Nach 12 Jahren nimmt Russland wieder an einer Weltmeisterschaft teil. Diese Angabe zeigt uns sehr gut in was für einer Krise Fußball in diesem Land steckte, obwohl Russland von Jahr zu Jahr eine immer stärkere Liga hat. An den letzten zwei Weltmeisterschaften haben sie nicht teilgenommen. Zweimal scheiterten sie in den WM-Qualifikationsplayoffs. Auch bei den letzten zwei Europameisterschaften, an denen sie 1994 und 2002 teilgenommen haben, konnten sie sich nicht beweisen, da sie bereits in der Gruppenphase gescheitert sind. Seine Glanzzeiten hatte der russische Fußball zu Zeiten der Sowjetunion. Bei der WM in England 1966 haben sie den vierten Platz geholt, während sie noch drei weitere Male im Viertelfinale standen. Bei der EM 2008 qualifizierten sich die Russen für die EM-Endrunde. Im Halbfinalspiel konnten sie aber nicht an ihre Leistung aus dem Viertelfinalspiel anknüpfen. In der letzten WM-Qualifikation haben sie einen harten Kampf mit Portugal geführt, da sie die Relegation, bei der sie öfters schlechte Erfahrung gemacht haben, unbedingt vermeiden wollten. Nach sieben Siegen, einem Remis, und zwei Niederlagen sicherten sie sich den ersten Gruppenplatz.

Nationaltrainer: man kann ruhig sagen, dass Fabio Capello der größte Trainername bei dieser Weltmeisterschaft ist. Der 67-jährige Italiener hatte in seiner Trainerkarriere keine misslungenen Engagements. 1991 wurde er Trainer von AC Mailand. In insgesamt fünf Jahren führte er den Verein zum Gewinn der Champions League und zu vier Meistertiteln. Darüber hinaus gewann er noch Europa-Superpokal sowie drei Mal den italienischen Superpokal. Auch mit AS Rom gewann er den Scudetto. Mit Real Madrid gewann er zwei Mal die spanische Meisterschaft. Nur mit Juventus hat er keine Trophäen gewonnen, wobei man dazu sagen sollte, dass er als Nationaltrainer ebenfalls nicht viel Erfolg hatte. Fünf Jahre lang trainierte er England und unter seiner Leitung konnten die Engländer zu keiner Trophäe kommen. Im Juli 2012 hat er die russische Nationalmannschaft übernommen und zwar nach der EM in Polen und der Ukraine, wo die Russen keine bemerkenswerten Ergebnisse verbucht haben. Dies ist sein erstes großes Turnier mit den Sbornaja und wahrscheinlich werden die Russen auch bei der nächsten WM, die gerade in Russland stattfinden wird, unter seiner Leitung spielen.

Spielsystem und Spielerkader: auf den ersten Blick spielen die Russen sehr offensiv (4-3-3), aber diese Auswahl ist selten effizient und ihre größte Stärke liegt in einer sehr standfesten Abwehr, was auch die fünf Gegentore in zehn gespielten WM-Qualifikationsspielen sehr gut bestätigen. Kein Gegner hat also geschafft, pro Spiel mehr als ein Tor zu erzielen. Im Tor steht der großartige Akinfeev (CSKA) und er war in allen WM-Qualifikationsspielen dabei, während in der Abwehr die beiden erfahrenen Berezutski (CSKA) und Ignashevich (CSKA) agieren. Ein kleines Problem könnte auf den Außenbahnen entstehen, während das Mittelfeld sehr mächtig ist. Da sind nämlich Denisov (Dynamo) und Shirokov (Krasnodar), aber auch Faizulin, Zhirkov und Dzagoev. Von den klassischen Stürmern wurden nur Kokorin und Kerzhakov eingeladen, was ebenfalls zum Problem werden könnte, obwohl sich die beiden Angreifer in guten Spielformen befinden. Arshavin, Malafeev und Pavlyuchenko sind nicht mehr im Team dabei. Der größte Vorteil der russischen Nationalmannschaft ist die Tatsache, dass alle Spieler in den heimischen Vereinen tätig sind, wobei die meisten von CSKA, Zenit und Dynamo kommen. Die Abwehrspieler kommen nämlich von CSKA, während die Mittelfeldspieler und die Offensivspieler von Zenit und Dynamo kommen.

Voraussichtliche Aufstellung: Akinfeev – Kozlov, Berezutski, Ignashevich, Kombarov – Denisov, Faizulin, Shirokov – Samedov, Zhirkov, Kokorin

Vorhersage: es handelt sich hier um eine sehr erfahrene Auswahl, die sehr gut aufeinander abgestimmt ist, da alle Spieler in der nationalen Liga und fast in den gleichen Clubs spielen. Da ist noch Trainer Capello, der das Beste aus diesem Team rausholen kann, weshalb Russland in dieser Gruppe favorisiert ist. Das Achtelfinale sollen die Russen locker erreichen, während sie für etwas mehr jede Menge Glück brauchen. Wenn sie Deutschland im Achtelfinale aus dem Wege gehen, dann könnte Russland relativ leicht ins Viertelfinale einziehen. Eine noch bessere Platzierung ist schwer zu erwarten.

RUSSLAND – interessante Wetten:

Kommt ins Achtelfinale: 1,45 bei mybet

Gruppensieger: 3,40 bei Ladbrokes

Kommt ins Finale: 34,00 bei bwin

Titelgewinn: 101,00 bei BetVictor

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