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Trainer Diego Simeone und sein Sohn Giuliano stehen mit Atletico Madrid vor einem historischen Meilenstein. Am Dienstagabend (21:00 Uhr) kämpfen die Spanier im Halbfinal-Rückspiel beim FC Arsenal um den ersten Einzug in das Endspiel der Champions League seit zehn Jahren. Nach einem 1:1 im Hinspiel ist die Ausgangslage für das argentinische Vater-Sohn-Gespann klar: Ein Sieg in London muss her, um den Traum vom Henkelpott am Leben zu erhalten.

Als Underdog gegen den FC Arsenal in das Endspiel

Dass dem Hauptstadtklub die Rolle des Außenseiters hervorragend liegt, zeigte bereits das emotionale Viertelfinale. Gegen den hochgehandelten FC Barcelona unter der Leitung von Hansi Flick setzten sich die Madrilenen nach einem 2:0 und 1:2 nervenstark durch. Nun wartet mit den unangenehmen Londonern die nächste schwere Hürde auf internationalem Parkett. Für den 56-jährigen Cheftrainer wäre der Triumph in der Königsklasse die absolute Krönung seiner bald 15-jährigen Amtszeit. Spanische Meisterschaften, Pokalsiege und Titel in der Europa League stehen bereits in seiner prall gefüllten Vitrine – doch der wichtigste Vereinswettbewerb der Welt fehlt dem ehrgeizigen Übungsleiter noch immer.

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Vom Balljungen zum Leistungsträger unter dem eigenen Vater

Eine magische Note erhält dieser mögliche Erfolg durch die familiäre Konstellation. Sein in Rom geborener Filius hat sich in dieser Saison zu einer unverzichtbaren Stammkraft auf dem rechten Flügel entwickelt. Mit beachtlichen 50 Pflichtspieleinsätzen, in denen der Rechtsaußen sieben Treffer erzielte und acht weitere auflegte, wird er teamintern nur noch von den Routiniers Antoine Griezmann und Koke übertroffen.

Dabei war der Weg in die Startelf der Rojiblancos kein Selbstläufer. Anfängliche Vorwürfe der Vetternwirtschaft aus dem Umfeld konterte der dynamische Offensivspieler eindrucksvoll mit purem Einsatz und einem unbändigen Siegeswillen. Es sind exakt jene Eigenschaften, die ihm sein Vater seit jeher feurig an der Seitenlinie vorlebt. Nach wertvollen Leihstationen beim Zweitligisten Real Zaragoza und dem Erstligisten Deportivo Alaves kehrte er 2024 als gereifter Profi zurück zu seinem Herzensverein. Sollte das Duo am Dienstag in England triumphieren, kämen sie dem Ziel, als erstes Vater-Sohn-Gespann die Champions League zu gewinnen, einen entscheidenden Schritt näher.

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