Die Frauen von Eintracht Frankfurt haben im Kampf um die vorderen Tabellenplätze einen wichtigen Punkt gerettet. Wie die Sportschau berichtet, trennten sich die Hessinnen im Verfolgerduell der Bundesliga am Samstagnachmittag mit 1:1 von Bayer Leverkusen. Nach einem frühen Rückstand sorgte Kapitänin Laura Freigang im zweiten Durchgang für den verdienten Ausgleich.

Kurioser Rückstand nach einer Ecke

Das Team von Trainer Niko Arnautis startete vor 1.136 Zuschauern zwar aktiver in die Partie, musste aber nach 14 Minuten einen unerwarteten Rückschlag hinnehmen. Eine scharf getretene Ecke von Leverkusens Estrella Merino segelte an allen Spielerinnen vorbei direkt ins Tor. Frankfurts Torhüterin Lina Altenburg, der Coach Arnautis vor dem Spiel noch eine Einsatzgarantie ausgesprochen hatte, machte bei diesem Gegentreffer keine glückliche Figur.

Trotz des Rückstands steckten die Gäste nicht auf. Die Eintracht erarbeitete sich im Laufe der ersten Halbzeit einige Gelegenheiten, blieb im Abschluss aber glücklos. Nina Lührßen in der 32. Minute und Rebecka Blomqvist kurz darauf verpassten den möglichen Ausgleich vor dem Seitenwechsel knapp, da oftmals die letzte Präzision im Angriffsdrittel fehlte.

Freigang trifft nach strittiger Strafraum-Szene

Nach dem Wiederanpfiff drängte Frankfurt weiter auf das gegnerische Tor, sah sich aber zunächst mit einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung konfrontiert. In der 56. Minute kam Mittelfeldspielerin Dilara Acikgöz nach einem Zweikampf mit Leverkusens Maja Sternad im Strafraum zu Fall. Die Pfeife von Schiedsrichterin Caroline Wacker blieb jedoch stumm – eine Entscheidung, die bei den Frankfurterinnen für deutlichen Unmut sorgte.

Acht Minuten später durften die Gäste dann doch jubeln. Nach einer sehenswerten Kombination landete der Ball bei Laura Freigang, die mit der Innenseite überlegt ins linke Eck zum 1:1 vollendete (64.). Für die Kapitänin war es bereits der fünfte Saisontreffer. Das Tor dürfte für die Nationalspielerin eine emotionale Befreiung gewesen sein: Nach geringer Einsatzzeit und Tränen im DFB-Trikot beim jüngsten Länderspiel gegen Japan konnte sie im Liga-Alltag direkt wieder entscheidende sportliche Akzente setzen.

Altenburg rettet das Remis in der Nachspielzeit

In der Schlussphase spielten beide Mannschaften auf Sieg, was zu einem offenen Schlagabtausch führte. Den vielumjubelten Schlusspunkt aus Frankfurter Sicht setzte schließlich ausgerechnet Lina Altenburg. Die Torhüterin rehabilitierte sich für ihren Fehler aus der Anfangsphase, als sie in der 90. Minute einen brandgefährlichen Kopfball der eingewechselten Leverkusenerin Valentina Mädl glänzend auf der Linie parierte. Damit hielt sie das 1:1 fest und sicherte Eintracht Frankfurt den wichtigen Zähler im Kampf um den begehrten dritten Tabellenplatz.

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