West Ham United hat sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Nuno Espírito Santo getrennt. Nach einer empfindlichen 1:3-Heimniederlage gegen West Bromwich Albion am vergangenen Wochenende zog der englische Zweitligist die Reißleine. Damit reagiert der Klub auf die anhaltende sportliche Talfahrt im Kampf um die direkte Rückkehr in die lukrative Premier League.

Abstieg als Hypothek und verfehlte Ziele

Der 52-jährige Portugiese hatte das Amt bei den Londonern erst im September 2025 von seinem Vorgänger Graham Potter übernommen. Damals stand die Mannschaft nach fünf absolvierten Spieltagen mit lediglich drei Punkten auf dem 19. Tabellenplatz der höchsten englischen Spielklasse. Den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit konnte Espírito Santo in der Folge nicht mehr abwenden, obwohl das Team am letzten Spieltag einen 3:0-Sieg gegen Leeds United feierte.

In der aktuellen Saison der Championship blieb die erhoffte Dominanz des nominell stärksten Kaders der Liga bislang aus. Mit einem geschätzten Gesamtmarktwert von rund 279 Millionen Euro rutschten die Londoner nach der jüngsten Pleite auf den achten Rang ab. Der Rückstand auf Swansea City und damit auf einen direkten Aufstiegsplatz beträgt aktuell vier Zähler.

Vereinsikone Noble übernimmt interimsweise

Die Führungsebene des Hauptstadtklubs sah die anvisierten Saisonziele durch die jüngsten Auftritte massiv gefährdet. In einer offiziellen Vereinsmitteilung heißt es dazu:

„Nach einer gründlichen Überprüfung des Starts der EFL-Meisterschaftssaison ist der Vorstand der Ansicht, dass derzeit eine Änderung notwendig ist, um sicherzustellen, dass die Ziele und Erwartungen des Vereins auf Kurs bleiben.“
Im Hintergrund läuft währenddessen die intensive Suche nach einem neuen Cheftrainer.

Bis eine langfristige Lösung gefunden ist, setzt West Ham auf ein vertrautes Gesicht als Übergangslösung. Vereinsikone Mark Noble wird die Mannschaft gemeinsam mit Steve Potts und Gerard Prenderville auf die kommenden Aufgaben vorbereiten. Für das Betreuer-Trio gilt es nun, die formschwache Truppe schnellstmöglich zu stabilisieren, um den Anschluss an die Aufstiegsränge nicht vollständig zu verlieren.

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