ImageDer Rumäne Hanescu ist auf den ersten Blick der klassische
Spieler, der von seinem Aufschlag lebt, aber dies täuscht ein wenig. Er ist zwar
enorm groß (198cm.) und beherrscht schon seine Matches mit dem Aufschlag, aber
sein Lieblingsuntergrund ist der Sand und nicht wie manch einer vermuten mag,
der harte Untergrund. Dies liegt daran, dass er der klassischen rumänischen Tennisschule
entstammt und Rumänen hatten schon immer gute Tennisspieler (wie z.B. Ilie
Nastase), die ihr Handwerk zuerst auf dem Sand erlernen, so wie alle anderen
Spieler aus den Ex-Ostblockstaaten.

In dieser Saison bevorzugte er auch fast nur die
Sandplatzturniere. Er spielte schon 7 Sandplatzturniere. Bei keinem der
Turniere kam er zwar sehr weit, aber er schlug in dieser Saison schon Spieler
wie Monaco. Seine halbwegs gute Sandplatzbilanz muss ein wenig relativiert
werden, weil sie eigentlich besser ist, als sie auf den ersten Blick erscheint.
In den letzten fünf Turnieren scheiterte er an jeweils sehr starken Gegner, wie
Nadal, Bellucci und zweimal Wawrinka. Damit will ich sagen, dass die Ansetzung
teilweise sehr unglücklich für ihn war, weil er die Topspieler relativ früh
bekam.

Sein Gegner ist der Russe Andreev, bei dem seine Power
sofort ins Auge fällt. Bis auf Nadal hat auch niemand so viel Power in den
Armen wie Andreev, aber seine Technik und Spielintelligenz hängen einfach weit
hinterher. Er schafft mit seiner Power immer wieder einige Spieler zu
überraschen, aber an sich ist er meistens chancenlos, weil er kaum Kontrolle in
seine Schläge bringen kann. Bei Ihm reicht, dass man den Ball immer wieder
zurückspielt und irgendwann mal macht er einfach einen von seinen ungeduldigen
und dummen Schlägen, die meistens danebengehen. Im Moment hat ihn einfach die
Zeit überrollt. Die große Power ist an sich richtig heutzutage, aber nur wenn
sie gepaart mit technisch sauberen Schlägen ist. Wenn Andreev an seiner Technik
weiterarbeiten würde, dann hätte er auch was von seiner unglaublichen Power in
den Armen. Heute jedoch wird er zwar vielleicht den ersten Satz verlieren, aber
da er kein geduldiger Spieler ist, wird er früher oder später sehr entnervt von
den guten Aufschlägen von Hanescu sein.

Im direkten Vergleich führt Andreev 3:2. Die einzigen zwei
Siege von Hanescu waren eben auf dem Sanduntergrund und zwar in Gstaad(2008)
und in Palermo(2003). Andreev war dagegen zweimal auf dem harten Untergrund und
einmal auf dem Sanduntergrund erfolgreich in diesem Duell.

Hier ist das powervolle Spiel des Russen Andreev nur auf den
ersten Blick als ein Vorteil anzusehen. Solch starke Schläge müssen
kontrolliert in das Feld gebracht werden und im Moment ist die Kontrolle der
Schläge ein Fremdwort für den Russen. Der ruhige Hanescu wird sein
unauffälliges Spiel durchziehen und den Russen früher oder später zur
Verzweiflung bringen und erneut in einer ersten Runde nach Hause schicken.

Tipp: Sieg
Hanescu
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Einsatzhöhe: 3/10

Quote: 1,95 bei bwin

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