ImageDieses klassische spanische Duell wird wahrscheinlich sehr
lange dauern. Beide Spieler sind auf Sand spezialisiert und spielen sehr lange
bis sie den Punkt holen. Das Turnier in Stuttgart wird eben auf dem
Sandplatzuntergrund gespielt und der Belag ist besonders langsam. Leider hat
das Turnier in Stuttgart an seinem Glanz viel verloren. Noch vor 10 Jahren war
das Turnier eines der Topturniere auf der ATP-Tour, aber da die Deutschen
keinen großen Star haben, hat das Zuschauerinteresse stark verloren und somit
auch die Preisgelder. Unter den früheren Siegern gab es große Namen wie Agassi,
Nadal, Lendl oder Kuerten. Es bleibt zu hoffen, dass das Turnier nicht weiter
abrutscht, weil es neben Hamburg und München das einzige hochwertige
Tennisturnier ist.    

 

Der Spanier Juan Carlos Ferrero ist der klassische
Sandplatzspezialist, aber einer der besseren Art. Er ist relativ groß für einen
Spanier und mit seinen 1,82 ist er schon in der Liga der mittelgroßen Spieler.
Sein Aufschlag ist trotzdem nicht als gut zu bezeichnen. Trotzdem holt er immer
wieder beachtliche Ergebnisse und er war schon Roland Garros Sieger, was
vielleicht das schwierigste Tennisturnier ist, weil man über sehr lange Matches
gehen muss. Der 30-jährige Rechtshänder war zwischendurch verletzt und seitdem
kam er nie wieder in die alte Form, oder besser gesagt die heutigen Spieler
sind einfach viel athletischer als er. Mittlerweile hat er sich jedoch wieder
in die Top20 hochgespielt und viele unterschätzen ihn wegen seiner sehr ruhigen
Art Tennis zu spielen. In dieser Saison gab es zwar noch keinen Turniersieg,
aber dafür spielte er bei drei Sandplatzturnieren im Finale. Seine Form hat
sich mittlerweile eingependelt und man muss ihn auf Sand immer auf der Rechnung
haben. Bei diesem Turnier in Stuttgart war er gesetzt und deshalb hat er die
erste Runde Pause gehabt. In der zweiten Runde traf er auf den Argentinier
Zeballos, der ihn lange quälte, aber nach 3 mühsamen Sätzen kam er dann doch
weiter. In der dritten Runde gab es überhaupt keine Probleme mit dem Deutschen
Greul, den er in 2 glatten Sätzen abfertigte.

 

Sein Gegner Montanes hat uns positiv überrascht mit dem Sieg
über Melzer in der letzten Runde dieses Turniers. Das hätten wir nicht
erwartet, aber anscheinend war Melzer leicht angeschlagen. Montanes hat
eigentlich keine Stärken, die man hervorheben könnte. Er ist klein, aber dafür
sehr schnell und er spielt sehr weit hinter der Linie mit langen Bällen. Man
kann schon sagen, dass er eher defensiv eingestellt ist und dass er den Gegner
zermürbt bis der Gegner einen Fehler macht. Er versucht so viele
Sandplatzturniere wie möglich zu spielen, weil auf allen anderen Belägen beinah
chancenlos ist, was die Statistik auch sehr gut zeigt. Auf allen Belägen, außer
auf dem Sand, hat er negative Spielbilanz. Wie schon im anderen Vorbericht von
gestern geschrieben, man muss gegen ihn sehr geduldig zu Werke gehen, weil er
unglaublich viele unmögliche Bälle herausholen kann. Bei diesem Turnier gab es
in der ersten Runde 3-Satz-Sieg über Petschner, dann in der zweiten Runde bezwang
er in 3 Sätzen Chela und eben in der nächsten Runde überaschenderweise Melzer.

 

Im direkten Vergleich steht die Bilanz eindeutig auf den
Seiten von Ferrero. Er führt im Vergleich mit 6:0. Von diesen sechs Siegen
waren vier Siege auf dem Sand. In allen sechs Partien hat Montanes gerade mal
zwei Sätze für sich entscheiden können. Die historische Bilanz ist also
eindeutig auf der Seite von Ferrero.

 

Dieses Duell ist eines der Spiele, bei denen zwei ähnliche
Spieler aufeinander treffen, wobei einer der Spieler alle Schläge besser als
der andere Spieler beherrscht. Ferrero müsste sich in diesem Duell durchsetzen
können, es gibt einfach kein einziges Argument, das auf der Seite von Montanes
stünde.

Tipp: Gamehandicap -2,5
Ferrero
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Einsatzhöhe: 4/10

Quote: 1,83 bei bet365 (Änderung der Quote und der Handicap-line um 10:00)

Noch keine 100 Euro genommen? Dann wird es Zeit!