Am Montagabend ist Tottenham Hotspur der ersehnte erste Premier-League-Sieg in der laufenden Saison gelungen. Die Londoner gewannen im eigenen Stadion mit 3:1 gegen Aufsteiger Coventry City. Durch diesen Erfolg verlässt die Mannschaft von Trainer Roberto De Zerbi den letzten Tabellenplatz.

Trainingslager in Marbella zeigt Wirkung

Unter der Woche war die Mannschaft in ein Kurztrainingslager nach Marbella geflogen. Ziel dieser Maßnahme war die Stärkung des Teamgeists, der nach dem schwachen Saisonstart gelitten hatte. De Zerbi zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend erleichtert über den Auftritt seiner Spieler.

„Wir haben erkannt, dass wir ein Spiel wie andere Mannschaften in der Premier League gewinnen können“, sagte der Trainer nach der Partie. Die gemeinsam verbrachte Zeit in Spanien nannte er entscheidend für das Kollektiv. „Wenn man während des Spiels ein Problem hat und es zu einer schwierigen Situation kommt, muss man für seinen Freund und seinen Bruder spielen – und nicht wie elf Roboter auf dem Platz.“

Marmoush kontert den Ausgleich

Auf dem Platz setzte James Maddison den ersten Höhepunkt. In der 14. Minute erzielte er nach einer Vorlage von Mohammed Kudus die 1:0-Führung für die Gastgeber. Für Maddison war es das erste Tor seit Mai 2025. Die Gäste aus Coventry ließen sich davon allerdings nicht entmutigen und kamen durch Jack Rudoni zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Der Ex-Frankfurter Omar Marmoush brachte die Londoner schließlich wieder auf die Siegerstraße, bevor Ben Davies in der Nachspielzeit den 3:1-Endstand markierte. Auch personell gab es für die Spurs einen Lichtblick auf dem Feld. Dejan Kulusevski feierte in der 87. Minute nach 17 Monaten sein Comeback. De Zerbi lobte den Einfluss der beiden Routiniers Maddison und Kulusevski auf die Teamchemie und sprach von einer deutlich verbesserten Atmosphäre in der Kabine.

Lampard hadert mit Schiedsrichter Madley

Frank Lampard rutschte mit Coventry durch die Niederlage auf den 17. Platz ab. Der Trainer der Gäste kritisierte nach dem Spiel vehement die Entstehung des zweiten Gegentreffers. Marmoush hatte seinen Gegenspieler Milan van Ewijk im Vorfeld mit dem Ellenbogen getroffen. Schiedsrichter Andrew Madley ließ die Situation jedoch weiterlaufen.

„Wenn man sich abrollt und der Ellbogen so hoch ist, dass er Milan trifft, hätte ich gedacht, dass der VAR das Tor aberkennt“, kommentierte Lampard die Szene. Die Entscheidung blieb jedoch bestehen, was den Spurs wertvolle Punkte im Tabellenkeller sicherte.

Für Tottenham endet damit eine sportliche Durststrecke. Die Verantwortlichen hatten im Sommer mit 366 Millionen Euro die dritthöchsten Ausgaben der Liga getätigt, standen vor der Partie aber sieglos mit nur drei Punkten am Tabellenende. Es handelte sich um den zweitschlechtesten Start der Klubhistorie in der Premier League nach der Saison 2008/09. Durch den Sieg springen die Spurs nun auf Rang 16. Am kommenden Spieltag reist die Elf von De Zerbi zum Auswärtsspiel gegen den FC Chelsea an die Stamford Bridge.

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