Der französische Offensivspieler Michael Olise hat mit einer herausragenden Leistung beim Auswärtsspiel gegen Real Madrid am Dienstag seinen Status als Weltklassespieler beim FC Bayern München untermauert. Beim souveränen Auftritt im Estadio Santiago Bernabéu glänzte der 24-Jährige nicht nur als Torvorbereiter, sondern verdiente sich auch höchstes Lob von internationalen Fußballlegenden.

Vom teuren Talent zum absoluten Leistungsträger

Als Sportvorstand Max Eberl den Flügelstürmer vor zwei Jahren für eine Ablösesumme von über 50 Millionen Euro an die Isar holte, gab es noch vereinzelt kritische Stimmen. Konnte ein junger Spieler von Crystal Palace, der hauptsächlich Kennern der englischen Premier League ein Begriff war, wirklich eine Ära prägen? Diese Zweifel hat der Linksfuß eindrucksvoll weggewischt. Nach 30 Torbeteiligungen in seiner Debütsaison und der verdienten Auszeichnung als bester Liga-Rookie, spielt der pfeilschnelle Angreifer derzeit eine wahre Zaubersaison. In der laufenden Spielzeit steht der Franzose wettbewerbsübergreifend bereits bei sagenhaften 46 Torbeteiligungen in 42 Pflichtspielen.

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Luis Figo adelt Olise nach Auftritt gegen Real Madrid

Gegen die Königlichen demonstrierte der Offensivkünstler sein gesamtes Repertoire. Er drosch nicht nur unwiderstehliche Dribblings in den Rasen und ließ die spanische Defensive um Alvaro Carreras verzweifeln, sondern legte auch das 2:0 durch Top-Torjäger Harry Kane mustergültig auf. Diese Galavorstellung rief prominente Beobachter auf den Plan. Die portugiesische Ikone Luis Figo bezeichnete ihn als aktuell einzigartigen Flügelspieler und wagte eine steile Prognose für die Zukunft. Sollte das Ausnahmetalent diese Form bestätigen, werde er unweigerlich ein ständiger Kandidat für den Ballon d'Or sein.

Auf dem Rasen extrovertiert, daneben das pure Understatement

Der rasante Aufstieg des gebürtigen Londoners auf die ganz große Fußballbühne wird von einem starken persönlichen Kontrast begleitet. Während er auf dem Spielfeld mit extravaganten Aktionen glänzt und auch mal vehement Entscheidungen einfordert, meidet er abseits des Rasens das Rampenlicht strikt. Nach seiner starken Leistung in Madrid verschwand er blickdicht verhüllt zügig in einem Taxi. Auch der ehemalige Weltmeister Thierry Henry, der den Spieler bei den Olympischen Spielen in Paris betreute, schätzt genau diese Mentalität. Der Ex-Arsenal-Star betonte kürzlich, dass sein Schützling zwar die Mikrofone scheue, dafür aber durch sein Spiel auf dem Platz eine unmissverständliche Sprache spreche.

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