Wenn man die griechische Nationalelf erwähnt, erinnern wir uns gleich an die Europameisterschaft 2004 in Portugal. Das waren nämlich die goldenen Zeiten der griechischen Elf. Damals hatten uns die Griechen eine große Sensation bereitet, indem sie die EM gewonnen haben, obwohl man sie nicht mal in der zweiten Runde erwartet hat. Gleich danach haben sie die WM in Deutschland verpasst. An den nächsten drei großen Turnieren haben sie auch teilgenommen, aber bei der EURO 2008 und bei der letzten WM scheiterten sie bereits in der Gruppenphase. Vor zwei Jahren haben sie bei der EURO in Polen und der Ukraine das Viertelfinale erreicht. Was die letzte WM-Qualifikation angeht, sind sie trotz nur einer Niederlage auf dem zweiten Gruppenplatz gelandet, aber dafür haben sie in den Playoffs ihre ganze Stärke demonstriert, indem sie Rumänien nach einem 3:1-Heimsieg sowie einem 1:1-Auswärtsremis locker eliminiert haben.

Nationaltrainer: Fernando Santos ist seit Sommer 2010 der Nationaltrainer Griechenlands. Er hatte eine wirklich undankbare Aufgabe, da er Nachfolger von Otto Rehhagel wurde, der in Griechenland nach 2004 und dem EM-Gewinn zum Fußballgott wurde. Doch der 59-jährige Portugiese hat mit dem Viertelfinaleinzug bei der letzten EURO eine solide Leistung vollbracht, weshalb er das volle Vertrauen des griechischen Fußballverbandes genießt. Es wird nämlich gehofft, dass er die Mannschaft in Brasilien zumindest ins Achtelfinale bringt. Nach seiner sehr kurzen und bescheidenen Karriere als aktiver Fußballer entschied sich Santos 1987 als Trainer zu arbeiten. Seitdem hat er viele portugiesische und griechische Vereine geleitet. Der letzte Verein, den er trainierte, war PAOK. Seit vier Jahren ist er der Nationaltrainer Griechenlands.

Spielsystem und Spielerkader: seit ungefähr zehn Jahren bevorzugt Griechenland einen äußerst defensiven Fußball, der absolut niemandem eine Freude bereitet, aber mit dieser Spielweise haben die Griechen vor acht Jahren die Europameisterschaft gewonnen, sodass man es ihnen nicht übelnehmen kann. Rehhagel widerholte nämlich sehr oft, dass der Zweck die Mittel heiligt, während dem neuen Trainer Santos sehr schnell klar wurde, dass er eigentlich keine Spieler für einen anderen Spielstil hat. Auf den ersten Blick sind sie nicht allzu defensiv, weil sie in der 4-3-2-1 oder gar 4-3-3-Formation spielen, aber bei den Griechen agieren alle drei Mittelfeldspieler äußerst defensiv, während die beiden Flügelstürmer mehr Zeit in der eigenen Spielhälfte als in der Gegnerischen verbringen. Ihre stärkste Waffe sind die Standards und da können sie wirklich sehr gefährlich werden sowie die Konterangriffe über den superschnellen Salpingidis oder den abgezockten Samaras. Was den Rest der Mannschaft angeht, haben auch dieses Mal in die Jahre gekommenen Karagounis und Katsouranis WM-Ticket erhalten, wobei Katsouranis in letzter Zeit zum Stammspieler avancierte, während in der äußerst standfesten Abwehr gar nicht wichtig ist, wer startet, da alle Spieler verantwortungsvoll und ohne Risiko spielen. Verletzungsbedingt wird der S04-Stammverteidiger Papadopoulos ausfallen, während die Defensivspieler Avraam und Malezas sowie Mittelfeldspieler Ninis und Fotakis kein WM-Ticket erhalten haben.

Voraussichtliche Aufstellung: Karnezis – Torosidis, Manolas, Sokratis, Holebas – Katsouranis, Maniatis, Tziolis – Samaras, Salpingidis – Mitroglou

Vorhersage: viele lagen mit ihren Prognosen über Griechenland falsch, weshalb man mit den Griechen sehr vorsichtig sein sollte. Objektiv betrachtet können sie mit Japan mithalten und sind sogar im leichten Vorteil, aber in Duellen gegen die Elfenbeinküste und Kolumbien werden sie es schwer haben, weshalb das erste Auftaktspiel gegen Kolumbien sehr wichtig für das Selbstbewusstsein der Griechen ist. Natürlich erhoffen sich die Griechen einen Dreier gegen Japan sowie Remis in den restlichen zwei Begegnungen, die ihren das Weiterkommen sichern würden, aber wir sind der Meinung, dass ihre Wünsche nicht in Erfüllung gehen werden, sodass sie ihre Tradition, nach der sie bei einer WM bereits in der Gruppenphase scheitern, wahrscheinlich fortsetzen werden.

GRIECHENLAND – interessante Wetten:

Kommt ins Achtelfinale: 3,40 bei mybet

Gruppensieger: 8,00 bei Ladbrokes

Kommt ins Finale: 126,00 bei bwin

Titelgewinn: 301,00 bei BetVictor

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