Neymar deutet Karriereende an – Brasilien-Star plant möglichen Abschied
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FC Bayern-Trainer Vincent Kompany hat sich mit einem eindringlichen Statement in die Rassismus-Debatte um Vinícius Júnior eingeschaltet. Im Vorfeld des Bundesliga-Topspiels gegen Eintracht Frankfurt sprach der Belgier fast zwölf Minuten lang über den Vorfall, verteidigte den Star von Real Madrid und übte dabei deutliche Kritik an Jose Mourinho.
Eigentlich sollte es auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit Eintracht Frankfurt (Samstag, 15:30 Uhr) um sportliche Belange gehen. Doch Vincent Kompany nutzte die Bühne für eine Grundsatzrede, die weit über den deutschen Fußball hinaus Gehör finden dürfte. Anlass war der mutmaßliche Rassismus-Eklat beim Champions-League-Playoff zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid.
Der brasilianische Ausnahmestürmer Vinícius Júnior hatte den Vorwurf erhoben, von Benfica-Profi Gianluca Prestianni als "Affe" beleidigt worden zu sein. Kompany, der die Partie live am Bildschirm verfolgte, stellte sich schützend vor den Real-Star. "Wenn du die Aktion siehst, kann die Reaktion von Vini Júnior nicht vorgetäuscht sein. Es ist eine emotionale Reaktion", analysierte der 39-Jährige. Er sehe keinen taktischen Nutzen für den Spieler, sich "das ganze Elend auf seine Schultern zu nehmen", es sei schlichtweg das Richtige gewesen, den Schiedsrichter zu informieren.
Besonders deutlich wurde der Bayern-Coach im Hinblick auf das Verhalten seines Amtskollegen Jose Mourinho. Der Benfica-Trainer hatte nach dem Spiel den Charakter von Vinícius attackiert und dessen exzentrischen Torjubel als Auslöser thematisiert. Zudem führte Mourinho die Vereinslegende Eusebio an, um zu argumentieren, dass Benfica aufgrund seiner Historie nicht rassistisch sein könne.
Für Kompany eine inakzeptable Argumentation. "Das ist für mich ein krasser Fehler in Sachen Führung", urteilte der ehemalige Weltklasse-Verteidiger, der selbst kongolesische Wurzeln hat. Eusebio als Schutzschild zu benutzen, greife zu kurz. Kompany verwies darauf, dass er viele schwarze Spieler kenne – darunter Samuel Eto’o, Mario Balotelli, Patrick Vieira und sich selbst –, die trotz großer Vorbilder im Fußball Rassismus erfahren mussten.
Der Münchner Übungsleiter beließ es jedoch nicht bei Kritik, sondern warb in seinem auf Englisch vorgetragenen Monolog für einen gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit solchen Vorfällen. Er kritisierte das vorherrschende Schwarz-Weiß-Denken.
"Wenn es wahr ist, dass der Spieler von Benfica das gesagt hat, würde ich mir wünschen, dass es einen Raum für eine Entschuldigung gibt", so Kompanys Appell. "Niemand auf der Welt ist perfekt. Aber wir berauben uns dieser Option." Stattdessen verhärte sich die Diskussion oft sofort in extreme Positionen. Prestianni selbst bestreitet die Vorwürfe und gab an, sich lediglich das Trikot vor den Mund gehalten zu haben.
Mit diesem emotionalen Statement bewies Kompany einmal mehr, dass er nicht nur taktisch an der Seitenlinie, sondern auch menschlich als Führungspersönlichkeit beim FC Bayern vorangehen will.
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