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Der 1. FC Nürnberg steht in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Der aktuelle Zweitliga-Tabellenführer bezwang den Drittligisten Viktoria Köln am Samstag in einem Nervenkrimi glücklich mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Zuvor hatte es nach hart umkämpften 120 Minuten 1:1-Unentschieden gestanden.

Matchwinner für die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose war Torhüter Jan Reichert. Der Keeper verhinderte ein frühes Pokal-Aus und bescherte den Franken den erhofften Einzug in die nächste Runde.

Reichert bewahrt blassen Favoriten vor dem Aus

Im mit 8.343 Zuschauern besetzten Sportpark Höhenberg – darunter 3.500 mitgereiste Anhänger aus Franken – lieferte der Club eine wenig überzeugende Leistung ab. Obwohl die Nürnberger nach zwei Siegen als ungeschlagener Tabellenführer der 2. Bundesliga an den Rhein gereist waren, fehlte es an offensiver Durchschlagskraft.

Die Entscheidung musste schließlich vom Punkt fallen. In diesem finalen Nervenkampf avancierte Jan Reichert zum Helden des Tages. Wie die „Sportschau“ berichtet, parierte der Torhüter zwei Elfmeter der Gastgeber. Da zudem zwei weitere Schüsse der Kölner über die Querlatte flogen, reichte dies den glücklicheren Gästen letztlich zum umjubelten Sieg.

Mutige Kölner vergeben zahlreiche Großchancen

Die Mannschaft des erst 37-jährigen Viktoria-Trainers Marian Wilhelm präsentierte sich von Beginn an selbstbewusst und übernahm die Spielkontrolle. Schon im Vorfeld hatte Wilhelm angekündigt, den Nürnberger Unterschiedsspieler Mohamed Zoma konsequent im Teamverbund verteidigen zu wollen – ein Plan, der zunächst hervorragend aufging. Meiko Sponsel hielt den pfeilschnellen Linksaußen auf der Außenbahn stark in Schach.

Offensiv erspielte sich der Drittligist bemerkenswerte Gelegenheiten. Nach Vorarbeit von Yannick Tonye landete der Ball bei Niklas Castelle, dessen Direktabnahme aus 14 Metern gerade noch zur Ecke geblockt wurde. Wenig später hätte die Kölner Führung zwingend fallen müssen: Nach einem Freistoß des Ex-Nürnbergers Taylan Duman leitete David Otto den Ball in die Mitte weiter, wo Sponsel unmittelbar vor der Torlinie an der Verwertung scheiterte. Auch Tim Kloss fand in der 26. Minute mit einem wuchtigen Kopfball aus kürzester Distanz seinen Meister in Reichert.

Sorgenfalten bei Klose nach schwacher erster Halbzeit

Das Team von Miroslav Klose fand kaum Mittel gegen die kompakt und mutig auftretenden Rheinländer. Vor allem im Mittelfeld taten sich die favorisierten Gäste sichtlich schwer. Die erste nennenswerte Aktion verbuchte der FCN erst nach 28 Minuten für sich.

Nach einer Flanke von Adam Markhiev köpfte der 21-jährige Scobel den Ball zwar ins Netz, doch der Treffer wurde aufgrund eines vorangegangenen Fouls umgehend aberkannt. Zu der uninspirierten Leistung gesellte sich nach 37 Minuten ein weiterer Schreckmoment: Offensivmann Zoma sorgte aufseiten von Trainer Klose für sichtbare Sorgenfalten.

Trotz der insgesamt überschaubaren Leistung steht der 1. FC Nürnberg in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Für die Klose-Elf gilt es nun, den Fokus schnell wieder auf den Liga-Alltag zu richten, während Viktoria Köln mit viel Rückenwind aus dieser starken Vorstellung in die nächsten Drittliga-Aufgaben gehen kann.

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