Clásico: Bundestrainer Klopp hofft auf Sieg des FC Barcelona
Bundestrainer Jürgen Klopp drückt vor dem Clásico dem FC Barcelona die Daumen und erinnert an alte Real-Verteidiger.
Wenn Real Madrid am Sonntag im legendären Clasico auf den FC Barcelona trifft, fehlt mit Vinicius Junior einer der größten Stars. Der 26-jährige Brasilianer muss aufgrund einer Sperre in der spanischen La Liga zuschauen. Doch der Ausfall löst bei den Königlichen aktuell keine Panik aus. In Anbetracht einer tiefgreifenden Formkrise des Offensivspielers werten erste Medien die Zwangspause teils sogar als Erleichterung.
In der laufenden Saison stand der brasilianische Nationalspieler in elf von zwölf Pflichtspielen für den Hauptstadtklub auf dem Rasen, zehnmal davon in der Startelf. Wie die „Sportschau“ berichtet, ist die Ausbeute mit lediglich einem Treffer und drei Vorlagen in 801 Spielminuten für seine Verhältnisse ungewohnt schwach. Zum exakt gleichen Zeitpunkt der Vorsaison verbuchte er bereits fünf Tore sowie fünf Assists.
Diese sportliche Talfahrt gipfelt nun in scharfer Kritik der spanischen Presse. Die Fachzeitung „Mundo Deportivo“ attestiert dem Stürmer, er habe den Tiefpunkt erreicht, und bezeichnet sein Fehlen im anstehenden Topspiel offen als Segen für das Team. Profiteure dieser Entwicklung sind Spieler wie Yan Diomande, die nun in die Startformation drängen.
Die Gründe für den Leistungseinbruch des einstigen Ballon-d’Or-Zweiten von 2024 scheinen auch abseits des Rasens zu liegen – während bei dem prestigeträchtigen Award im Lager von Real Madrid mittlerweile Kylian Mbappé als Top-Favorit gehandelt wird. Nach einer persönlich soliden, im Kollektiv aber enttäuschenden Weltmeisterschaft im Sommer 2026 in den USA sorgte der Offensivmann mit einem kosmetischen Eingriff im Gesicht für Diskussionen. Hinzu kommt die im Oktober offiziell verkündete Trennung von der brasilianischen Influencerin Virginia Fonseca, was in den sozialen Netzwerken für viel Spott und Spekulationen über seinen mentalen Zustand sorgte.
Real-Trainer José Mourinho stellt sich derweil schützend vor seinen Spieler und bittet die Anhänger um Geduld. In einem Interview mit der spanischen Zeitung „Marca“ erklärte der Portugiese, der Spieler brauche jetzt die Unterstützung aller. Pfiffe bei Auswärtsspielen könnten laut dem Coach motivierend wirken, doch Unmutsbekundungen im eigenen Stadion nannte er explizit herzzerreißend.
Im jüngsten Auftritt in der Champions League gegen RB Leipzig zeigte sich der Angreifer zumindest bemüht und kam zu zwei guten Abschlussmöglichkeiten, auch wenn ihm die gewohnte Dribbelstärke fehlte. Mourinho zeigte sich mit dieser Leistung zufrieden und stärkt dem Linksaußen weiterhin den Rücken. Ob die Zwangspause am Sonntag beim FC Barcelona dem formschwachen Brasilianer die nötige mentale Erholung verschafft, wird der weitere Saisonverlauf zeigen müssen.
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