Am Samstagabend empfängt Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern München den punktgleichen Rivalen Borussia Dortmund zum Gipfeltreffen. Ex-Profi Michael Rummenigge sieht die Rollen vor dem Anpfiff um 18:30 Uhr klar verteilt und warnt die Schwarz-Gelben vor einem herben Rückschlag.

Klarer Qualitätsunterschied auf allen Positionen

Beide Klubs liegen nach sieben Spieltagen in der Meisterschaft gleichauf. Rummenigge, der in seiner aktiven Karriere mit beiden Vereinen Titel sammelte, rechnet dennoch mit einer einseitigen Angelegenheit. Gegenüber dem „kicker“ stellte der Ex-Profi die qualitative Überlegenheit der Münchner heraus.

„Bayern ist überall stärker besetzt als die Borussia, die Joker inklusive, und bis auf Felix Nmecha spielen auch die besten deutschen Profis im Münchner Trikot“, analysiert der ehemalige Offensivspieler. Er erwartet entsprechend nicht, dass die Gäste am Samstag etwas Zählbares aus der bayerischen Landeshauptstadt mitnehmen werden.

Abhängigkeit von Guirassy als Risiko

Die taktische Ausrichtung der Dortmunder bereitet Rummenigge Sorgen. Die Mannschaft trete schlicht zu defensiv auf und sei stark von den Toren des Angreifers Serhou Guirassy abhängig. Gegen die enorme Offensivwucht des deutschen Rekordmeisters werde diese Spielweise nicht ausreichen.

Ein Blick in die jüngere Historie stützt diese Skepsis. Dortmund holte zwar im März 2024 den letzten Sieg in München, doch die Gesamtbilanz spricht eine andere Sprache. In den vergangenen 17 direkten Duellen verließen die Schwarz-Gelben satte 13 Mal den Platz als Verlierer. Vor rund drei Jahren kassierte der BVB vor heimischer Kulisse gar eine krachende 0:4-Pleite.

Warnung vor der Signalwirkung

Selbst bei einem überraschenden Auswärtssieg sieht Rummenigge die grundsätzlichen Machtverhältnisse im deutschen Fußball nicht in Gefahr. Ein solcher Erfolg wäre für die Spannung in der Liga erfreulich, würde aber vermutlich nichts an einem erneuten Titelgewinn des FC Bayern ändern.

Entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sei die Art und Weise des Dortmunder Auftritts. Geht das Team zu passiv in die Begegnung, droht ein bitteres Ende. „Wenn sie zu ängstlich sind, könnten sie wieder vier, fünf Stück kassieren“, warnt Rummenigge eindringlich vor einem erneuten Debakel.

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