ImageNach sehr langer Abstinenz widmen wir uns wieder
der schönsten Sportart der Welt, dem Tennis nämlich. Natürlich war die
Fußballweltmeisterschaft sehr spannend und voller guter Spiele, aber jetzt kurz
vor dem Wochenende standen wir vor der Entscheidung ob wir uns irgendwelchen
zweitklassigen Fußballigen oder doch lieber die bevorstehenden Tennisspiele
analysieren. Da die Redaktion ihr Hauptaugenmerk schon auf den Fußball legt,
aber halt nur auf den Fußball aus den Topligen Europas, die noch nicht
angefangen haben, entscheiden wir uns für den Tennis. Wir werden versuchen von
den Turnieren, die im Laufe der Woche die ersten Runden spielen ab dem
Wochenende mit der Analyse einzusteigen. Dies ist eine gute Entscheidung, weil
wir das jeweilige Turnier immer verfolgen und die Spieler dann nach zwei, drei
gespielten Matches schon genauer kennen. Außerdem ist unsere Redaktion bei
jedem großen Turnier ehe live vor Ort und die Spieler, die wir für unsere Leser
analysieren haben wir ehe mehrmals live gesehen.

 

Der erste Spieler, den wir uns genauer anschauen, ist der
Spanier Albert Montanes. Der kleine Spanier ist Rechtshänder und man kann schon
sagen, dass er der typische kleine Sandplatzwühler ist. Er beherrscht zwar alle
Schläge, aber einen richtig tödlichen Schlag kann er nicht vorweisen. Er ist
aber sehr schnell auf den Füßen und holt viele Bälle aus unmöglichen
Spielsituationen noch heraus, was sicherlich manch einen Gegner überrascht. Man
muss gegen ihn geduldig sein eigenes Spiel aufziehen und man darf bloß nicht
hektisch werden. Man muss ihn quasi bezwingen, also den Winner spielen um den
Punkt zu machen. Im Monat Mai gab es einen Turniergewinn, wo er im Halbfinale
den Schweizer Roger Federer geschlagen hat. 

Außerdem gab es große Gegenwehr bei Roland Garros gegen
Söderling, aber am Ende musste er sich doch geschlagen geben. In beiden Spielen
gegen diese beiden Topspieler lag es eigentlich nicht an seinem Können, dass er
so gute Ergebnisse hatte, sondern eben an dieser Ungeduld der großen Spieler,
die sie immer wieder an den Tag legen. Bei diesem Turnier in Stuttgart, wo man
eben auf seinem Lieblingsbelag Sand spielt, schlug er in der ersten Runde den
Deutschen Petzschner in drei Sätzen, die relativ hart waren. In der zweiten
Runde bekam er mit dem großen Argentinier Chela zu tun, aber Chela ist
eigentlich sowas außer Form, dass er nicht mal erwähnenswert als Gegner ist.
Auch da ging er durch drei harte Sätze. Obwohl er schon einige Zeit auf dem Platz
verbracht hat, ist dies kein Problem für ihn, weil er konditionell sehr gut.

 

Kommen wir zu seinem Gegner aus Österreich Jürgen Melzer,
der unglaublich großen Sprung nach vorne in letzter Zeit gemacht hat. Er ist
der klassische Allrounder, der aber schon auf Sand am besten aufgehoben ist. Er
ist um einiges größer als Montanes und dadurch hat er einen deutlich besseren
Aufschlag. Trotz seiner Größe von 1,83, was eigentlich keine hinderliche
Körpergröße ist, ist er auch unheimlich schnell auf den Füßen. Er ist
Linkshänder und das macht vielen Spielern große Schwierigkeiten, wenn sie gegen
ihn spielen. Obwohl er gerade mal 29 Jahre alt ist, ist schon in seinem elften
Profijahr. Am Anfang der Karriere galt er als große österreichische Hoffnung,
aber die Entwicklung ging viel langsamer als Viele erwartet haben. Jetzt in den
besten Jahren hat er sich mittlerweile zu einem richtig guten Tennisspieler
entwickelt und die meisten TopSpieler hat er schon mal geschlagen. Eines der
interessantesten Matches von ihm sahen wir live vor Ort in Roland Garros, wo er
in 5 dramatischen Sätzen den Serben Djokovic bezwungen hat. Nach diesem Match
traf er auf Nadal und gegen Nadal auf Sand ist er eigentlich chancenlos. Gegen
so kleine Latino-Sandplatzwühler sah er immer gut aus, weil er auch viele
unmögliche Bälle erlaufen kann, aber gleichzeitig hat er auch einige gute
Schläge, die zum direkten Punktgewinn führen, auf Lager. Eben bei Roland Garros
dieses Jahr traf er auf den Spanier David Ferrer, der ein ähnliches Tennis wie
Montanes spielt, aber auf einem viel höheren Niveau. Ferrer schickte er in
glatten drei Sätzen nach Hause. Auch Verdaco musste sich dem wiedererstarkten
Österreich schon geschlagen geben und zwar in der Woche zuvor in Madrid, wo
Verdasco faktisch das absolute Heimrecht hat. Wenn er ruhig sein eigenes Spiel
aufziehen kann, dann kann er jeden von diesen kleineren Sandplatzspielern
schlagen, weil er einfach viel bessere Schläge hat. Hier in Stuttgart auf
Sandplatzuntergrund musste er die erste Runde nicht spielen, weil er als Nummer
2 gesetzt war und dadurch spielfrei hatte. In der zweiten Runde traf er auf
seinen Nachbar aus Deutschland Michael Zverev und schickte ihn in zwei glatten
Sätzen nach Hause.

 

Im direkten Vergleich steht die Statistik auf den Seiten von
Melzer. Melzer führt im Vergleich 3:1 und die letzte Begegnung der beiden
Spieler war vor einem Jahr in Madrid auf dem Sanduntergrund. Da gewann Melzer
2:1 in Sätzen. Davor gab es noch zwei Siege von Melzer und zwar einmal auf den
harten Untergrund und einmal auf dem Sand. Die einzige Begegnung, die Montanes
gewann war vor 7 Jahren auf Sand in Amersfoot (Niederlande), da musste aber
Melzer verletzungsbedingt aufgeben. Damit wollen wir eigentlich aufzeigen, dass
Montanes noch nie einen echten Sieg über Melzer errungen hat.  

 

In diesem Duell ist Melzer der klar bessere Spieler mit klar
besseren Spielanlagen. Er wird auch die nötige Geduld haben um diesen
Sandwühler zu bezwingen. Außerdem ist die Quote auf seinen Sieg außergewöhnlich
hoch und sie sollte unbedingt angespielt werden. Der Einsatz bleibt zwar jedem
überlassen, aber wir raten zu einem mittelgroßen Einsatz.

Tipp: Sieg Melzer
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Einsatzhöhe: 6/10

Quote: 1,60 bei
10bet (alles bis 1,50 kann problemlos gespielt werden)

Noch keine 100 Euro genommen? Dann wird es Zeit!