Der 1. FC Nürnberg hat am achten Spieltag der 2. Bundesliga ein hart umkämpftes 1:1-Unentschieden bei Energie Cottbus gerettet. Überschattet wurde das Freitagsspiel jedoch von einer schweren Verletzung des Nürnberger Toptorjägers Mohamed Ali Zoma. Während die Franken durch das Remis den zweiten Tabellenplatz behaupten, rückt der Aufsteiger aus der Lausitz weiter ins gesicherte Mittelfeld vor.

Cottbus drängt den Favoriten in die Defensive

Die Gastgeber legten am Freitagabend einen couragierten Start hin und schnürten die favorisierten Nürnberger in der Anfangsphase phasenweise komplett ein. Bereits in der siebten Minute verhinderte FCN-Schlussmann Jan Reichert gegen den aufgerückten King Manu einen frühen Rückstand. Der Favorit aus Franken zeigte sich in der Defensive extrem anfällig und erinnerte stark an das wilde 4:4-Spektakel gegen Wolfsburg aus der Vorwoche.

Die mangelnde Chancenverwertung der Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz rettete Nürnberg zunächst in die Pause. Doch in der 55. Minute belohnte sich Cottbus schließlich für den enormen Aufwand. Nach einem perfekt vorgetragenen Konter über Lukas Michelbrink und Leonardo Bittencourt tauchte Justin Butler frei vor dem Tor auf und vollendete zur hochverdienten 1:0-Führung für die Hausherren.

Ausgekugelte Schulter stoppt Nürnbergs Toptorjäger

Für den 1. FC Nürnberg kam es bereits vor dem Gegentreffer knüppeldick. Mohamed Ali Zoma, der aktuelle Toptorjäger der 2. Liga, war bereits in der sechsten Minute unglücklich auf dem linken Arm gelandet. Nach einer halben Stunde musste der 23-jährige Italiener mit schmerzverzerrtem Gesicht den Platz verlassen und wurde durch William Böving ersetzt. Am späten Abend bestätigte der Verein die bittere Diagnose: Zoma hat sich die Schulter ausgekugelt.

Trotz des personellen Rückschlags bewies der Tabellenzweite in der Schlussphase große Moral. Nachdem Tim Janisch im ersten Durchgang noch mit einem Flachschuss am Pfosten gescheitert war, sorgte Styopa Mkrtchyan in der 79. Minute für den etwas schmeichelhaften Ausgleich der Gäste. Mit dem hart erkämpften Punktgewinn schraubt Nürnberg sein Konto auf 18 Zähler und bleibt auf dem zweiten Rang. Energie Cottbus steht mit nun neun Punkten weiterhin stabil im Tabellenmittelfeld.

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