Draymond Green rekrutiert LeBron James für die Golden State Warriors
Draymond Green versucht, Free Agent LeBron James in einem persönlichen Treffen von den Golden State Warriors zu überzeugen.
Die National Basketball Association (NBA) konkretisiert ihre ambitionierten Expansionspläne für den alten Kontinent. Ab dem Jahr 2027 soll die neue „NBA Europe“ an den Start gehen. Anders als in der US-Mutterliga setzen die Verantwortlichen dabei offenbar nicht auf eine reine geschlossene Gesellschaft, sondern planen eine sportliche Qualifikation über die Basketball Champions League.
Die Pläne für den europäischen Ableger der besten Basketball-Liga der Welt nehmen Formen an. Wie der kicker berichtet, zielen die Organisatoren auf einen Starttermin im Jahr 2027 ab. Das revolutionäre Konzept sieht dabei ein hybrides Ligasystem vor, das die amerikanische Show-Mentalität mit der europäischen Sportkultur verbindet.
Demnach soll die Liga aus einem Kern von festen Teams bestehen, die dauerhaft gesetzt sind – ähnlich den Franchises in Nordamerika. Ergänzt wird dieses Feld jedoch durch Mannschaften, die sich ihren Platz sportlich verdienen müssen. Damit weicht die US-Profiliga von ihrem traditionellen „Closed Shop“-Prinzip ab und öffnet die Tür für den Leistungsgedanken, der den europäischen Vereinswettbewerben zugrunde liegt.
Ein zentraler Baustein in diesem Qualifikationsprozess soll die Basketball Champions League (BCL) spielen. Dieser Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Weltverbandes FIBA steht, fungiert den Plänen zufolge als direktes Sprungbrett in die neue Eliteklasse.
Für die europäischen Top-Klubs bedeutet dies einen Paradigmenwechsel. Wer nicht zu den gesetzten Franchises gehört, kann sich über starke Leistungen in der Champions League für die NBA Europe qualifizieren. Dies wertet den FIBA-Wettbewerb massiv auf und schafft einen klaren Pfad zur Spitze, der bisher durch den Konflikt zwischen der EuroLeague und der FIBA oft undurchsichtig war.
Mit dem angepeilten Startdatum 2027 bleibt den Verantwortlichen noch Zeit, die logistischen und strukturellen Herausforderungen zu klären. Klar ist jedoch: Die Einführung der NBA Europe ist eine direkte Kampfansage an die etablierte EuroLeague. Durch die Einbindung der Champions League als Unterbau schafft die NBA ein System, das durchlässiger wirkt als die aktuelle Königsklasse und gleichzeitig die immense Marketing-Power der Marke NBA nach Europa bringt.
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