1. FC Nürnberg schlägt Viktoria Köln im Pokal – Reichert wird zum Held
Dank Torhüter Jan Reichert zieht der 1. FC Nürnberg nach Elfmeterschießen glücklich in die zweite DFB-Pokalrunde ein.
Miroslav Klose und der 1. FC Nürnberg haben ihren Traumstart in der 2. Bundesliga perfekt gemacht. In einem hochdramatischen 277. Frankenderby besiegte der Club die SpVgg Greuther Fürth mit 4:2. Auch Hertha BSC und der 1. FC Magdeburg feierten am zweiten Spieltag deutliche Erfolge und setzten erste Ausrufezeichen in der noch jungen Saison.
In einem intensiven Traditionsduell im Sportpark Ronhof bewies die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose enorme Moral. Trotz eines zweimaligen Rückstands setzte sich der Club am Ende in der „Mutter aller Derbys“ durch. Piet Scobel (26., 74. Minute) und Julian Justvan (45.+3, 54.) drehten die temporeiche Partie zugunsten der Nürnberger.
Für die unglücklichen Fürther hatte Kapitän Felix Klaus zunächst doppelt getroffen, darunter ein verwandelter Handelfmeter (22., 41.). Zum tragischen Helden wurde Klaus jedoch in der 63. Minute, als er mit einem weiteren Strafstoß an Nürnbergs reaktionsschnellem Torhüter Jan Reichert scheiterte. Für den FCN weckt der perfekte Start mit zwei Siegen große Hoffnungen: Letztmals gelang den Franken ein solcher Auftakt im Jahr 2017 – am Ende der Saison stand der Aufstieg.
Abseits des Platzes bleiben derweil die Augen auf Mohamed Ali Zoma gerichtet. Der Shootingstar, der zuvor beim 3:0 gegen Dresden mit einem Dreierpack geglänzt hatte, weckt Begehrlichkeiten. Sportvorstand Joti Chatzialexiou machte jedoch eine klare Ansage zur Zukunft des Offensivmanns: „Ich werde gar nicht ins Grübeln kommen, ich will den Spieler halten.“
Trotz zahlreicher prominenter Abgänge hat auch Hertha BSC einen makellosen Start hingelegt. Das Team von Trainer Stefan Leitl dominierte den Bundesligaabsteiger 1. FC Heidenheim und feierte einen souveränen 4:1-Erfolg (3:0). Bereits vor dem Pausenpfiff sorgten Sebastian Grönning (2.), Marten Winkler (26.) und Deyovaisio Zeefuik (35.) für klare Verhältnisse.
Für die von Frank Schmidt trainierten Heidenheimer war es nach dem 4:3-Auftaktsieg gegen Osnabrück der erste bittere Rückschlag. Der Anschlusstreffer von Jan Schöppner (49.) brachte keine Wende mehr. In der Schlussphase sah Herthas Torschütze Zeefuik nach einer Tätlichkeit zwar die Rote Karte (88.), doch in Unterzahl setzte Oluwaseun Adewumi (90.) den Schlusspunkt zum 4:1.
Eine deutliche Leistungssteigerung zeigte der 1. FC Magdeburg. Nach der herben 1:6-Klatsche gegen Eintracht Braunschweig am ersten Spieltag meldete sich das Team eindrucksvoll zurück und besiegte den Aufsteiger VfL Osnabrück auswärts mit 3:0 (2:0).
Vor 15.741 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Bremer Brücke erwischten die Lila-Weißen einen rabenschwarzen Tag. Alexander Nollenberger stellte die Weichen für die Gäste mit einem schnellen Doppelschlag (24., 35.) früh auf Sieg. Nach dem Seitenwechsel machte Emmanuel Iyoha (69.) den hochverdienten Auswärtserfolg der Magdeburger perfekt. Osnabrück wartet damit nach den ersten guten Ansätzen in Heidenheim weiter auf zählbares in der neuen Zweitliga-Saison.
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