Können Barcelona und Real die Moskauer ZSKA vom Euroleague-Thron stoßen?

BAsketball EuroLeague

Die neue, 20. Jubiläums-Saison der Euroleague, in der die russische ZSKA aus Moskau den Titel verteidigen wird, eröffnen am 03. Oktober um 19.00 Uhr in der Oblast Moskau das russische Khimki und das israelische Maccabi aus Tel Aviv.

Das Final Four-Turnier in Köln           

Das ist die neunte Saison mit Turkish Airlines als dem offiziellen Sponsor. Wenn man auch frühere Wettbewerbe unter dem Dach von FIBA und den Eurocup mitzählt, dann steht die 63. Saison der Basketball-Königsklasse für europäische Herren-Basketballteams bevor.

Die Saison startet also am 3. Oktober und endet am 24. Mai nächsten Jahres, mit dem Finale des F4-Turniers. Das Final Four wird in der Lanxess Arena in Köln ausgetragen und diese Matches werden 18.5000 Zuschauer (für Handball-Duelle ist die Kapazität 19.500 Plätze und für Konzerte 20.000 Plätze) verfolgen können.

Der Modus dieser Saison der Euroleague ist der gleiche wie in der Vorsaison, nur dass jetzt 18 statt 16 Teams teilnehmen werden. Die Wildcards haben für die 20. Saison diesmal Bayern München und das französische ASVEL bekommen.

Somit ist auch die Zahl der teilnehmenden Länder im stärksten Wettbewerb des europäischen Vereins-Basketball auf 10 gestiegen, da Frankreich in den letzten Jahren keinen Vertreter hatte.

Mirotic: Barcelonas Top-Deal

Im letzten Sommer hat Barcelona alle Limits bezüglich der Verdienste der Spieler in Europa gebrochen. Nikola Mirotic bekam nämlich für seine Rückkehr aus der NBA-Liga sage und schreibe 70 Millionen Euro für sechs Saisons. Somit wurde der Rekord von 11 Millionen Euro für drei Saisons gebrochen, die Barcelona nur einige Tage davor dem Franzosen Thomas Heurtel für die Vertragsverlängerung erteilt hat.

Alex Abrines kehrte in der Sommerpause 2019 aus der NBA-Liga zum FC Barcelona zurück, geholt wurde auch Cory Higgins aus ZSKA, wie auch Brandon Davies aus dem litauischen Zalgiris. Wegen der Verletzung von Heurtel wurde auch Malcolm Delaney aus China verpflichtet.

Das war eine Ankündigung dafür, dass Barcelona diesmal um den Titel kämpft, den sie das letzte Mal 2010 geholt haben. Trotz der vielen Verstärkungen wurde Barcelona allerdings kürzlich im spanischen Supercup von Real Madrid bezwungen, das den Euroleague-Meistertitel ZSKA überlassen hat. Real hat aber die meisten Spieler in seinem Team, die im kürzlich abgelegten WM-Finale in China gespielt haben, in dem Spanien gegen Argentinien gefeiert hat.

Es wird interessant auch die Leistung des “veränderten” aktuellen Meister ZSKA zu verfolgen, der in der letzten Saison seinen vierten Meistertitel in der Euroleague geholt hat und sich somit die Position auf der Liste der erfolgreichsten Teams des modernen Zeitalters mit Panathinaikos teilt.

Diese ganze Situation mit ZSKA ist umso interessanter, weil Higgins zu Barcelona gewechselt hat, wie auch Nando De Colo zu Fenerbahce. ZSKA hatte natürlich gute Transfers und verpflichtete, unter anderem, aus der NBA-Liga den griechischen Centerspieler Kostas Koufos. Ihr Budget beträgt über 40 Millionen Euro. Auch der Finalist aus der letzten Saison, das türkische Anadolu Efes, wird mindestens um seinen Platz im Final Four kämpfen, wie auch sein Stadtrivale Fenerbahce Beko.

Rückkehr von Ettore Messina

Neue Trainer wurden nur bei Olimpia Milano und Panathinaikos verpflichtet. Auf der Trainerbank von Olimpia Milano ist jetzt nämlich anstelle von Simone Pianigiani Etorre Messina vorzufinden, während Panathinaikos jetzt von Argiris Pedoulakis anstelle von Rick Pitino angeführt wird.

In der neuen Saison bekamen 71 Schiedsrichter neue Verträge und leiten werden sie Matches der Euroleague und des Eurocup. In den bevorstehenden vier Saisons werden sie festgesetzte Geldbeträge, bezahlte Seminare und Versicherungsscheine bekommen, aber auch Unterstützung nach diesen vier Saisons. Das ist eine historische Vereinbarung, die erste dieser Art in Europa zwischen einer Liga und Schiedsrichtern. Diese Schiedsrichter werden auch Duelle anderer Wettbewerbe leiten können.

Bekannterweise besitzen die langjährigen A Lizenzen 11 Teams: Real Madrid, FC Barcelona und Kirolbet Baskonia aus Spanien, ZSKA Moskau aus Russland, Fenerbahce Beko und Anadolu Efes aus der Türkei, Olympiacos und Pantahinaikos OPAP aus Griechenland, Maccabi Fox Tel Aviv aus Israel, Zalgiris aus Litauen und Olimpia Milano aus Italien.

Die Wildcards bekamen in diesem Sommer Bayern München und das französische Asvel und es sind fünf Teams mit einer einjährigen Lizenz: der Sieger des Eurocup und der Meister der ABA Liga, wie auch Vertreter der VTB-Liga, Deutschland und Spanien.

Die Wildcard bekam auch das russische Zenit aus Sankt Petersburg. Dieses Team ist neben Alba Berlin, das ihre Teilnahme durch die deutsche Meisterschaft erreicht hat, dem genannten Asvel und dem Sieger des Eurocup Valencia, Rückkehrer in die Basketball-Königsklasse. Zenit bekam die Wildcard, da Valencia der Sieger des Eurocup ist und die Einladung somit zur Einladung für das beste spanische Team der letzten Saison wurde, das keine A Lizenz besitzt. Durch B-Lizenzen nehmen auch das Moskauer Khimki (durch die VTB-Liga) und der Belgrader Roter Stern (durch die ABA-Liga) teil.

Wie in den letzten Jahren, werden auch diesmal die acht erstplatzierten Teams in den Playoffs spielen und die vier Sieger aus dem Viertelfinale werden im F4-Turnier aufeinandertreffen.

Alle Matches der  1. Runde: Khimki – Maccabi Tel Aviv, Panathinaikos – Roter Stern, Bayern – Mailand, Real Madrid – Fenerbahce (03. Oktober), Zalgiris – Baskonia, Anadolu Efes – Barcelona, Alba – Zenit, ASVEL – Olympiacos, Valencia – ZSKA (04. Oktober).

Entrefilet: Zwei Drittel der Sportarenen mit einer Kapazität von mehr als 10.000 Plätzen

Interessanterweise sind ASVELs Astroballe in Villeurbanne mit 5.556 Plätzen und Bayerns Audi Dome mit 6.7000 die Sportarenen mit der kleinesten Kapazität. Die Arena mit den meisten Plätzen ist der Olympia-Sportkomplex Athen (OAKA) mit 18.989 Plätzen, in dem Panathinaikos seine Heimduelle austrägt und die Belgrader Štark-Arena, in der Roter Stern spielt, mit 18.368 Plätzen. Noch vier Sportarenen haben die Kapazität von 15.000 Plätzen und mehr, während mehr als 10.000 Zuschauer in 12, bzw. in genau zwei Drittel der Sportarenen ihren Platz finden werden.

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