SC Magdeburg feiert vorzeitige Meisterschaft auf dem Rathausbalkon
Der SC Magdeburg hat seine überragende Saison mit tausenden Fans gefeiert, bevor es zum Champions-League-Final4 geht.
Der SC Magdeburg setzt seine Erfolgsserie in der Champions League fort und steht vorzeitig in der Hauptrunde. Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert besiegte den polnischen Meister Industria Kielce nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit 30:27. Damit feierten die Elbestädter den vierten Sieg im vierten Spiel der laufenden Königsklassen-Saison.
Gegen die aggressiv verteidigenden Gäste aus Polen fanden die Hausherren zunächst kaum Lücken. Kielce nutzte die frühen Fehler des Bundesligisten konsequent aus und zog, angetrieben vom slowenischen Rückraumspieler Aleks Vlah, bereits nach acht Minuten auf 4:1 davon.
Als dieser Drei-Tore-Rückstand auch nach zwölf Spielminuten beim Stand von 6:9 Bestand hatte, reagierte Wiegert mit seiner ersten Auszeit. Der Coach fand unmissverständliche Worte für den fahrigen Auftritt seiner Mannschaft und forderte lautstark: „Ich brauche von jedem mehr Energie. Das ist hier kein Selbstläufer.“
Die taktische Besprechung brachte zunächst jedoch nicht den erhofften Umschwung, da sich die Grün-Roten weiterhin Unkonzentriertheiten im Spielaufbau leisteten. Kurz darauf bekam Spielmacher Felix Claar bei einem Zweikampf den Ellenbogen von Vlah an den Kopf und verließ das Feld mit einer blutenden Wunde, bevor sich die Gastgeber kurz vor der Pause durch gegnerische Fehler immerhin noch auf 13:14 herankämpften.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das Magdeburger Team wie ausgewechselt und riss die Führung binnen weniger Minuten an sich. Der verarztete Claar kehrte mit einem Pflaster im Gesicht zurück auf das Parkett und lenkte die nun deutlich flüssigeren Angriffsabläufe. Begünstigt wurde die Aufholjagd durch Torhüter Matej Mandić, der sein Gehäuse zunehmend vernagelte und die Partie mit insgesamt elf Paraden maßgeblich prägte.
Die wachsende defensive Stabilität des SCM zwang Kielce vermehrt zu technischen Fehlern und ungestümen Aktionen, die in zahlreichen Zeitstrafen mündeten. Matthias Musche nutzte die sich bietenden Freiräume auf dem Flügel eiskalt aus und verwandelte alle seine fünf Abschlüsse ohne Fehlwurf.
Drei Minuten vor der Schlusssirene krönte Gisli Kristjansson die starke Magdeburger Halbzeit und sorgte mit dem Treffer zum 30:25 für die Vorentscheidung. Der polnische Kontrahent verkürzte in der hitzigen Schlussphase zwar noch auf 30:27, konnte den verdienten Heimerfolg und das souveräne Weiterkommen der Sachsen-Anhalter aber nicht mehr gefährden.
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