den Deutschen, die gute Einzelspieler aber kein echtes Team haben, Probleme zu bereiten. Und so war es auch, gleich am Anfang des Spiels, in welches die Tschechen enthusiastisch gingen, haben sich Jicha und seine Mitspielern einen Vorsprung von sechs Toren erarbeitet. Obwohl das in früher Phase des Spiels passierte, weiß man, wie schwer ein so großer Vorsprung einholbar ist. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben die Tschechen wie erwartet nachgelassen, aber das passierte wegen etwas schwächerer Reservespieler. Die Tschechen zeigten jedoch einen guten Charakter in diesem Spiel und schafften doch, das Spiel ruhig zu Ende zu bringen. Der Held des Spiels war der Torwart Peter Stochl. Man wusste, dass sich die Tschechen sehr viel von ihrem Torwart erhoffen, aber ebenso war es klar, dass alle Augen auf einen der weltbesten Spieler, Filip Jicha gerichtet sein werden. Das war vor allem den Deutschen klar, weil er in der Bundesliga (Kiel) spielt, aber trotzdem schafften sie nicht, ihn zu stoppen. Er war der Torschützenkönig, obwohl er für sieben Tore viele Bälle verbraucht hat, mit einem Wurfanteil unter 50%. Sehr wichtig für die Tschechen war es, dass die Spieler, von denen man nicht erwarten kann, dass sie die Hauptlast der Mannschaft tragen, solide waren. Filip, Horak und die anderen haben einen guten Widerstand gegen Deutschland geleistet und nun erwartet sie eine weitere schwere Prüfung.

Voraussichtliche Aufstellung Tschechien: Stochl, Nocar, Horak, Jicha, Stehlik, Filip, Vrany Werbung2012

Während die Tschechen eine positive Überraschend zu Beginn dieser EM gewesen sind, so haben die Schweden negativ überrascht, obwohl sie von dieser Meisterschaft hohe Erwartungen haben. Bei der letztjährigen WM haben sie ihre Rückkehr an die Spitze des Welthandballs angekündigt, allerdings dürfen wir nicht vergessen, dass sie damals die Gastgeber waren und dass die Platzierung ins Halbfinale zum größten Teil aufgrund dessen erzielt wurde. Das erste Spiel dieser EM haben sie in ganz unterschiedlichen Umständen gespielt, weil die mazedonische Nationalmannschaft in Nis eine große Unterstützung von den Tribünen bekommen und maximal ausgenutzt hat. Die Schweden kamen offensichtlich nicht zu recht und die Entschuldigung kann nur die Akklimatisierung und Anpassung sein, obwohl das erzielte Remis gegen eine der schwächsten Mannschaften nicht gerechtfertigt werden kann. Die Schweden konnten sehr leicht das Spiel verlieren, obwohl sie in den letzten zehn Minuten mit drei Toren im Vorsprung waren. Davor langen sie mehrmals mit vier Toren im Rückstand, was wiederrum zeigt, dass sie sehr viel oszillieren. Den erwähnten Vorsprung von drei Toren im Spielfinish haben sie ausnutzen müssen, aber sie schafften es einfach nicht. Letztendlich, wenn die Mazedonier nicht weiterkommen, was sehr möglich ist, wird die Schweden dieses Remis nicht zu viel kosten, aber es ist sicher eine Warnung. Torwart Sjostrand war sehr gut, aber das hat man von ihm sowieso erwartet, weil er sonst in Barcelona verteidigt. Er verteidigte drei Würfe von der Siebenmeterlinie und insgesamt 14  Schüsse, während der Angriff von Kim Andersson angeführt wurde und zwar mit einer guten Unterstützung der Flügelspieler Ekberg und Lundstrom. Sie haben keine Breite im Spiel und das ist ihr Problem. Die Erstbesatzung ist sehr leicht zu prognostizieren.

Voraussichtliche Aufstellung Schweden: Sjostrand, Lundstrom, Ekdahl du Rietz, Doder, Andersson, Ekberg, Nilsson.

Hier treffen die positive und die negative Überraschung der Meisterschaft aufeinander und so fragt man sich, welche Mannschaft in welcher Rolle heute sein wird.  Wir sind der Meinung, dass sich die Schweden keine weiteren Patzer erlauben dürfen, weil sie sonst nach der ersten Phase des Wettbewerbs ausscheiden könnten. Die Tschechen sind gut, was sie auch gezeigt haben, aber es wird ihnen kaum gelingen, in zwei Tagen in Folge so gut zu spielen. Darüber hinaus sind sie entspannt und für das Weiterkommen bleibt ihnen das Spiel der letzten Runde, in der sie die Favoriten sind. Die Schweden können sicherlich viel mehr als wir bisher gesehen haben.

Tipp: Sieg Schweden

Einsatzhöhe: 4/10

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