Christopher Nkunku blüht nach seiner Rückkehr zu RB Leipzig auf. Mit vier Treffern in den ersten sechs Bundesliga-Spielen beweist der 28-Jährige auf Anhieb wieder seine Torgefahr. Gleichzeitig äußert der von der AC Mailand ausgeliehene Offensivspieler deutliche Kritik an seinem Stammverein und lässt seine sportliche Zukunft über den kommenden Sommer hinaus offen.

Deutliche Worte in Richtung Mailand

Die aktuelle sportliche Bilanz des Franzosen liest sich beeindruckend: In nur sechs Einsätzen für die Sachsen traf Nkunku bereits viermal. Damit erzielte er schon jetzt halb so viele Tore wie in der gesamten vergangenen Saison bei der AC Mailand, wo er in 35 Pflichtspielen auf dem Platz stand. Gegenüber der „Sport Bild“ benannte der Leihspieler nun die Gründe für sein schwieriges Jahr in Italien und kritisierte die dortigen Arbeitsbedingungen.

In der Vorbereitung auf die laufende Spielzeit wurde der Nationalspieler unter Milans neuem Trainer Ruben Amorim überraschend aus der ersten Mannschaft verbannt. Diese fehlende Trainingspraxis bemängelt Nkunku scharf: „Wenn Sportler sich nicht gut auf Wettkämpfe vorbereiten können, ist das auch nicht gut.“ Er bezeichnete die Vorbereitung als einen der wichtigsten Teile des Berufs. „Wenn der fehlt, spielst du wahrscheinlich keine optimale Saison. Deshalb arbeite ich hart und fühle mich immer besser“, erklärte der Angreifer.

Top-Werte in der Bundesliga und offene Zukunft

Mit seiner Ausbeute gehört der Rückkehrer ligaübergreifend zu den erfolgreichsten Neuzugängen der europäischen Spitzenligen. In der Bundesliga übertrifft ihn nach sechs Spieltagen lediglich Niclas Füllkrug, der für Werder Bremen bislang sechs Tore erzielte. Auch im europäischen Vergleich reiht sich Nkunku weit vorne ein. Zum Vergleich: In der englischen Premier League verbuchte der 138 Millionen Euro teure Morgan Rogers für den FC Chelsea in sieben Spielen ebenfalls vier Treffer.

Ob die erfolgreiche Leihe am Ende in eine feste Verpflichtung mündet, ist derweil noch ungeklärt. Der 28-Jährige betonte, dass er sich in Leipzig wohlfühle und zeigte sich offen für eine langfristige Zusammenarbeit. „Aber ich kann mir natürlich sehr gut vorstellen, länger zu bleiben“, so Nkunku. Gleichzeitig verwies er auf die Komplexität eines Transfers: „Es liegt nicht nur an mir.“ Zunächst gehe es darum, den Saisonstart zu bestätigen, bevor sich die Klubs am Ende der Spielzeit einigen müssten. Bis zum Sommer bleibt seine Zukunft somit ein offenes Thema.

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