Ende Juli wechselte Karim Adeyemi für eine Basisablöse von 22 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum FC Barcelona. Was viele Fans im Sommer noch überraschte, entpuppt sich für die Katalanen mittlerweile als absoluter Glücksgriff. Unter Trainer Hansi Flick avanciert der 24-jährige Angreifer zum hocheffizienten Edeljoker und sammelt reihenweise Torbeteiligungen.

Torgarantie in limitierter Spielzeit

Beim jüngsten 4:1-Erfolg gegen Galatasaray am Dienstagabend trug sich der gebürtige Münchner bereits zum vierten Mal in dieser Spielzeit in die Torschützenliste ein. Insgesamt steht er nach zehn Einsätzen bei sieben Torbeteiligungen. Dabei benötigt Adeyemi für einen Treffer oder einen Assist im Schnitt nur 51 Minuten. Mit einer Quote von 0,7 Scorerpunkten pro Partie übertrifft er seine Ausbeute aus der Zeit in Schwarz-Gelb deutlich.

Zum Vergleich: In seinen vier Jahren beim BVB kam der Flügelspieler in 146 Begegnungen auf 36 Tore und 25 Vorlagen, was einem Schnitt von 0,42 entsprach. Diese rasante Leistungssteigerung blieb auch dem DFB nicht verborgen. Bundestrainer Jürgen Klopp berief den Offensivmann kürzlich in seinen ersten Kader, setzte ihn zweimal von Beginn an ein und lobte dessen hohe Einsatzbereitschaft auf dem Platz.

Feste Rolle im offensiven System

Dass der Angreifer in Spanien spürbar produktiver agiert, liegt maßgeblich am Spielsystem von Hansi Flick. Während Adeyemi in Dortmund unter den Trainern Edin Terzic und Niko Kovac beständig zwischen dem rechten Flügel, der linken Außenbahn und dem Sturmzentrum rotierte, plant der Barça-Coach primär auf der linken Seite mit ihm. Von dort zieht der eigentlich als Linksfuß bekannte Stürmer häufig in die Mitte und sucht den Abschluss.

Dabei erweist sich der Neuzugang als äußerst variabel. Nach seinem Treffer aus rund 20 Metern mit dem rechten Fuß beim 5:1-Auftaktsieg in der Champions League gegen Feyenoord erklärte er selbstbewusst: „Ich habe keinen schwachen Fuß.“ Zudem profitiert der Nationalspieler von der offensiven Ausrichtung der Katalanen, die ihm tiefere Räume bietet als die zuletzt defensivere Spielweise der Borussen.

Marktwert vor deutlichem Sprung

Die starken Auftritte rufen nun auch die Analysten auf den Plan. Laut Elía Di Marzio, Area Manager Spanien beim Portal „Transfermarkt“, wurde Adeyemis Bewertung bei der letzten Aktualisierung bereits intensiv erörtert. Aktuell liegt sein Marktwert bei 40 Millionen Euro – und damit fast beim Doppelten der Summe, die Barcelona vor wenigen Monaten als garantierte Ablöse nach Dortmund überwies.

Sollte der Angreifer seine Form konservieren und im System von Hansi Flick weiterhin für derartige Ergebnisse sorgen, ist eine Anpassung nach oben absehbar. Di Marzio schließt nicht aus, dass der Wert in naher Zukunft wieder auf 50 bis 60 Millionen Euro klettern könnte. Der 24-Jährige befinde sich derzeit in einem der besten Umfelder der Welt, um sein Selbstvertrauen und sein volles Potenzial abzurufen.

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