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Die Edmonton Oilers haben einen neuen Cheftrainer: Mike Babcock übernimmt die Mannschaft um den deutschen Eishockey-Star Leon Draisaitl. Die NHL-Franchise bestätigte am Dienstag die Verpflichtung des hochdekorierten Kanadiers, der die Nachfolge des nach drei Spielzeiten entlassenen Kris Knoblauch antritt. Die klare Mission: Der erste Stanley-Cup-Triumph seit 36 Jahren.

Triple-Gold-Trainer mit meisterlicher Vita

Mit Babcock sichert sich das Team einen der profiliertesten Köpfe des internationalen Eishockeys. Der 63-Jährige ist bis heute der einzige Trainer, der den elitären Triple Gold Club erreicht hat. Er gewann 2008 mit den Detroit Red Wings den Stanley Cup und führte die kanadische Nationalmannschaft zu WM-Gold im Jahr 2004 sowie zu zwei olympischen Goldmedaillen in den Jahren 2010 und 2014.

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Als Headcoach stand der erfahrene Übungsleiter insgesamt dreimal im Finale der nordamerikanischen Profiliga. Nach einer Niederlage 2003 mit den Mighty Ducks of Anaheim folgte 2008 der große Wurf mit Detroit, bevor er ein Jahr später mit den Red Wings die Titelverteidigung in der Finalserie knapp verpasste.

Rückkehr nach dem Smartphone-Skandal

Das Engagement in Edmonton markiert das Comeback des Trainers nach einem unrühmlichen Abgang bei seiner letzten NHL-Station. Im Jahr 2023 hatte Babcock bei den Columbus Blue Jackets unterschrieben, trat dort aber noch vor Saisonbeginn zurück. Hintergrund war eine brisante Handy-Affäre: Der Kanadier hatte Spieler aufgefordert, ihm private Fotos auf ihren Smartphones zu zeigen. Nachdem sich die Spielergewerkschaft NHLPA einschaltete, zog der Coach umgehend die Konsequenzen und legte sein Amt nieder.

Die Mission: Eine 36-jährige Durststrecke beenden

In Edmonton findet der neue Cheftrainer nun eine Mannschaft vor, die hungrig auf den ultimativen Erfolg ist, zuletzt aber bittere Rückschläge einstecken musste. Unter Vorgänger Knoblauch scheiterten die Oilers 2024 und 2025 jeweils in der Finalserie an den Florida Panthers. In der vergangenen Spielzeit kam für das Team um die beiden deutschen Profis Leon Draisaitl und Joshua Samanski dann das enttäuschende Aus bereits in der ersten Playoff-Runde gegen die Anaheim Ducks.

Babcock soll nun das fehlende Puzzleteil sein, um das immense Potenzial des Kaders endgültig in einen Titel umzumünzen und die andauernde Sehnsucht der Fans nach der begehrten Trophäe zu stillen.

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