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Harry Kane greift am 26. Oktober in London nach dem prestigeträchtigen Ballon d'Or. Der englische Nationalspieler in Diensten des FC Bayern München zählt nach einer herausragenden Saison zu den Top-Favoriten, muss sich auf dem Weg zur begehrten Trophäe jedoch gegen namhafte internationale Konkurrenz behaupten.

Lothar Matthäus adelt den Münchner Superstürmer

Zum 70-jährigen Jubiläum zieht die feierliche Preisverleihung von Paris in die englische Hauptstadt – als angemessene Hommage an den allerersten Gewinner Stanley Matthews. Die Kulisse an der Themse könnte für Harry Kane kaum passender sein, um den goldenen Ball erstmals seit drei Jahrzehnten wieder in die Bundesliga zu holen. Mit unfassbaren 61 Toren in 51 Pflichtspielen drückte der Torjäger der vergangenen Spielzeit seinen Stempel auf und feierte mit dem FC Bayern das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Auch Lothar Matthäus hat sich bereits klar positioniert: In seiner Sky-Kolumne betonte der deutsche Rekordnationalspieler, dass niemand die Auszeichnung mehr verdient habe als der Bayern-Star.

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Fehlender internationaler Titel als Stolperstein?

Trotz der eindrucksvollen Torquote und sechs Treffern bei der Weltmeisterschaft, die die englische Nationalmannschaft auf den dritten Platz führten, fehlt Kane der ganz große internationale Wurf. Beim Ballon d'Or entscheiden traditionell nicht nur individuelle Statistiken, sondern vor allem Triumphe auf der Weltbühne. Genau in dieser Kategorie wittern seine größten Rivalen ihre Chance.

Rodri und Yamal fordern den englischen Superstar heraus

Allen voran Rodri bringt gewaltige Argumente mit nach London. Der spanische Mittelfeldstratege führte seine Nation zum WM-Titel und wurde folgerichtig als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Aber auch Lamine Yamal hat sich nach dem Weltmeisterschafts-Triumph in Stellung gebracht. Der junge Spanier glänzte nicht nur im Nationaltrikot, sondern lieferte auch beim FC Barcelona mit 24 Toren und 18 Vorlagen eine überragende Saison ab.

Mbappé und Bayern-Kollege Olise lauern auf ihre Chance

Neben dem spanischen Duo rechnet sich auch Kylian Mbappé gute Chancen aus. Der 27-jährige Offensivstar von Real Madrid blieb zwar ohne großen Titel, untermauerte seine Weltklasse aber mit zehn WM-Treffern sowie 42 Toren auf Vereinsebene eindrucksvoll. Pikant ist zudem die vereinsinterne Konkurrenz für Kane: Michael Olise krönte seine starke Spielzeit (15 Bundesliga-Tore, 19 Vorlagen) mit der Wahl zum Spieler der Saison. Als bester Assistgeber der Weltmeisterschaft machte der Franzose ebenfalls auf sich aufmerksam, auch wenn ihm in den entscheidenden K.o.-Spielen noch die letzte Konstanz fehlte. Das Rennen um den Fußball-Thron bleibt bis zur Verkündung in London völlig offen.

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