Werder Bremen beweist in der Bundesliga einmal mehr enorme Comeback-Qualitäten. Zum 100-jährigen Jubiläum des Weserstadions rettete die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden gegen den Aufsteiger SC Paderborn.

Paderborn schockt Bremen in der ersten Halbzeit

Die Feierlichkeiten in weißen Sondertrikots begannen für die Bremer mit einem herben Dämpfer. Trotz einer anfänglichen Doppelchance durch Marco Grüll und Chuki nutzten die Gäste ihre erste echte Gelegenheit eiskalt. Wie die „Sportschau“ berichtet, bediente Steffen Tigges nach einem Bremer Ballverlust in der 18. Minute seinen Sturmpartner Stefano Marino, der den Ball wuchtig zur Führung unter die Latte setzte.

Paderborn agierte defensiv kompakt und legte in der 30. Minute nach. Ein weiter Einwurf von Jano ter Horst landete vor den Füßen von Tigges, der die Kugel durch zahlreiche Abwehrbeine an Torwart Karl Hein vorbei zum 0:2 ins Netz stocherte. Es waren die ersten Auswärtstore der Saison für den Aufsteiger, der sich nun über fünf Punkte in der Tabelle freuen darf.

Füllkrug-Doppelpack krönt starke zweite Hälfte

Zur zweiten Halbzeit brachte Thioune Mitchell Weiser ins Spiel, was dem Bremer Offensivspiel spürbar mehr Struktur verlieh. Die Gastgeber belohnten sich in der 59. Minute für ihren Druckanlauf. Eren Dinkci verlängerte eine Hereingabe auf Niclas Füllkrug, der den Ball zum verdienten Anschlusstreffer verwertete.

Nur sechs Minuten später trat der Torjäger nach einem Foulspiel zum Elfmeter an und verwandelte sicher zum 2:2-Ausgleich (65.). SCP-Keeper Nahuel Noll, der seine Mannschaft im ersten Durchgang mit starken Paraden noch im Spiel gehalten hatte, war diesmal chancenlos. Werder Bremen steht durch die Punkteteilung nun bei neun Zählern auf dem Konto.

Das dritte Zwei-Tore-Comeback in Serie

Für die Hanseaten war es bereits das dritte Spiel in Folge, in dem sie einen 0:2-Rückstand unbeschadet überstanden. Zuvor hatten die Bremer bereits gegen den FC Augsburg einen 3:2-Sieg und gegen Borussia Dortmund ein 2:2 erkämpft.

Obwohl im Jubiläumsspiel nach dem Ausgleich durchaus auch ein Sieg möglich gewesen wäre, untermauert das erneute Comeback die große Moral der Mannschaft. Die Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel dürfte Werder auch für die kommenden Aufgaben wichtiges Selbstvertrauen geben.

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