Jürgen Klopp verkleinert DFB-Kader – Positives Fazit nach Start
Jürgen Klopp zieht nach vier DFB-Spielen ein positives Fazit und verkleinert seinen XXL-Kader für den November.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der Nations League einen wichtigen Sieg verpasst. Das DFB-Team kam am Sonntagabend in Thessaloniki nicht über ein 0:0 gegen Griechenland hinaus, wodurch der anvisierte Gruppensieg fast schon außer Reichweite rückt. Dabei dominierte die Auswahl von Bundestrainer Jürgen Klopp vor allem in der ersten Hälfte, belohnte sich aber am Ende nicht für den enormen Aufwand auf dem Platz.
Im Vergleich zum 2:0-Sieg gegen Serbien am vergangenen Donnerstag veränderte Klopp seine Startelf auf drei Positionen. David Raum, Lennart Karl und Jonathan Burkardt rückten in die Mannschaft und halfen dabei, die Gastgeber von Beginn an tief in die eigene Hälfte zu drängen. Besonders über die linke Seite sorgte der enorm spielfreudige Derry Scherhant gemeinsam mit Florian Wirtz im Zentrum für offensiven Dauerdruck.
Ein von vielen erwarteter Wechsel auf der Torhüterposition blieb aus, sodass erneut Jonas Urbig zwischen den Pfosten stand. Der Schlussmann musste bereits in der zweiten Minute seine Klasse beweisen, als er einen Kopfball von Georgios Masouras nach einer Flanke von Kostas Tsimikas mit einem starken Reflex entschärfte. Auf der Gegenseite schnürte die deutsche Elf die Griechen ein, scheiterte aber immer wieder am parierenden Keeper Konstantinos Tzolakis oder nach etwas mehr als einer halben Stunde am Video-Assistenten, der sich bei einem Treffer von Burkardt einschaltete.
Trotz des ausbleibenden Torerfolgs zog der Bundestrainer im Interview mit der Sportschau ein positives Fazit. „Die erste Halbzeit war außergewöhnlich gut. Alle haben sich voll darauf eingelassen, was wir wollen, für mich ist die Basis gelegt“, lobte Klopp den Auftritt seines Teams. Lediglich die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse bemängelte der Coach und fügte an, dass es helfen würde, die Bälle ab und zu ins Tor zu schießen.
Auch die Spieler zeigten sich trotz des Dämpfers zuversichtlich. Tom Bischof sprach nach der Partie von einer sichtbaren Entwicklung unter dem neuen Trainerstab. Scherhant pflichtete ihm in der ARD bei und betonte, dass die Mannschaft ihr Herz auf dem Rasen gelassen habe. Dennoch schmerze es sehr, dass die zahlreichen Chancen ungenutzt blieben und der Aufwand am Ende nicht mit drei Punkten belohnt wurde.
Die Gastgeber traten bei dem Unentschieden nicht einmal in Bestbesetzung an. Im Vergleich zu ihrem 1:0-Triumph in Augsburg in der Vorwoche verzichtete Trainer Ivan Jovanović verletzungsbedingt auf Arsenal-Profi Christos Tzolis, während der Dortmunder Konstantinos Karetsas zunächst auf der Bank Platz nahm. Dennoch reichte diese kompakte Defensivleistung, um der deutschen Mannschaft das torlose Remis aufzuzwingen.
Durch das Unentschieden wird der Gruppensieg in der Nations League für den Deutschen Fußball-Bund nun zu einem äußerst schwierigen Unterfangen. Die Auswahl muss in den anstehenden Partien zwingend dreifach punkten und gleichzeitig auf entscheidende Patzer der Konkurrenz hoffen.
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