Bamberg Baskets erzwingen nach 0:2-Rückstand Spiel 5 gegen Alba Berlin
Die Bamberg Baskets erzwingen nach einem 0:2-Rückstand ein entscheidendes fünftes Halbfinal-Spiel gegen Alba Berlin.
Andreas Obst krönt seine bisherige Laufbahn mit einer historischen Auszeichnung. Der Shooting Guard des FC Bayern München wurde zum wertvollsten Spieler (MVP) der Basketball-Bundesliga gewählt. Mit 48,1 Prozent der Stimmen setzte sich der Welt- und Europameister deutlich durch und führt den Vorrunden-Ersten nun mit reichlich Rückenwind in die Playoffs. Zudem sicherte sich der Bamberger Anton Gavel den Titel als Trainer des Jahres.
Für die Basketball-Abteilung des deutschen Rekordmeisters ist es die erste MVP-Trophäe seit über einem Jahrzehnt. Doch auch aus überregionaler Sicht hat der Titel enormes Gewicht: Der 29-Jährige ist der erste deutsche Akteur seit 22 Jahren, der diese höchste individuelle BBL-Ehrung erhält. Zuvor wurde diese Ehre nur Legenden wie Pascal Roller und Dirk Nowitzki zuteil, der die Auszeichnung 1999 im Trikot seines Heimatvereins DJK Würzburg gewann. Nach seinen enormen Erfolgen mit der Nationalmannschaft – darunter der WM-Titel 2023 in Manila und der EM-Triumph 2025 in Riga – untermauert der Distanzwurfspezialist mit dieser Wahl seinen Status als einer der besten deutschen Spieler seiner Generation.
Die Wahl zum wertvollsten Spieler der laufenden Spielzeit ist das logische Resultat überragender Leistungen auf dem Parkett. Mit durchschnittlich 16,5 Punkten und starken 2,7 verwandelten Dreipunktewürfen pro Partie drückte der Ex-Ulmer der Liga seinen Stempel auf. Er ließ bei der Abstimmung seinen ärgsten Konkurrenten Ibi Watson von den Bamberg Baskets souverän hinter sich.
Trotz der großen Freude über die persönliche Ehrung bleibt der Blick des frischgebackenen MVPs streng nach vorne gerichtet. Nach seiner jüngsten Vertragsverlängerung an der Isar hat er ein klares Ziel vor Augen. Die individuelle Trophäe sei zwar besonders, doch nun zähle für ihn und sein Team nur noch der Gewinn der Meisterschaft in den anstehenden Playoffs.
Neben dem Münchner Starspieler stand ein prominenter Coach im Rampenlicht. Anton Gavel wurde mit herausragenden 78,1 Prozent der Stimmen zum Trainer des Jahres gekürt. Der ehemalige Profi vollbrachte ein wahres sportliches Wunder: Er formte aus den Bamberg Baskets, die mit dem kleinsten Etat der gesamten Liga in die Saison gestartet waren, eine absolute Spitzenmannschaft. Ein sensationeller dritter Platz in der Hauptrunde sowie der umjubelte Sieg im BBL-Pokal unterstreichen die fantastische Arbeit des Cheftrainers. Mit dieser Ausbeute verwies Gavel seine Trainerkollegen Jacques Schneider von den Gladiators Trier und Sasa Filipovski von den Würzburg Baskets klar auf die Plätze.
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